Kategorie: Smartphones

Serientest: Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro


Die neuen 11er

Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 1
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Mit der neuen iPhone-Generation ist Apple von der römischen wieder zur Schreibweise in arabischen Ziffern zurückgekehrt, 11 sieht aus Sicht der Vermarktung einfach besser aus als XI. Wir haben zwei der neuen iPhones getestet, um herauszufinden, ob das iPhone mehr zu bieten hat, als Grundsatzüberlegungen der Marketingabteilung umzusetzen. Wir orderten das iPhone 11 und das iPhone 11 Pro, da hier die größten Unterschiede zu erwarten sind. Das ebenfalls neue iPhone 11 Pro Max ist nur ein größeres iPhone 11 Pro, ansonsten weitestgehend baugleich.

Vom iPhone 11 Pro gibt es drei Speichervarianten. Unser Testmuster mit 64 GB stellt den Einstieg dar, der nächste Schritt ist dann gleich ein großer mit 256 GB, die Spitze wird vom Modell mit 512 GB markiert. Die Preise reichen von den 1.149 Euro, die für unser Testmodell fällig werden, bis hin zu den stattlichen 1.549 Euro für das iPhone mit 512 GB.

Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 2Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 3Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 4Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 5Smartphones Apple iPhone 11, Apple iPhone 11 Pro im Test , Bild 6
Für das größere iPhone 11 Pro Max werden je Ausbaustufe zusätzlich 100 Euro fällig. Dafür gibt es dann ein größeres Display und etwas mehr Akkukapazität, weil in dem Gehäuse mehr Platz ist. Wobei man mutmaßen kann, dass die höhere Kapazität durch den Energiebedarf des ebenfalls größeren Displays weitgehend kompensiert wird. Das iPhone 11 gibt es ebenfalls in drei Ausbaustufen; angefangen bei 64 GB über 128 GB wie in unserem Testmodell bis hin zu 256 GB Speicher. Die Preise bewegen sich hier mit 799 bis 969 Euro deutlich unterhalb der 1.000-Euro- Schwelle. Bei beiden Modellen sollte man vor dem Kauf überlegen, wie viel Speicher man langfristig benötigt, schließlich ist ein Speicherupgrade per microSD-Karte nach wie vor nicht vorgesehen.


Gemeinsamkeiten und Unterschiede


Während das Pro mit den drei angebotenen Farbvarianten Space Grau, Silber, Nacht Grün und Gold sich eher gedeckt gibt, spricht das iPhone 11 die Klientel an, die es bunt mag. Es ist in den Farben Schwarz, Grün, Gelb, Violett, Weiß und Rot erhältlich, wobei Rot eigentlich (PRODUCT) RED heißt, und den Global Fund to Fight AIDS unterstützt. Die Rückseite des iPhone 11 ist hochglänzend und damit etwas anfälliger gegenüber Kratzern, die des Pro ist in allen Farbvarianten matt. Anders als man vermuten möchte, hat das iPhone 11 mit 6,1 Zoll ein größeres Display als das iPhone 11 Pro mit seinem 5,8-Zoll-Display. Der Unterschied steckt auch hier eher im Detail, denn während das einfache iPhone 11 noch mit einem ebenfalls einfachen IPS-Display auskommen muss, ist das Pro-Modell mit einem OLED-Bildschirm versehen. Das bedeutet sichtbar brillantere Farben und vor allem ein satteres Schwarz, und das aus einem größeren Blickwinkel. Der eingesetzte Rechenkünstler in Form des neuen A13-Bionic-Chips ist dagegen bei allen Modellen gleich, das gilt auch für die gemessene Rechenleistung, zu der wir die Benchmark App Antutu bemühten. Beide iPhones erreichten eine Punktzahl von sagenhaften 450.000, wobei sich die unterschiedliche Bestückung des Arbeitsspeichers von 4 GB bzw. 6 GB nicht wesentlich bemerkbar macht. Zum Vergleich erreichten die beiden Neulinge von Samsung mit 350.000 Punkten einen viel geringeren Wert. Beim Blick auf die Rückseite wird dann die nächste Sparmaßnahme deutlich, der sich das iPhone 11 unterziehen musste: Wo beim iPhone 11 Pro drei Kameras aus dem Gehäuse lugen, begnügt sich das iPhone 11 mit deren zwei. Apple setzt mittlerweile bei allen Kameras, ob nun vorne oder hinten, Pro oder nicht den gleichen Bildsensor mit 12 Millionen Pixeln ein. Den Unterschied macht lediglich die verwendete Optik, beim 11er (ohne Pro) sitzt jeweils eine Weitwinkelund eine Ultraweitwinkel-Optik, Erstere mit optischem Bildstabilisator vor dem Sensor. Beim 11 Pro kommt ein zusätzliches Kameramodul mit Teleoptik hinzu, besonders interessant für Natur- und Tierfotografen, zumal diese ebenfalls mit einem effektiven optischen Bildstabilisator ausgestattet ist. Auch die Software dahinter ist gegenüber den Vorgängern kräftig überarbeitet worden. Das macht sich insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen wie Mischlicht oder extremes Gegenlicht sowie bei Dämmerung und Innenaufnahmen bemerkbar. Beide iPhones bieten neben einer hervorragend funktionierenden Automatik und durchdachten Voreinstellungen umfangreiche Möglichkeiten, die Belichtung manuell über Verschlusszeit und Blendenöffnung zu beeinflussen. Nicht nur Hobbyfotografen werden das iPhone dafür lieben.

Neue Besen und alte Zöpfe


Der Home-Button in Kombination mit dem Fingerprintsensor ist nun endgültig Geschichte, wer darauf besteht, muss auf das iPhone 8 zurückgreifen, das aktuell noch verfügbar ist. Damit bekommt man auch das letzte verfügbare iPhone mit klassischem Display ohne Notch-Design. Apropos Notch – war Apple mit dem iPhone X noch Vorreiter bezüglich des randlosen Displays, so hat die Konkurrenz längst nachgezogen, und zwar so stark, dass das iPhone 11 mit seiner vergleichsweise breiten, ins Display ragende Notch oder Ecke fast schon etwas altbacken daherkommt. Bedientechnisch hat sich dagegen nur wenig gegenüber den X-Modellen geändert; die Steuerung per Wischgesten aus verschiedenen Ecken funktioniert immer präziser. Eine Schiebejalousie schaltet zwischen Home- und Sperrbildschirm um, diese sollte man tatsächlich aus der Mitte des oberen Bildschirmrandes herauswischen. Beim Wisch aus den oberen Ecken werden nur die wichtigsten Einstellungen eingeblendet, quasi wie bei Android. Wischt man übrigens von der unteren rechten Rahmenecke aus, zeigt das iPhone alle kürzlich geöffneten Fenster als Cover-Flow, hier können die Anwendungen dann einzeln aufgerufen oder geschlossen werden. Einige Apps, wie zum Abspielen von Videos, sind seit dem neuen Betriebssystem iOS 13 verschwunden, die Funktionen werden von anderen Apps übernommen, wie zum Beispiel das Abspielen selbst gemachter oder heruntergeladener Videos mit der neu hinzugekommenen AppleTV-App. Es lässt sich zudem ein dunkler Hintergrund zuschalten, der hat allerdings allenfalls kosmetischen Wert. Allerdings arbeitet Apple offensichtlich fieberhaft am neuen iOS, was die fast täglichen Updates während der Testphase bestätigen. Die ersten Besitzer eines 11er-iPhones bemängelten unter anderem Probleme mit der Akkulaufzeit oder deren Anzeige. Wir testeten mit der iOS Version 13.1.3, und konnten diesbezüglich keinerlei Probleme feststellen. Beide iPhones haben bei der Energieversorgung gegenüber ihren Vorgängern noch mal zugelegt. Die Akkus haben jetzt beide eine Kapazität von etwas über 3.000 mAh, also ähnlich viel Power wie beim Xs Max, der eigentliche Fortschritt ist jedoch die Ausdauer der beiden Neuen: Die 23 Stunden beim iPhone 11 und über 24 Stunden beim iPhone 11 Pro kommen nicht allein von der Akkukapazität, auch das Energiemanagement ist offenbar deutlich auf Effizienz getrimmt worden. Wir haben die Laufzeit wie üblich mit unserem Testvideo in Dauerschleife und bei 50 Prozent Bildhelligkeit gemessen. Außerdem ist während der gesamten Prozedur das WLAN eingeschaltet. Geht es anschließend an die Ladestation, gibt es eine Überraschung: Zumindest das iPhone 11 Pro ist jetzt mit einem großen Ladenetzteil ausgestattet, sodass es binnen eineinhalb Stunden wieder voll aufgeladen ist. Dem iPhone 11 liegt nach wie vor nur das winzige Standard-Ladenetzteil bei, entsprechend dauert der Ladevorgang dann auch quälende drei Stunden und länger. Darüber hinaus sind natürlich sämtliche neuen iPhones auch kabellos induktiv aufladbar, was nur ein schwacher Trost ist, denn nach wie vor spart sich Apple die Entwicklung einer eigenen Ladestation und überlässt das Feld lieber den Autoherstellern, Möbelhäusern oder anderen Drittanbietern. Löblich ist dagegen, dass jedem iPhone wieder ein Satz EarPods beiliegt, in Ermangelung einer Kopfhörerbuchse sind die direkt mit einem Lightning-Stecker versehen.

Fazit

Da fällt dem Apple-Fan die Wahl schwer, oder? Der Normalnutzer wird zum preiswerteren iPhone 11 greifen, das ist, abgesehen von den alten, noch verfügbaren Modellen, aktuell das günstigste iPhone auf dem Markt. Wer mehr Wert auf Prestige legt, und das aktuell bei Apple technisch Machbare besitzen möchte, muss für das iPhone 11 Pro etwas tiefer in die Tasche greifen.

Preis: um 850 Euro

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Smartphones

Apple iPhone 11

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

12/2019 - Thomas Johannsen

Preis: um 1149 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Smartphones

Apple iPhone 11 Pro

Spitzenklasse

4.5 von 5 Sternen

12/2019 - Thomas Johannsen

Bewertung: Apple iPhone 11
Qualität 50%

Bedienung 30%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten: Apple iPhone 11
Vertrieb Apple, München 
Telefon 0800 2000136 
Internet www.apple.de 
Technische Daten
Abmessungen (in mm) 75.7/151/8.3 
Gewicht (in g) 194 
Betriebssystem/Oberfläche Smartphone mit iOS 13.1.3 
Display 6,1-Zoll-IPS-Display mit 1792 x 828 Pixeln Aufl ösung (326 ppi) 
Rechenleistung A13-Bionic-HexaCore-Prozessor mit 4 GB RAM 
Kommunikation: 4G LTE ,WLAN, Bluetooth, Lightning 
Sicherheit: Gesichtserkennung (Face-ID) 
Verfügbarer Speicher 128 GB / nicht erweiterbar (alternative Modelle mit 64 und 256 GB verfügbar) 
Front- / Rückkameras 12 MP (F2.2)/12 MP WW mit OIS (F1.8 ), 12 MP UltraWW (2.4) 
Versorgung interner Akku Lithium-Ion 3.110 mAh 
Schutzklasse: IP 68 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen bis 2 m Tiefe) 
Stamina ca. 23:00 Std. 
Ladezeit ca. 3:15 Std 
Bootzeit 19 
Lieferumfang Netzteil, Headset mit Lightning-Anschluss 
+ enorme Akkulaufzeit / sehr gute Fotoleistungen 
- schwaches Netzteil 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut – sehr gut 
Bewertung: Apple iPhone 11 Pro
Qualität 50%

Bedienung 30%

Ausstattung 20%

Ausstattung & technische Daten: Apple iPhone 11 Pro
Vertrieb Apple, München 
Telefon 0800 2000136 
Internet www.apple.de 
Technische Daten
Abmessungen (in mm) 71.4/144/8.1 
Gewicht (in g) 188 
Betriebssystem/Oberfläche Smartphone mit iOS 13.1.3 
Display 5,8-Zoll-OLED-Display mit 2.436 x 1.125 Pixel (458 ppi) 
Rechenleistung A13-Bionic-HexaCore-Prozessor mit 6 GB RAM 
Kommunikation: 4G LTE ,WLAN, Bluetooth, Lightning 
Sicherheit: Gesichtserkennung (Face-ID) 
Verfügbarer Speicher intern 64 GB / nicht erweiterbar (alternative Modelle mit 256 und 512 GB sind ebenfalls verfügbar) 
Front- / Rückkameras 12 MP (F2.2)/12 MP WW mit OIS (F1.8) + 12 MP Tele mit OIS (F2.0) + 12 MP UltraWW (F2.4) 
Versorgung interner Akku Lithium-Ion 3190 mAh 
Schutzklasse: IP 68 (Schutz gegen dauerndes Untertauchen bis 4 m Tiefe) 
Stamina ca. 24:30 Std. 
Ladezeit ca. 1:30 Std. 
Bootzeit 17 
Lieferumfang Netzteil (QuickCharge), Headset mit Lightning-Anschluss 
+ sehr gutes Display / sehr gute Fotoleistungen / inklusive Schnelllade-Netzteil 
- Nein 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut – sehr gut 
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Autor Thomas Johannsen
Kontakt E-Mail
Datum 15.12.2019, 14:57 Uhr
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