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Kategorie: Tonarme

Einzeltest: Sorane ZA-12


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Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 1
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Tonarme moderner Bauart zeigen momentan zwei entgegengesetzte Entwicklungen: Entweder geraten sie zur (teuren) Kunst oder zum (günstigen) Pragmatismus. Dass es einen Weg dazwischen gibt, sehen wir beim japanischen Hersteller Sorane

Der Name wird Ihnen nicht bekannt vorkommen, das Sortiment der Tonarme des Herstellers aber schon, zumindest, wenn Sie regelmäßiger Leser dieses Magazins sind. Vor Jahr und Tag haben wir aus selber Quelle bereits zwei wunderbare Tonarme getestet, die funktional hervorragend und optisch durchaus mit eigener Eleganz versehen waren. Damals firmierten die Arme noch unter dem Namen „Abis“ – die Namensrechte scheinen aber inzwischen aus der Hand des Distributors in die des Herstellers IT Industries übergegangen zu sein, was den Wechsel erklärt. Der SA-1.2 war das erste Modell, das optisch doch in einigen Punkten an die Legenden Dynavector DV-505 und 507 erinnerte. Technisch war er dagegen etwas einfacher ausgeführt. Eine Besonderheit des SA-1.2 ist die Auflagekrafteinstellung mittels eines verschiebbaren Gewichts im „Armrohr“, einem geteilten Aluprofil. Dadurch erinnert er technisch schon ein bisschen an unser Testmodell, den ZA-12, der allerdings das Reitergewicht nicht besitzt, sondern konservativ über das Gegengewicht – oder die Gegengewichte – eingestellt wird. Dies hat er gemein mit den beiden anderen Modellen im Sortiment, die wohl der klassischen Vorstellung von einem Tonarm am nächsten kommen: Die beiden wirklich ausnehmend hübschen Arme TA-1 und TA-1L in der traditionellen S-Form und vor allem mit einem richtigen, runden Tonarmrohr. Das kann man vom ZA-12, der seine Längenangabe in Zoll schon im Namen trägt, nicht behaupten: Zwei ineinandergeschobene U-Profile aus Aluminium sorgen für die nötige Stabilität über die doch recht lange Distanz zwischen Tonabnehmer und Tonarm-Drehpunkt. Ehrensache, dass es sich dabei nicht um einfach gefaltete Profile handelt, sondern um Frästeile, bei denen ganz gezielt Zwischenräume gelassen wurden, um eine optimale Balance aus Stabilität, Resonanzarmut und noch leichter Bauweise zu erreichen.
Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 2Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 3Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 4Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 5Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 6Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 7Tonarme Sorane ZA-12 im Test, Bild 8
Die Tonarmkabel verschwinden dabei in zwei kanalgetrennt geführten Röhrchen innerhalb des Armprofils und tauchen erst vorne, kurz hinter dem „Headshell“ auf. Die Anführungszeichen sind hier wohlgewählt: Eine einfachere Konstruktion kann man sich für die Montage eines Tonabnehmers nicht vorstellen – eine weniger resonanzanfällige übrigens auch nicht. Im auslaufenden Profil, das an der Spitze des ZA-12 nur noch flaches Aluminium ist, hat man mit dem erforderlichen Kröpfungswinkel einfach zwei Langlöcher eingefräst – fertig. Ja, das ist extrem schlicht und erinnert tatsächlich an ein paar ganz einfache DJ-Plattenspieler, wo es vorne am Headshell genauso aussieht. Das Ganze funktioniert aber tatsächlich, wenn man die Geometrie einfach mal durchrechnet, denn egal, wie ein Arm geschwungen ist, letztlich dreht sich das gesamte Konstrukt nur um eine Achse, und ausschlaggebend für den Spurfehlwinkel sind letztlich immer nur Überhang und Kröpfung im Zusammenhang mit dem Montageabstand. Sorane gibt an, einen Mittelweg zwischen zwei Geometrien hergestellt zu haben, der einen optimalen Kompromiss in Sachen Musikmaterial darstellt. Nun – einen echten Beweis, welche Tonarmgeometrie für welche Musikrichtung optimal sei, ist man mir bisher immer noch schuldig geblieben, also nehme ich nur die technischen Daten zur Kenntnis. Ab dem Lagergehäuse geht es optisch durchaus etwas konservativer zur Sache: Dieses ist rund und recht kräftig ausgeführt – was dem Arm optisch guttut, denn das Armprofil ist auch deutlich breiter als das Rohr eines herkömmlichen Tonarms. Besonders stolz ist man beim Hersteller auf das dreifach ineinander geschachtelte Vertikallager, bei dem der eigentliche Lagerdorn mit seinem Gegenpart in zwei Hülsen geführt wird und somit besonders genau und gleichzeitig leichtgängig funktioniert. Horizontal ist der ZA-12 in Kugellagern im Schaft gelagert. Auch beim Gegengewicht hat man sich etwas überlegt: Zum einen ist die Messingachse hinter dem Lager nicht starr mit dem Rest des Arms verbunden, sondern gummigelagert. Außerdem gibt es um die Messingseele noch eine Kunststoffhülle mit Gewinde, auf der das Gegengewicht aufgeschraubt wird. Perfekte Entkoppelung also. Bei Bedarf kann zur Erhöhung der Masse ein zusätzliches Gegengewicht aufgeschraubt werden. Das haben wir dann auch gemacht, weniger, weil die verwendeten Systeme so schwer waren, sondern, weil eine Compliance von unter 10 schon nach etwas mehr Masse verlangt. Die beiden Phasemation- Tonabnehmer PP-300 und PP-500 sind jedenfalls eine sehr passende Ergänzung zum Sorane-Arm: Er führt sie mit Übersicht und hoher Kontrolle. Die Abtastung bleibt vom ersten Ton einer Plattenseite bis zur Auslaufrille hin sauber und frei von Verzerrungen – hier zahlt sich die Länge des Arms klar aus. Überhaupt wirkt die Wiedergabe äußerst kontrolliert und sauber – das oberste Gebot der Resonanzfreiheit wird tatsächlich strikt befolgt! Damit einher geht natürlich eine maximal mögliche Dynamik – subjektiv ist der Abstand zwischen den leisesten und den lautesten Tönen, vor allem bei Klassik, schon recht gewaltig – ein Grund mehr, die abgespielten Platten penibel sauber zu halten. Und natürlich – eine Sache bedingt die andere – gelingt so die räumliche Abbildung ganz vorzüglich, denn die feinen Rauminformationen gehen eben nicht unter oder werden verfälscht, sondern akkurat wiedergegeben, so dass der Sorane-Tonarm mit einem passenden System eine exzellente und lebensechte Live- Atmosphäre zaubern kann. Und das funktioniert sogar mit Nicht-High-End- Tonabnehmer. Spaßeshalber habe ich einmal das Audio-Technica AT-95 montiert, das auf unseren „kleinen“ Plattenspielern in dieser Ausgabe montiert war: Hier zeigt sich am deutlichsten, was ein exzellenter Tonarm zu leisten imstande ist. Klar, an die Topsysteme kommen wir nicht heran, aber in Sachen Tonalität, Bandbreite und Dynamik wirkt selbst der ewige Günstigstandard am Sorane wie ein Großer.

Fazit

Optisch und qualitativ außergewöhnlicher Tonarm mit exzellenter Fertigungsqualität, noch dazu zu einem sehr attraktiven Preis.

Preis: um 2100 Euro

Sorane ZA-12


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Axiss Europe, Jörg Labza 
Telefon 0234 3254190 
E-Mail info@axiss-europe.de 
Internet www.axiss-europe.de 
Garantie (in Jahre) 2 Jahre 
Effektive Länge (in mm): 322 
Montageabstand (in mm): 310 
Überhang (in mm): 12 
Offset 16,5° 
Gewicht System: 15 – 40 g 
Unterm Strich ... Optisch und qualitativ außergewöhnlicher Tonarm mit exzellenter Fertigungsqualität, noch dazu zu einem sehr attraktiven Preis. 

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Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
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Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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