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10.4-Kellerkino mit Supersound und „Bat-Watch“: Die Kino-Lounge

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05.08.2022 09:56 Uhr von Redaktion hifitest

Es ist für uns immer wieder ein Erlebnis, die Heimkinos unserer Leser besuchen zu dürfen. Auf unseren Reisen treffen wir dabei auf die unterschiedlichsten Lösungen, den Traum vom eigenen Kino zu realisieren. So auch in diesem Fall, in dem wir nicht nur auf ein gemütliches und klangstarkes Privatkino, sondern auch auf eine extrem sympathische Familie trafen.

Diesmal führt unser Weg ins ostwestfälische Verl, welches wir nach einer Autobahn-Vollsperrung und zwei kleineren Staus mit rund 45-minütiger Verspätung erreichen. Endlich angekommen, werden wir sehr freundlich von Ralph W. empfangen, der es kaum erwarten kann, uns sein Kino-Lounge genanntes Lichtspielhaus zu präsentieren. Und obwohl wir ja schon einige Bilder der Kino-Lounge vorab per E-Mail zugesandt bekommen hatten, stockt uns fast der Atem, als wir das Kellergeschoss des schicken Einfamilienhauses erreichen. Der erste Grund dafür ist das extrabreite, und blau hinterleuchtete Software-Regal, welches im mit riesigen Filmpostern bestückten Flur thront. Doch damit nicht genug, denn der absolute Blickfang in diesem Vorraum ist die lebensgroße Batman-Figur, die den Eingang zu bewachen scheint.

Das Kino

Nach der ausgiebigen Beäugung des Foyers sowie dem Studium der imponierenden Blu-ray-Kollektion führt uns der Familienvater nun endlich in sein Heimkino. Und während der Vorraum optisch eher schlicht, fast schon steril gehalten ist, öffnet sich nun die Tür zu einem extra-gemütlichen Filmpalast, der zu XXL-Filmnächten einlädt. Jetzt geht unsere Entdeckungsreise erst richtig los, und während wir neugierig durchs Kino schlendern, antwortet uns Ralph W. bereitwillig auf die Frage nach der Entstehungsgeschichte seiner Kino-Lounge. „Alles fing an etwa im Alter von zehn Jahren, als ich damit begann, Boxensysteme aus alten TV-Geräten auszubauen und ohne Gehäuse als Lautsprecher zu benutzen. Einige Jahre später, ich absolvierte gerade meine Ausbildung zum Elektriker, verbrachte ich nahezu jedes Wochenende in den umliegenden HiFi-Läden und stellte mir nach und nach eine anspruchsvolle Stereo-Anlage zusammen.“ Mit 20 Jahren entschied sich Ralph W., sein Hobby zum Beruf zu machen und begann seinen neuen Job als Fachberater in einem führenden Elektrofachmarkt.

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Nach einer kurzen Einarbeitungsphase landete der gebürtige Osnabrücker letztlich in der HiFi-Abteilung, die sein Feuer fürs Thema Audio weiter entfachte. „Als 1994 der erste Analog-Surround-Prozessor vorgestellt wurde, kam ich auch erstmals mit dem Thema Surround in Berührung. Zusammen mit einem LaserDisk-Player sorgte dieser nicht nur bei der Kundschaft, sondern auch unter den Mitarbeitern für Furore. Aus dieser Euphorie heraus entstand schnell das erste und sehr erfolgreiche Surround-Studio unserer Filiale“, so Ralph W. Obwohl der eingefleischte Stereofan von der neuen Technik überzeugt war, dauerte es mit dem Erwerb der ersten eigenen, im Wohnzimmer untergebrachten Mehrkanal- Anlage bis ins Jahr 2000. Obwohl das eigene Heimkino ständig aufgerüstet wurde, war der Audiofan nie so richtig mit der vorhandenen Lösung zufrieden, die für ihn nicht mehr als einen Kompromiss darstellte. Nach dem berufsbedingten Umzug im Jahre 2004 wanderte das vorhandene Heimkinoset in einen freien Kellerraum und wurde bereits 2005 um den ersten Beamer erweitert, welcher seine Bilder auf die blanke Wand warf.

Die Entstehung

Auch mit dieser Lösung war Ralph W. noch nicht vollständig zufrieden, da er als Audio-Fachberater und später als Produktmanager eines norddeutschen Lautsprecherherstellers klanglich bessere Lösungen kennenlernen durfte. Als 2005 die Planung für das eigene Haus in Verl anstand, war klar, dass hier ein Raum für das künftige Heimkino unterkommen sollte. „So kam es, dass ich schon während der Planung auf die genaue Einhaltung einiger wichtiger Punkte achtete. Das brachte mir natürlich einige Diskussionen mit dem Architekten ein, dem z.B. die Wichtigkeit der Raumgeometrie nicht sofort beizubringen war. Wichtig war zudem, dass ausreichend Leerrohre für sämtliche Signalkabel und gleich sieben Lautsprecher gelegt werden mussten, was beim Architekten ebenfalls für Unverständnis sorgte.“ Letztlich begann der heute als Geschäftsführer eines Fachhandelsunternehmens in der Unterhaltungselektronik- Branche tätige Filmfan im Herbst 2006 mit der Einrichtung des eigenen Heimkinoraums, welcher perfekte Raumakustik und gemütliches Ambiente vereinen sollte. Zudem sollte ein zweistufiges Podest entstehen, auf dem zwei Sitzreihen unterkommen sollten. Zweistufig deshalb, weil hier sechs Körperschallwandler eingeplant wurden, die jede Explosion spürbar werden lassen. Ebenso war von vornherein klar, dass zwei Center eingesetzt werden sollten. Hier griff Ralph W. auf seine früheren Erfahrungen als Produktmanager zurück, in denen er mit dieser Lösung stets sehr gute Erfahrungen gesammelt hatte. Ein weiterer wichtiger Punkt war, dass das gesamte Kino aufgrund der besseren Bildqualität dunkel gehalten werden sollte, ohne dabei leblos zu wirken. So entschied sich Ralph W. für eine schwarze Stirnwand eine dunkelgraue Farbgebung aller weiteren Wand- und Deckenflächen. Nachdem das Kino scheinbar fertiggestellt war, wurde dem akribisch zu Werke gehenden Soundtüftler relativ schnell klar, dass noch weiteres Entwicklungspotenzial bestand. So wurde das Kino zunächst um einen zweiten Subwoofer und immer wieder um neue Projektoren und Blu-ray-Player erweitert, wobei sich der Ostwestfale letztlich aufgrund des automatischen Zooms und der Schnelligkeit für das heute eingesetzte Duo entschied. Um den eigenen Akustik-Ansprüchen gerecht zu werden, kam es Anfang 2010 zum nächsten großen Upgrade. Dieses beinhaltete die Aufrüstung auf ein neues Lautsprechersystem sowie die Installation eines dritten Subwoofers inklusive automatischer Einmessung, welche speziell im Grundtonbereich eine deutliche Steigerung brachten.

Film ab

Doch genug geredet, denn nun bitten wir um die erste Vorführung. Dieser Bitte kommt der stolze Privatkino-Besitzer mit „Das Boot“ gerne nach. Und noch bevor wir Zeit haben, uns über die Wahl dieser doch schon älteren DVD zu wundern, wird uns der Sinn klar; schon nach wenigen Augenblicken wähnen wir uns selbst an Bord der angegriffenen U96, denn hier geht es ganz klar um die Detaildarstellung: Um uns herum knarrt und quietscht es. Das ängstliche Atmen der Besatzung, das unaufhörliche Tröpfeln des eindringenden Wassers, die leise Fahrt der Turbinen – trotz der geringen Lautstärke bleibt wirklich jedes Detail ortbar und es baut sich ein nahezu perfektes Surroundfeld um uns herum auf. Inwieweit das hier agierende System in der Lage ist laut, ja geradezu explosiv zu Werke zu gehen, erleben wir dann, als die Menschen- Armee den Heimatbaum der Na`vi in Avatar angreift. Hier wird der Sinn der Drei-Subwoofer-Lösung deutlich, welche nicht nur für mehr Druck, sondern hauptsächlich für einen ausgeglicheneren und sauberen Grundton und somit für eine Klangqualität sorgt, wie wir sie bisher noch nicht so oft in privaten Lichtspielhäusern erleben durften.

Fazit

Wie gesagt, es ist für uns immer ein Erlebnis, die Privatkinos unserer Leser besuchen zu dürfen. Doch was uns hier im ostwestfälischen Verl erwartete, kann mit Fug und Recht als echtes Highlight bezeichnet werden. Dafür sorgte nicht nur die exzellente Klangqualität dieses Filmpalastes, sondern ebenso das gemütliche Flair sowie die Offenheit, Freundlichkeit und Gastfreundschaft von Ralph W. und seiner Familie, die uns hier begegnete. Wer also einmal in den Genuss einer Einladung in die Kino-Lounge kommt, sollte sich diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen.

Ausstattung

  • Projektor: Panasonic PT AE 5000 (Full HD)
  • Leinwand: 21:9-Rahmenleinwand Davision Cadre Masque (2,80 x 1,20m)
  • AV-Receiver: Onkyo TX NR3009
  • 9-Kanal-Endstufe: Onkyo PA-MC5500
  • BD-Player: Panasonic DMP BDT110
  • Settop-Box: Topfield TF7710HSCI
  • Lautsprecher: Klipsch Reference 10.0
  • Subwoofer: Klipsch RT-10d, RW12D, RT12D und Elac Sub 211D

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Datum 05.08.2022, 09:56 Uhr