Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: KEF LS50 Wireless Nocturne


Black Beauty

Aktivlautsprecher KEF LS50 Wireless „Nocturne“ im Test, Bild 1
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Na wenn das mal kein außergewöhnlicher Lautsprecher ist: Die KEF LS50 Wireless begeistert bereits in der Standardversion durch erstklassigen Klang und geniale Streaming-Möglichkeiten. Als limitierte Version aus der Hand des niederländischen Designers Marcel Wanders besticht sie zudem durch extravagante Farbgebung – inklusive dezentem Leuchteffekt bei Nacht.

Musikstreaming liegt voll im Trend, denn komfortabel wie nie zuvor lassen sich Musikdaten aus dem Internet, vom Smartphone oder von der heimischen Computer-Festplatte abspielen. Genial einfach gehts dies mit streamingfähigen Aktivlautsprechern, wie einer KEF LS50 Wireless, denn alle benötigten Komponenten wie Mediastreamer und Verstärker befinden sich bereits in der schmucken Kompaktbox. In dem international renomierten Designstudio von Marcel Wanders wurde die LS50 als limitierte „Nocturne“-Version veredelt.

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Dabei wurde das konzentrische Konzept des patentierten Uni-Q-Koaxial Treibers der LS50 grafisch weitergeführt und verleiht dem Kompaktlautsprecher ein prägnantes, modernes Aussehen. Eine Vielzahl kleiner Symbole und Linien fügt sich raffiniert zu einem architektonischen Muster zusammen, welches regelrecht zu leben scheint und subtil sowohl Rhythmus als auch Dynamik allein durch Formensprache transportiert. Der Clou: Im Dunkeln leuchten die mit phosphoreszierender Farbe aufgetragenen Muster in dezentem Grünton. Mit einem vergleichsweise geringen Aufpreis von 350 Euro gegenüber der Standard-Version der LS50 Wireless sind die „Nocturnes“ eine echte Empfehlung für Liebhaber des Extravaganten. Basierend auf der Lautsprecher-Legende LS3/5a hat KEF vor fünf Jahren mit der passiven Version der LS50 einen echten Klassiker geschaffen, der in kürzester Zeit unter audiophilen Lieberhabern zur Ikone wurde. Und exakt diese LS50 wurde ohne Kompromisse zu einer aktiven Variante ausgebaut – der LS50 Wireless. KEFs Streaming-Monitor ist ein nur 30 cm hoher Regal-Lautsprecher, der satte 10 Kilo pro Box auf die Waage bringt. Ein Grund dafür ist sein exzellent verarbeitetes, superstabiles und resonanzarmes Gehäuse mit seiner typischen abgerundeten Front, in der das patentierte Uni-Q-Koaxial-Chassis seinen Platz findet. Dieser außergewöhnliche Treiber mit Magnesium-Aluminium-Membran verfügt im Zentrum des Treibers über eine 25-mm-Aluminium-Hochtonkalotte mit vorgesetztem Tangerine-Waveguide. Letzterer trägt zur ausgezeichneten, breiten Schallabstrahlung des Zwei-Wege-Uni-Q-Chassis bei. Einen großen Anteil an dem phänomenalen Rundstrahlverhalten der KEF LS50 Wireless hat die speziell ausgeformte Membran des Mitteltöners. Die sehr flache Membran sorgt dafür, dass es keinen negativen Einfluss auf die Schallabstrahlung des Hochtöners gibt. Zudem sorgt die gekrümmte Schallwand für eine optimierte Schallführung und für die Minimierung der Kantenreflexionen. Das elliptisch ausgeformte Bassreflexrohr der LS50 Wireless ist an beiden Enden großzügig aufgeweitet, was das Strömungsverhalten ein- und austretender Luft begünstigt und somit Strömungsgeräusche vermeidet. Eine weitere Besonderheit zeichnet das Bassreflexrohr aus: Inmitten des Kanals sitzt eine flexible Einlage, die dabei helfen soll, störende Resonanzen zu eliminieren. Wahlweise ist die LS50 Wireless neben der limitierten „Nocturne-Edition“ in drei Farbvarianten erhältlich: Titangrau mit rötlicher Membran, Hochglanzschwarz mit blauer Membran und in Hochglanzweiß mit kupferfarbener Membran. Auf der Rückseite der LS50 Wireless wird der Unterschied zur passiven Variante deutlich, denn dort sitzt ein passgenau angefertigtes Aktivmodul, welches pro Box gleich zwei Endstufen beinhaltet. So wird jede Box einzeln mit 200 Watt im Tiefmittelton- und 30 Watt im Hochtonzweig versorgt. Richtig gelesen: Die LS50 Wireless ist ein ausgewachsener Bi-Amping-Lautsprecher, der mit einer klassischen Kombination aus passivem Lautsprecher und (zwei) Stereoverstärkern locker mithalten kann. Ein Hochleistungs-DSP sorgt im Aktivmodul für die Trennung von Tiefmittelton und Hochton und korrigiert im gleichen Zug die bei passiven Lautsprechern üblichen Phasen- bzw. Laufzeitprobleme. Um die LS50 Wireless mit Musik zu versorgen, wird lediglich eine digitale (oder analoge) Quelle benötigt, die wahlweise per WLAN, LAN, Bluetooth, optischem Digitalkabel oder analogem Cinchkabel angeschlossen werden kann. Einfacher, praktischer und platzsparender lässt sich eine spielfähige HiFi-Anlage wohl kaum realisieren. Sowohl linker als auch rechter Lautsprecher werden mit Netzkabeln ans Stromnetz angeschlossen, wobei der rechte Lautsprecher als „Master“ in Sachen Anschluss und Signalkontrolle fungiert; die Verbindung zwischen beiden Lautsprecher erfolgt mittels Ethernetkabel. Wahlweise lässt sich die LS50 Wireless per Fernbedienung, per Tasten auf der rechten Box oder per Smartphone-App bedienen. Die kostenlose App (für Android und iOS) wird für die erstmalige Einrichtug des LS50-Musiksystems zwingend benötigt, denn dort werden die nötigen Netzwerkeinstellungen getätigt – ein spezielles Setup-Menü sorgt für problemloses Einrichten des LS50. Doch die LS50-App kann noch mehr: Sie bietet dem Benutzer optimierte Settings für unterschiedliche Aufstellungsarten (wandnah oder freistehend), sogar der Abstand der Box von einer Tischkante kann exakt eingestellt werden. Der Signalprozessor in der LS50 Wireless sorgt dann für entsprechende Frequenzgang- und Phasen-Korrekturen. Auch sind individuelle Settings für mehr oder weniger Tiefbass sowie Hochtonpegel feinfühlig regelbar. Außerdem bietet die KEF-App einen vorzüglichen Mediaplayer, der sogar auf Musikdaten im heimischen Netzwerk zugreifen kann. Das Setup der beiden KEF LS50 Wireless ging im Praxistest problemlos innerhalb einiger Minuten vonstatten – danach konnte der Hörtest mit Musikmaterial vom Smartphone via Bluetooth und vom Netzwerk-Server via Wi-Fi losgehen. Sofort der erste Höreindruck entlockte uns ein „Wow“, denn die beiden kompakten Lautsprecher lieferten eine überraschend weite Räumlichkeit und satte Basswiedergabe. Schon unsere vorher durchgeführte Labormessung der LS50 Wireless zeigte eine für Kompaktlautsprecher ungewöhnlich tiefe und präzise Basswiedergabe. Tatsächlich war in unserem rund 40 qm großen Hörraum kein zusätzlicher Subwoofer nötig, die „kleine“ KEF spielt nahezu so überzeugend wie eine ausgewachsene Standbox. In Sachen Detailtreue und dynamisches Feingefühl konnte die LS50 Wireless mit der Live-Aufnahme von John Mayers „Neon“ weitere Pluspunkte sammeln. Extrem packend und griffig klingen Sänger und Akustikgitarre, offensichtlich ein klares Verdienst der hervorragenden Uni-Q-Punktschallquelle in Kombination mit einer perfekten Abstimmung des Zweiwege-Aktiv-Moduls. In erster Linie machen die LS50 bei jeder Art von Musik richtig Spaß, doch auch als Werkzeug zur Beurteilung der Qualität einer Abmischung und Unterscheidung von Datenraten bis 196 kHz/24 Bit eignet sich die KEF perfekt.

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Fazit

KEFs LS50 Wireless ist ein echtes Highlight auf der ganzen Linie. Dieser bestens verarbeitete Lautsprecher bietet exquisite Klangqualität und faszinierende Räumlichkeit, die in der Kompaktklasse ihresgleichen sucht. Dazu bietet die aktive LS50 Wireless jeden erdenklichen Streamingkomfort und vereint Lautsprecher, Verstärker und Mediastreamer in einem platzsparenden, eleganten Gehäuse zu einem kompletten HiFi-System. Als erfrischend moderne Version in der Marcel Wander „Nocturne“ Edition ist sie sogar ein echtes Kunstwerk für Designliebhaber – eine wahre „Black Beauty“.

Preis: um 2650 Euro

Aktivlautsprecher

KEF LS50 Wireless Nocturne


07/2018 - Michael Voigt

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 2.650 Euro; (2.300 Euro Standardversion) 
Vertrieb: GP Acoustic, Essen 
Telefon: 0201 70390 
Internet: www.kef.com 
Garantie: 2 Jahre 
Maße (B x H x T in mm): 200/300/308 
Gewicht(in Kg): 10 kg 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 27.07.2018, 14:54 Uhr
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