Kategorie: AV-Receiver

Einzeltest: Denon AVC-A11XV


AV und Webmaster

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Der AVC-A11XV ist schon als solches ein superspannender AV-Verstärker. Was man mit ihm und dem neuesten Upgrade für die Ethernetschnittstelle, das exklusiv und erstmalig in HEIMKINO vorgestellt wird, anstellen kann, erfahren Sie im nachfolgenden Testbericht.

Auf der IFA führte uns Denon-Produktmanager Achim Schulz eine kleine, lustige Demonstration vor: Per Internet machte er den einige Meter weiter stehenden AVC-A11XV einfach lauter! Doch damit nicht genug. Per Webbrowser lassen sich seine Einstellungen konfigurieren, vom PC Musikdateien zuspielen und via DSL-Modem Internetradiostationen empfangen. Natürlich war für die HEIMKINO-Redaktion nicht nur dieses Upgrade Grund genug, diesen AV-Boliden zu testen. Denn dieser Verstärker hat es auch ansonsten faustdick hinter den Ohren (oder vielmehr Blechen). Der kleine Bruder des in Ausgabe 3/05 getesteten AV-Schlachtschiffs AVC-A1XV wird für all diejenigen interessant sein, die den superben Klang dieses Verstärkers im eigenen Heimkino erleben möchten, aber auf Scaler und frei konfigurierbare Endstufensektion verzichten können. Nicht zu vergessen, dass sich der Kaufpreis gegenüber dem A1 um satte 2.500 Euro verringert.

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Dennoch ist der AVC-A11XV alles andere als eine Sparausgabe des A1! Bereits seine Anschlusssektion lässt pures Erstaunen aufkommen. Neben den „üblichen“ Anschlüssen finden sich drei HDMI-Eingänge für die gleichzeitige Übertragung von Bild und Ton in digitaler Qualität. Zudem steht ein DVI-D-Eingang zur Verfügung. Unser Hauptaugenmerk bei unserem Testmuster richtet sich natürlich auf das Upgrade (Kosten ca. 300 Euro) für die Ethernetbuchse, die softwareseitig mit einer speziellen Tastenkonfiguration im Menü des Verstärkers konfiguriert werden kann. Hierbei sind natürlich einige Vorkenntnisse aus der PC-Welt zum Thema IPAdresse, Gateway etc. von Vorteil. Der ganz einfache Weg führt über die Einstellung „DHCP ON“ und automatische Vergabe der IP-Adresse in die weite Internetwelt. Mit einem Router und DSL-Modem verbunden, kann der AVC-A11XV über 2000 Internetradiostationen empfangen. Der Service, um immer auf dem aktuellen Stand der empfangbaren Radiostationen zu sein, stammt von „vTuner“ (www.vtuner.com), die nach den Regeln der „Digital Living Network Alliance", kurz „DLNA“, und dem Windows Media Digital Rights Management 10 dem Verstärker die Radiolisten zur Verfügung stellen. Dieser aktualisiert sich selbstständig alle 24 Stunden und ist so immer auf dem neuesten Stand empfangbarer Stationen. Für die Zuspielung von Musik vom PC ist die kostenlos downloadbare Software „Windows Media Connect" und der Windows Mediaplayer 10 für Windows XP erforderlich. Nach Freischaltung der angeschlossenen Komponenten, der AVC-A1XV dient dann als „Client“, lassen sich die Lieblingstitel im MP3- WAV- oder WMA-Format über den Verstärker abspielen. Dieser zeigt die Informationen zu dem jeweils zugespielten Titel nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch im Display an. Doch noch weiterer Komfort wird mit dem Upgrade ermöglicht. Per Eingabe der IP-Adresse des Verstärkers in einen Browser (Internet Explorer o.Ä.) kann zum Beispiel ein Händler die AV-Receiver-Einstellungen einfach vom PC aus konfigurieren. Dies bedeutet natürlich auch ein großes Plus für einen möglichen Service des Fachhändlers, dem Kunden aus der Ferne bei etwaigen Problemen oder Fragen online helfen zu können. Zudem kann der Verstärker in IP-basierende Steuerungssysteme von Crestron oder AMX eingebunden werden.

Technik

Im AVC-A11XV ist modernste Dekodertechnik im Einsatz, die der Wiedergabe bis hin zu dts 96/24 keine Grenzen setzt. Die drei Fließkomma-DSPs von Texas Instruments haben eine Rechenleistung von je 250 MIPS; die 24-bit-/192-kHz-A/D- und D/AWandler stammen aus dem Hause Burr-Brown. Das umfangreiche Videoboard mit 216-MHz-A/D-Wandlern kann sämtliche eingehenden Signale bis hin zur Ausgabe über die HDMI-Ausgänge (1080i) konvertieren. Durch die integrierte Repeater-Funktion können zudem lange DVI-/HDMI-Kabel verwendet werden. Sämtliche Boards und Baugruppen sind strikt voneinander getrennt in dem aufwändig konstruierten Chassis untergebracht. Ein überaus großzügig dimensionierter Ringkerntrafo übernimmt die Spannungsversorgung der Endstufen, der Audio- und Videosektion und der Triggerausgänge, während drei weitere kleinere Trafos für die HDMI-Anschlüsse, die D/A- und A/D-Wandlung, die Video-CPU, und die Haupt-CPU zuständig sind. Bei Verwendung eines 5.1-Lautsprechersets lassen sich die nicht benötigten Endstufen der Rear-Center für die Hörzone 2 oder für den Bi-Amping-Betrieb der Frontlautsprecher verwenden. Apropos Hörzonen: Der AVCA11XV stellt Audio- und Videoausgänge (FBAS und S-Video) für zwei weitere Hörzonen bereit. Die weiteren Highlights: zwei IEEE1394-Eingänge und ein Denon-Link 3rd-Eingang zur Übertragung von hochauflösenden Audiosignalen in allerfeinster Qualität. Als Infrarotgeber kommt die vom AVCA1XV bekannte, lernfähige EL-Touchpanel-Fernbedienung mit Bewegungssensor zum Einsatz, auf der nur die jeweils verwendbaren Tasten aufleuchten.

Setup

Auch beim A11 heißt das Zauberwort für die automatische Einmessung: Audyssey MultEQ-XT. Dieses erstklassige Einmesssystem mit parametrischem Equalizer kann den optimalen Sound für bis zu acht Hörplätze ermitteln. Zudem kann der persönliche Hörgeschmack mit einem 9-bandigen grafischen Equalizer pro Kanal realisiert werden. Die verschiedenen Equalizereinstellungen lassen sich im Livebetrieb einfach per Knopfdruck aufrufen. Das Bildschirmmenü zur Einrichtung des Verstärkers ist zwar recht nüchtern gehalten, aber logisch aufgebaut und in verschiedene Bereiche sinnvoll unterteilt. Kleine „Nützlichkeiten“ wie die Möglichkeit zur Umbenennung der Eingänge erleichtern die Auswahl der richtigen Quelle. Nur auf der Fernbedienung bleiben die alten Quellenbezeichnungen erhalten. ..

Klang

Die Klangpalette des AVC-A11XV reicht von „hammerhart" und „urgewaltig“ bis hin zu „höchst audiophil" und „feinfühlig". Die komplexe Klangkulisse von Maceo Parkers „Mo´ Roots“ trägt er genauso swingend vor wie die Musik ist. Dabei nehmen die Musiker scheinbar mit ihren Instrumenten auf einer breiten und tiefen virtuellen Bühne Platz. So auch bei Diana Kralls „All or nothing at all“ in dts. Der knurrende Kontrabass scheint bei diesem Stück direkt vor dem Zuhörer zu stehen. Nichts für Warmduscher ist der Heimkino- Auftritt des AVC-A11XV! Actionszenen wie in „The Rock“ oder „Pearl Harbor“ lässt der Verstärker hautnah von allen Seiten erleben: Flugzeuge donnern direkt über den Kopf hinweg, und die Explosionen lassen den Griff in den Sofabezug fester werden. Selbst beim einfachsten „Blub“ der Taucher in „The Rock“ entsteht mit diesem Verstärker Höchstspannung.

Fazit

Denons AVC-A11XV ist mit oder ohne Upgrade jeden Cent seines Preises wert. Wer einen wirklich erstklassigen modernen Verstärker besitzen möchte, wird an ihm schwerlich vorbei kommen.

Preis: um 3500 Euro

AV-Receiver

Denon AVC-A11XV

Referenzklasse


10/2009 - Heinz Köhler

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Autor Heinz Köhler
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Datum 08.10.2009, 13:34 Uhr
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