Kategorie: AV-Receiver

Einzeltest: Denon AVR-X2300W


Einen Schritt weiter ...

AV-Receiver Denon AVR-X2300W im Test, Bild 1
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Frei nach dem Motto „Alles neu macht der Mai“ bringen AV-Receiver-Hersteller im Wonnemonat ihre neuste Modelle der Einsteiger- und Mittelklasse auf den Markt. Das Erfolgsmodell AVR-X2200W von Denon wird von seinem Nachfolger beerbt und der trägt hoffentlich dessen klangstarken Gene in sich. Lesen Sie den Test des taufrischen Netzwerk-AV-Receivers AVR-X2300W auf diesen Seiten.

Denon darf sich aktuell freuen Marktführer in der Kategorie „AV-Receiver“ in Deutschland zu sein (gemäß offizieller GfK-Auswertung März 2016). Damit dies in Zukunft auch so bleibt, haben die AV-Spezialisten ihrem neusten Sprössling der 700-Euro-Preisklasse alle wichtigen Features einverleibt, die für ambitionierte Heimkino-Fans wichtig sind. Der prall gefüllte Ausstattungskorb ist mit Dolby Atmos, DTS:X (per Upgrade im August), WLAN, Bluetooth und 4K Ultra HD äußerst lecker. Um den Receiver im Vergleich zum Vorgänger noch weiter nach vorne zu bringen, haben die Ingenieure hier und da an den Stellschräubchen gedreht, reichlich Klangtuning betrieben, die WiFi-Performance optimiert und die High-Res-Audioabspielfähigkeiten erweitert.

AV-Receiver Denon AVR-X2300W im Test, Bild 2AV-Receiver Denon AVR-X2300W im Test, Bild 3AV-Receiver Denon AVR-X2300W im Test, Bild 4AV-Receiver Denon AVR-X2300W im Test, Bild 5
Der Preis ist freundlicherweise gleichgeblieben und liegt bei offiziellen 699 Euro das Stück. Diese Summe geben Heimkino-Aufsteiger und -Enthusiasten gerne für einen AV-Receiver aus. Wer als Hersteller hier patzt und zu wenig Ausstattung oder Leistung anbietet wird schnell abgestraft – Kunden wandern dann ganz schnell zu den Mitbewerbern ab. Kein Wunder also, dass Denon den AVR-X2300W zu einem ihrer wichtigsten Modelle im Portfolio erklärt und die bereits hervorragende Ausstattung des Vorgängers nochmals toppt.    

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Technik & Ausstattung


Optisch ist der AVR-X2300W sehr dezent und gibt erst auf den zweiten Blick seine „Geheimnisse“ preis. Schön, dass Denon das bewährte Design des Vorgängers und auch dessen einfache Bedienbarkeit beibehält. Nach wie vor sind die vier Quickselect-Funktionstasten auf der Front und der Fernbedienung zu finden. Die ermöglichen per simplem Tastendruck den rasanten Zugriff auf bevorzugte Quellen, samt individuell abspeicherbarer Audioeinstellungen für einzelne Quellen. Natürlich ist wie bereits bei den Vorgängern Bluetooth und WLAN an Bord des Denon-Netzwerk-Receivers. Neu ist hierbei, dass die WLAN-Stabilität und dadurch die Performance an entscheidender Stelle nachgebessert wurde. Das integrierte WLAN ist nun Dual-Band-tauglich (2,4 GHz / 5 GHz) und arbeitet so bei hoher WLAN-Dichte (beispielsweise in Mehrfamilienhäusern mit eng bebauter Nachbarschaft) ungestörter und stabiler. Davon profitieren vor allem die Streaming-Fähigkeiten des Receivers via AirPlay, Bluetooth und WLAN. Der Denon-Receiver spielt so gut wie alle Audio- und Videoformate ab, darunter auch unkomprimierte FLAC- oder DSD-Dateien, neuerdings bis zu 5,6 MHz. Per LAN streamt der AVR-X2300W natürlich ebenfalls. Er beherrscht das lückenlose Abspielen (Gapless-Playback) von High-Res-Audiodateien wie FLAC, WAV, AIFF, ALAC und DSD. Acht HDMI-Eingänge, davon einer auf der Front, und zwei HDMI-Ausgänge sind an Bord des AVR-X2300W an. Sie sind HDCP 2.2 kompatibel und damit in der Lage kopiergeschützte 4K-Ultra-HD-Inhalte wiederzugeben. 4K Ultra HD 60Hz, 4:4:4 Pure Color 4K Subsampling, 21:9 Video Passthrough, 3D-Wiedergabe, Aufwärtskonvertierung von Digital-SD und HD-Video auf 4K Ultra HD und sogar eine ISF-Zertifizierung lassen den Denon zum Videoexperten werden. Einen Einschnitt gibt es gegenüber dem Vorgängermodell: ein Upsampling von analogem Signal auf HDMI ist mit dem neuen AV-Receiver nicht mehr möglich.  Auf der Audioseite spendiert Denon seinem Sprössling sieben diskret aufgebaute Verstärkerkanäle mit reichlich Leistung und 4-Ohm-Laststabilität. Wieder dabei ist die Einmessung per Audyssey, das Bassmanagement sowie diverse DSP-Surround-Simulationen. Ebenfalls an Bord sind die Audyssey-Features „Audyssey Dynamic EQ“ sowie „Audyssey Dynamic Volume“ geblieben. Hiermit kann der Rundumklang bei geringen Abhörlautstärken verbessert oder Lautstärkesprünge (zum Beispiel bei Werbespots) reduziert werden. Die vollautomatische Einmessung Audyssey MultEQ XT funktioniert in der Praxis tadellos und kann voraussichtlich ab Herbst auch per App-Unterstützung bedient werden. Wenn das geplante DTS:X-Update im August kommt, wird es auch ein formatübergreifendes Upmixing geben. Dann können im Dolby Surround Mode DTS-Dateien wiedergegeben oder im  DTS Neural:X-Mode Dolby Digital Signale gehört werden. 

Einrichtung & Praxis


Der AVR-X2300W macht es auch unerfahrenen Nutzern sehr einfach, den umfangreich ausgestatteten AV-Receiver in Betrieb zu nehmen. Sogar der Aufbau eines Dolby-Atmos-Systems gelingt dank der Schnellstartanleitung und des übersichtlichen Setup-Assistenten spielend einfach. Die anschaulichen Grafiken des übersichtlichen Menüs wurden stellenweise überarbeitet und geben Klartexterklärungen zu allen Bereichen der Einrichtung. Zum Einmessen wird das beigelegte Messmikrofon am Receiver angeschlossen und am Hörplatz auf Ohrhöhe positioniert. Dazu bietet sich die „Papprakete“ an, die Denon erfreulicherweise dem AV-Receiver als Mikrofonstativ mit ins Paket legt. Audyssey MultEQ XT analysiert bei Bedarf bis zu acht Hörpositionen um den Klang zu perfektionieren. Wer es sich zutraut, kann den AVR-X2300W auch manuell kalibrieren. Unser Testlabor bescheinigt dem Receiver hervorragende Messwerte. Im Stereomodus liefert der Denon 110 Watt an acht und 153 Watt an vier Ohm. Bei Belastung von fünf Kanälen schiebt der schicke Receiver 100 Watt an acht und 85 Watt an vier Ohm in die Lastwiderstände. Wird es dem Denon AVR-X2300W zu viel, schaltet eine Schutzschaltung zuverlässig ab. Im Standby sinkt der Energiebedarf auf 0,3 Watt. 

Klang


Um den Denon AVR-X2300W klanglich auszureizen, haben wir den referenzwürdigen „Mad Max: Fury Road“ in den Blu-ray-Player befördert. Obwohl der Denon nur auf ein Paar Deckenlautsprecher im 5.1.2-Dolby-Atmos-Setup zugreifen darf, spielt er ganz hervorragend räumlich auf. Das bekanntermaßen grandios abgemischte erste Kapitel gibt er sehr detailliert wieder, mit präzise gesetzten Effekten und reichlich Nachdruck im Bass. Die klangliche Abstimmung ist den Denon-Ingenieuren sehr gut geglückt, sie überzeugt mit Ausgewogenheit in allen Lagen. Feinste Details sind präzise wahrzunehmen was der Beginn des vierten Kapitels eindrucksvoll zu erkennen gibt. Auch das plötzliche Umschalten vom Fein- zum Grobdynamischen beherrscht der 700-Euro-Receiver spielend. Bei der Mehrkanalmusikwiedergabe zieht der Denon ebenfalls alle Register und begeistert mit seiner Performance. Stimmen ertönen absolut authentisch, hier verfärbt nichts, das Timbre der Sänger wird perfekt getroffen. Von seiner enormen Ausgewogenheit profitiert der Zuhörer auch im reinen Stereomodus wenn Musik von CD oder per Streaming abgespielt wird. Kein Detail wird ungebührlich in den Vordergrund gestellt, er spielt souverän und zeigt sich auch bei Dynamiksprüngen gelassen. Die räumliche Abbildung gelingt ebenfalls hervorragend, so dass wir den Denon ohne zu zögern als Highlight auszeichnen.

Fazit

Der neue AVR-X2300W von Denon begeistert Musik- und Filmfans gleichermaßen. Er ist hervorragend ausgestattet, lässt sich leicht bedienen und sieht gut aus. Wer in höhere Klangsphären aufsteigen möchte, sollte den 2300er in die engere Auswahl nehmen.

Preis: um 700 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

AV-Receiver

Denon AVR-X2300W

Oberklasse

5.0 von 5 Sternen

10/2016 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 40% :
Tonalität 20%

Räumlichkeit 10%

Lebendigkeit 5%

Dekodierung 5%

Labor 10% :
Leistung 2%

Rauschabstand 2%

Klirrfaktor 2%

Übersprechen 2%

Dämpfung 2%

Praxis 25% :
Verarbeitung (Gerät) 10%

Bedienung (Gerät/ Handbuch/ Fernb.) 15%

Ausstattung 25% :
Ausstattung 25%

Ausstattung & technische Daten 
Preis in Euro 700 
Vertrieb Denon, Nettetal 
Telefon 02157-12080 
Internet www.denon.de 
Technische Daten
Abmessungen (B x H x T) in mm 434/167/339 
Gewicht (in Kg) / Frontplatte Metall (M)/ Kunststoff (K) 9.4/K 
Stereo Leistung, PCM-Stereo (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 153/110 
5-Kanal Leistung, Dolby Digital (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 85/100 
Rauschabstand PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in dB) 99.9 
Rauschabstand Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in dB) 98.1 
Klirrfaktor Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.01 
Klirrfaktor PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.006 
Kanaltrennung, DD, 1kHz; F/F, F/C, F/R (in dB) 76.5/74.6/75.2 
HDMI-Version 2.0, Ausgang mit ARC 
Dämpfungsfaktor 47 
Stromverb. Standby/Passthrough/bei 5 x 1 Watt Ausgangsl. (in W) 0.3//106 
Max. Temperaturerhöhung über Raumtemp. (in °C) 37 
Ausstattung
Dekoder für alle Tonformate/THX Ja / Nein 
Dolby Atmos / DTS:X / Auro-3D Ja / Ja / Nein 
Formate USB DSD (2,8/5,6 GHz), MP3, WAV, WMA, AAC, FLAC, Apple Lossless, JPEG 
Formate Netzwerk DSD (2,8/5,6 GHz), MP3, WAV, WMA, AAC, FLAC, Apple Lossless, JPEG 
DSP-Programme/autom. Einmessung 7/ Ja 
Übernahmefreq. f. Subw./pro Kanal/man. Equalizer 10/ Ja /9-Band graf. 
Frontanschl.: FBAS/HDMI/Audio analog/digital/USB Nein / Ja / Nein / Nein / Ja 
Eing. Audio: analog/Phono/Mehrkanal/opt./elektr. 4/ Nein / Nein /2/0 
Eingänge Video: FBAS/YUV/HDMI 2/0/8 
Ausgänge: analog/opt./elektr./YUV/HDMi 0/0/0/1/2 
Pre-Out: Front/Center/Rear/Subw./SB/FH/FW Nein / Nein / Nein / Ja / Nein / Nein / Nein 
Videokonvert./Scaler/4K-Passtrough/Upscaling Nein / Ja / Ja / Ja 
AV-Sync/Analogpegel einstellb./Input-Rename var./ Ja / Ja 
Multiroom (A/V)/iDevice-kompatibel/AirPlay Ja / Nein / Ja / Ja 
Klangregler/abschaltb./Kopfhörer-Ausg. 2/ Ja / Ja 
FM-Tuner/Internetradio/Sleep-Timer Ja / Ja / Ja 
Fernb. lernf./vorprogr./OSD über HDMI Nein / Ja / Ja 
Netzwerkfunktion/Triggerausgänge/RS232 o.ä. Ja / Nein / Nein 
Dekoder/Endstufen/Gehäusefarben 7.2/7 analog/S/SW 
Sonstiges Dual-Band-WLAN, Gapless-Wiedergabe mit FLAC, WAV, AIFF, ALAC, DSD 
Preis/Leistung sehr gut 
+ + Top-Ausstattung 
+ + HDCP 2.2 kompatibel 
+/- + ausgezeichneter Klang 
Klasse: Oberklasse 
Testurteil: überragend 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 14.10.2016, 10:02 Uhr
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