Kategorie: AV-Receiver

Einzeltest: Denon AVR-X6300H


Multimedial

AV-Receiver Denon AVR-X6300H im Test, Bild 1
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Heos ist Denons Antwort auf die Frage nach kabellosen Multiroom-Musiksystemen, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Da wundert es einen kaum, dass der AV-Spezialist Denon seinen taufrischen 11-Kanäler AVR-X6300H mit Heos ausstattet und zur Zentrale eines Multiroom-Netzwerks werden lässt.

Das „H“ in der Typenbezeichnung gibt die Heos-Familienzugehörigkeit zu erkennen. Den Start bei den AV-Receivern machen die beiden 11- beziehungsweise 9-Kanäler AVR-X6300H und AVR-X4300H, wobei wir uns zum Test das rund 2.500 Euro kostende Flaggschiffmodell in die Redaktionsräume bestellt haben. Produkte dieser Preiskategorie werden von Denon immer mit dem feinsten und modernsten an Technik ausgestattet. So hat der 6300er ziemlich alles an Bord, um ihn zur Schaltzentrale eines ambitionierten Heimkinos und darüber hinaus zu machen. Denon featured seine Heos-Familie aktuell sehr stark, was man daran erkennt, dass es derzeit beim Einkauf eines Denon-AV-Receivers Nachlässe auf den Heos Link gibt und beim Erwerb eines 4300ers oder 6300ers auf Wunsch den kleinen Multiroom- Speaker Heos 1 zum Schnäppchenpreis dazugibt. 

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Ausstattung


Als erster Denon-Receiver überhaupt hat der AVR-X6300H elf Verstärkerkanäle integriert. So gelingt es, ohne weitere externe Endstufen 7.1.4-Konfigurationen für Dolby Atmos oder DTS:X aufzubauen. Denon als Verfechter von Auro-3D wird auch im 6300 dieses Tonformat wieder anbieten. Allerdings müssen sich Käufer eines AVR-X6300H leider noch ein wenig gedulden, bis dafür das Auro-3D-Firmware- Upgrade im Frühjahr 2017 erscheint. Der in Premium-Silber oder Schwarz erhältliche Denon packt die feine Technik in ein dezentes, elegantes Gehäuse im klassischen 43-cm- Format. 14,5 Kilogramm bringt der Receiver auf die Waage, mit dem dicken Trafo, der eine stabile Leistungsabgabe ermöglicht, als Hauptverursacher. Acht HDMI-Eingänge, wovon sich einer hinter der Frontklappe versteckt, und drei HDMI-Ausgänge unterstützen HDCP2.2 voll und ganz. 4K/Ultra-HD-Inhalte mit 50/60 Hz (Full-Rate) und 4:4:4 Pure Color 4K Passthrough werden verarbeitet. Standard- und HD-Videoquellen können auf Wunsch auf eine Auflösung von bis zu 4K mit 50/60 Hz hochskaliert werden. Multimedia Neben den bekannten Features wie WLAN, Bluetooth, AirPlay oder den Fähigkeiten zur Wiedergabe von HiRes-Audioformaten wie ALAC, FLAC, WAV oder DSD-Audio punktet der neue Denon mit der Integration von Heos.

AV-Receiver Denon AVR-X6300H im Test, Bild 2AV-Receiver Denon AVR-X6300H im Test, Bild 3AV-Receiver Denon AVR-X6300H im Test, Bild 4
Über die Heos- App können zahlreiche Online-Musik-Streamnigdienste genutzt und bequem gesteuert werden. Dazu bedarf es eines Kontos, das der Nutzer einmal anlegen muss und das zur Verwaltung aller Heos-Musikdienste benutzt wird. In der App findet sich unter der Registerkarte „Räume“ der AVR-X6300H. Dort ausgewählt, bieten sich mehrere Optionen zur Wiedergabe. Verschiedenste Musikquellen stehen zur Auswahl, darunter diverse Streamingdienste sowie eigene NAS-Laufwerke oder an USB angeschlossene Datenträger. Musiktitel können durchsucht und Playlisten zum Abspielen erstellt werden. Sind mehrere Heos-Geräte in unterschiedlichen Räumen vorhanden, können diese mit Wischgesten gruppiert werden, um darauf dieselbe Musik zu hören. Bis zu 32 Einzelgeräte können in das Heos-System eingebunden werden. 

Praxis


Wie immer ist die bebilderte Schritt-für-Schritt-Aufbauanleitung auf dem Bildschirm oder der Leinwand eine große Hilfe beim Einrichten der Heimkinoanlage. Hier kommen selbst Einsteiger zurecht, doch auch Profis finden hier noch den einen oder anderen nützlichen Hinweis. Elf Verstärkerkanäle bieten eine Menge Möglichkeiten, Lautsprecher anzuschließen – unterschiedlichste Anwendungen sind denkbar. 7.1.4 ist die größtmögliche Dolby-Atmos-Konfiguration mit diesem Receiver; wer das nicht braucht oder lieber verschiedene Hörzonen beschallt, findet mit dem AVR-X6300H ebenfalls den idealen Spielpartner. Ins heimische Netzwerk und ins Internet gelangt man mit dem Denon spielend einfach – per DHCP oder Einrichtung via iDevice gelingt dies in Windeseile und völlig schmerzfrei. Der klassische Weg über die manuelle Vergabe der IP-Adressen ist natürlich ebenfalls möglich. Zur komfortablen Bedienung des Geräts bieten sich die Apps „Heos“ und „Denon 2016 AVR Remote“ an, die für iOS, Android und Kindle kostenfrei zur Verfügung stehen. Wer eine Infrarot-Fernbedienung bevorzugt, kommt mit der übersichtlich gestalteten Systemfernbedienung bestens zurecht. Leider ist sie unbeleuchtet, nicht lernfähig und ohne Display. Denon setzt auf die automatische Einmessung durch das bewährte Audyssey MultEQ-XT32, das in etwa einer Viertelstunde bis zu acht Einzelmesspunkte misst und analysiert. Dabei hilft die einfache, aber sehr effektive „Rakete“ aus Pappe, auf der das Messmikrofon in Ohrhöhe des Zuhörers platziert wird. 

Klang


Da wir gerade die famosen Lautsprecher der Reference-K-Serie von Canton in unserem Heimkino stehen haben, nutzen wir diese, neben unseren bewährten Referenzen, zum Hörtest. In Stereo und ganz ohne Beeinflussung durch eine Einmessung oder die Videoschaltkreise darf der AVR-X6300H im Pure-Direct-Modus beweisen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Wie der Vorgänger spielt er sehr ausgewogen, fein und lebendig auf und überzeugt mit begeisternder Kraft und Substanz in allen Lagen. Stimmen gibt er mit großer Akkuratesse wieder, Instrumente werden plastisch und in realistischer Größe abgebildet. Das Auflösungsvermögen ist hervorragend, auch filigranste Details der Musik werden präzise herausgearbeitet. Für den Mehrkanaltest nutzen wir diverse Testscheiben, darunter die neuesten Discs von Dolby und DTS. Die Demos „Amaze“ und „Gravity“ zeigen beeindruckend, wie sehr die Tonformate Dolby Atmos und DTS:X die Heimkinolandschaft bereichern. Im 5.1.4-Setup packt uns die ungemein räumliche 3D-Wiedergabe des Denon AVR-X6300H, der es hierbei souverän versteht, spektakulär und gleichzeitig sehr aufgeräumt zu klingen. Effekte platziert er millimetergenau da, wo sie hingehören, zudem ist sein Timing absolut perfekt. Natürlich darf „Mad Max“ nicht fehlen, der uns aufgrund seiner akustischen Qualitäten, auch nach 1000-maligem Angucken noch nicht zu den Ohren heraushängt. Das erste Kapitel ist angefüllt mit sprachlastigen Effekten, die von überall her zu kommen scheinen, mal sind sie mitten im Raum, mal hinter dem Hörer, dann wieder weit oberhalb davon oder sie scheinen sich unmittelbar vor der Stirn des Zuhörers zu materialisieren. Der Denon erledigt diese Aufgabe mit traumwandlerischer Sicherheit, bevor dann der brachiale V8-Motor unser Heimkino mit einem Beben aus den Fugen geraten lässt.

Fazit

Der brandneue AVR-X6300H von Denon ist ein prallvoll ausgestatteter AV-Receiver mit hervorragenden Klangeigenschaften, die bei der Wiedergabe von Stereo- oder Mehrkanalmusik sowie beim Abspielen von Filmen für große Begeisterung sorgen. Multiroom- Fans werden sich zudem über die Einbindung in das Heos-System freuen, mit dem der 11- Kanal-AV-Receiver zum Mittelpunkt einer komplexen Multimedia- Landschaft wird.

Preis: um 2500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

AV-Receiver

Denon AVR-X6300H

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

06/2017 - Jochen Schmitt

Bewertung 
Klang 40% :
Tonalität 20%

Räumlichkeit 10%

Lebendigkeit 5%

Dekodierung 5%

Labor 10% :
Leistung 2%

Rauschabstand 2%

Klirrfaktor 2%

Übersprechen 2%

Dämpfung 2%

Praxis 25% :
Verarbeitung (Gerät) 10%

Bedienung (Gerät/ Handbuch/ Fernb.) 15%

Ausstattung 25% :
Ausstattung 25%

Ausstattung & technische Daten 
Preis in Euro 2500 
Vertrieb Denon, Nettetal 
Telefon 02157-12080 
Internet www.denon.de 
Technische Daten
Abmessungen (B x H x T) in mm 434/167/393 
Gewicht (in Kg) / Frontplatte Metall (M)/ Kunststoff (K) 14.5/M 
Stereo Leistung, PCM-Stereo (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 203/150 
5-Kanal Leistung, Dolby Digital (4 Ohm/8 Ohm), 0,7% THD (in W): 104/97 
Rauschabstand PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in dB) 95.7 
Rauschabstand Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in dB) 95.3 
Klirrfaktor Dolby Digital, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.01 
Klirrfaktor PCM-Stereo, Front, 5W, 1kHz (in %) 0.003 
Kanaltrennung, DD, 1kHz; F/F, F/C, F/R (in dB) 84.6/86.5/90.9 
HDMI-Version 2.0a, HDCP2.2, Ausgang mit ARC 
Dämpfungsfaktor 61 
Stromverb. Standby/Passthrough/bei 5 x 1 Watt Ausgangsl. (in W) 0.3/2.6/201 
Max. Temperaturerhöhung über Raumtemp. (in °C) 41 
Ausstattung
Dekoder für alle Tonformate/THX Ja /– 
Dolby Atmos / DTS:X / Auro-3D Ja / Ja / Ja 
Formate USB FLAC HD 192/24, ALAC 96/24, WAV 192/24, MP3, WMA, AAC, FLAC, WAV, AIFF, ALAC, DSD5.6 
Formate Netzwerk FLAC HD 192/24, ALAC 96/24, WAV 192/24, MP3, WMA, AAC, FLAC, WAV, AIFF, ALAC, DSD5.6 
DSP-Programme/autom. Einmessung 7/ Ja 
Übernahmefreq. f. Subw./pro Kanal/man. Equalizer 10/ Ja /9-Band graf. 
Frontanschl.: FBAS/HDMI/Audio analog/digital/USB Ja / Ja / Ja / Nein / Ja 
Eing. Audio: analog/Phono/Mehrkanal/opt./elektr. 7/ Ja / Nein /2/2 
Eingänge Video: FBAS/YUV/HDMI 5/0/8 
Ausgänge: analog/opt./elektr./YUV/HDMi 0/0/0/1/3 
Pre-Out: Front/Center/Rear/Subw./SB/FH/FW Ja / Ja / Ja / Ja / Ja / Ja / Ja 
Videokonvert./Scaler/4K-Passtrough/Upscaling Ja / Ja / Ja / Ja 
AV-Sync/Analogpegel einstellb./Input-Rename var./ Ja / Ja 
Multiroom (A/V)/iDevice-kompatibel/AirPlay Ja / Ja / Ja / Ja 
Klangregler/abschaltb./Kopfhörer-Ausg. 2/ Ja / Ja 
FM-Tuner/Internetradio/Sleep-Timer Ja / Ja / Ja 
Fernb. lernf./vorprogr./OSD über HDMI Ja / Ja / Ja 
Netzwerkfunktion/Triggerausgänge/RS232 o.ä. Ja / Ja / Ja 
Dekoder/Endstufen/Gehäusefarben 11.2/11 analog/Silber / Schwarz 
Sonstiges Denon Link HD, Eco-Mode, Gapless-Wiedergabe, Spotify Connect 
Preis/Leistung sehr gut 
+ + Integration in Heos-Welt 
+ + klingt ausgezeichnet 
+/- + toll verarbeitet 
Klasse: Spitzenklasse 
Testurteil: überragend 
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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
Kontakt E-Mail
Datum 17.06.2017, 10:00 Uhr
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Topthema: Philips 65OLED936
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