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Kategorie: Beamer

Einzeltest: JVC DLA-N5


DILA in 4K

Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 1
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Es ist immer schwierig, zur Konkurrenz aufzuschließen, entweder macht man preislich Druck oder man liefert zum ähnlichen Preispunkt einen deutlichen technischen Vorsprung. Im Falle der aktuellen echten 4K-Beamer von JVC sollte dieser Vorsprung schon buchstäblich deutlich sichtbar sein, schließlich hat man sich einige Zeit gelassen, um der Konkurrenz von Sony die Stirn zu bieten. Mit dem DLA-N5 hatten wir nun den günstigsten der drei neuen Beamer mit nativer 4K-Auflösung im Test, allerdings waren sicher nicht nur wir sehr gespannt auf das, was der Benjamin da auf die Leinwand bringt.

Mit dem Preis von knapp unter 6.000 Euro ist der DLA-N5 zwar der günstigste der drei Neuen, aber beileibe kein Schnäppchen. Liegt der UVP des direkten Kontrahenten von Sony doch immerhin knappe 1.000 Euro darunter, vom aktuellen Straßenpreis ganz zu schweigen. Keine Frage also, der JVC würde es schwer haben, deshalb die gute Nachricht gleich vorweg: Auch den DLA-N5 bekommen Sie außer im matten Heimkino-Schwarz alternativ mit wohnzimmertauglichem weißen Gehäuse, ganz so wie es die Konkurrenz macht.


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Alles neu?

Sonst ist alles anders, zumindest im Vergleich zum VWL-VP270 von Sony, dem designierten Gegner. Aber auch zum Vorgänger, dem DLAX5900 tun sich nur noch wenige Parallelen auf. So ist das Gehäuse des DLA-N5 etwas größer, gleichzeitig etwas runder und damit eleganter geworden, es wirkt einfach nicht mehr so bullig. Das mutmaßlich erweiterte Raumangebot wurde indes gut genutzt, die Wege der Kühlluft strömungstechnisch optimiert und das ohnehin schon sehr dezente Lüftergeräusch noch unauffälliger, weil dessen Frequenzen in angenehmere Bereiche verlagert werden konnten. Optik und Leuchtmittel sind offenbar vom Vorgänger übernommen worden, was eben auch auf die dynamische Iris zutrifft.

Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 2Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 3Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 4Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 5Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 6Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 7Beamer JVC DLA-N5 im Test, Bild 8
Diese geht beispielsweise dem günstigsten Sony ab und bleibt seinen deutlich teureren Brüdern vorbehalten. JVC hat die Irissteuerung dagegen so weit optimiert, dass diese selbst im Einstiegsgerät, denn als das ist der N5 im nativen 4K-Segment durchaus zu betrachten, in Aktion kaum zu hören ist. Wen die automatische Nachregelung dennoch stört, der stellt die Iris einfach in den manuellen Betrieb und kann dann in fünf Stufen zwischen offener und geschlossener Blende auswählen. Besonders stolz kann man bei JVC auf die Clear Motion Drive genannte Bewegungskompensation sein. Diese lässt sich in zwei, streng genommen eigentlich drei Stufen einstellen; die dritte ist der sauberen Darstellung von Material in NTSC-24p-Material vorbehalten. Selbst für die richtig fiesen Sequenzen unserer neuen Testdisk reicht es, die Clear-Motion-Drive-Einstellung „hoch“ auszuwählen, um eine möglichst artefaktfreie Darstellung zu erreichen. Das alles geht direkt von der ebenfalls neu gestalteten Fernbedienung aus, direkt per Druck auf die „C.M.D.“-Taste.


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Setup und Bildqualität

Die Installation des DLA-N5 ist so komfortabel wie flexibel; die motorisierte Optik erleichtert wie immer die perfekte Ausrichtung auf die Leinwand. Wer möchte, kann zudem die Bildparameter wie Farbton und Helligkeit quasi per Knopfdruck individuell auf das verwendete Tuch optimieren, dazu sind die gängigsten Leinwandtücher in den insgesamt 148 Screen-Modi des Beamers hinterlegt und können dort abgerufen werden. Anschließend können diese Einstellungen zusammen mit denen der Optik in insgesamt 10 Presets hinterlegt werden – das nenne ich mal komfortable Optimierung. Allerdings ist der N5 allein schon wegen seiner Abmessungen eher für den stationären Betrieb ausgelegt, und da reicht im Grunde die Lens-Memory, die bis zu fünf unterschiedliche Konfigurationen der Optik als Preset abspeichert, zum Beispiel, um gelegentlich einen Anamorphoten, also eine 21:9-Vorsatzlinse zu aktivieren. Davon unabhängig war unser Testmuster auf den Bildmodus „Natürlich“ eingestellt und lief mit geringer Lampenhelligkeit, was uns außer einem geringen Betriebsgeräusch obendrein noch eine vorbildliche Farbreproduktion beschert, was die anschließende Messung mit dem Calman-Messsystem bestätigt. Im Grunde ist der DLA-N5 also direkt betriebsbereit. Wir waren jedoch vor allem an der Performance des JVC in Sachen HDR interessiert. Die entsprechenden Spezifikationen fordern ja außer einer erhöhten Kontrastdynamik auch einen erweiterten Farbraum. Deshalb stellen wir den Bildmodus auf HDR, der unter anderem den erweiterten DCI-Farbraum zur Verfügung stellt. Die Messung zeigt dann eine tatsächliche Abdeckung des erweiterten DCI-P3-Farbraumes bis zu 80 %, was für einen Beamer ein hervorragendes Ergebnis ist, zumal der JVC das über nahezu alle Sättigungsstufen sehr homogen macht, von der Grün-Sättigung einmal abgesehen. Hier gibt es allerdings auch in höheren Preisregionen kein besseres Ergebnis. Bezeichnend ist zudem, dass es dem DLA-N5 gelingt, auch den Gammawert entsprechend anzupassen, hier gilt es, das Gamma an die sogenannte PQ-Kurve anzugleichen, für einen Beamer keine leichte Aufgabe. Aber auch hier schlägt sich der JVC sehr gut. Das lässt sich nicht nur messtechnisch ermitteln, bei entsprechendem Ausgangsmaterial erfreut uns der DLA-N5 mit nahezu plastischen, knackscharfen Bildern, und sorgt zudem mit seiner nochmals verfeinerten Clear-Motion-Drive-Bewergungserkennung und Zwischenbild-Berechnung gleichzeitig für flüssige Bewegungen.

Fazit

Der JVC DLA-N5 kann auf ganzer Linie überzeugen, er zeigt deutlich, dass sich der technische Vorsprung der Konkurrenz durchaus ein- und sogar überholen lässt. Er zeigt aber ebenso deutlich, dass Konkurrenz außer dem Geschäft eben auch den technischen Fortschritt belebt. Bleibt nur die Frage, ob und wie die beiden teureren Brüder dieses Debüt noch toppen sollen.

Preis: um 5990 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
JVC DLA-N5

Referenzklasse

4.5 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Bild 60% :
Kontrast 10%

Farbwiedergabe 10%

Schärfe 10%

Geometrie 10%

Rauschen 10%

Bildruhe 10%

Praxis 15% :
Zoomfaktor 5%

Lüftergeräusche 5%

Betriebskosten 5%

Bedienung 15% :
Gerät 5%

Fernbedienung 5%

Menüs 5%

Ausstattung 5% :
Ausstattung 5%

Verarbeitung 5% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Preis (in Euro) 5990 
Vertrieb JVC Kenwood, Bad Vilbel 
Telefon 06101/4988-100 
Internet www.jvc.de 
Messwerte
Lumen (Lt. Hersteller) 1800 
Lumen (gemessen im eco-mode) 1120 
Bildhelligkeit (bei 6500 Kelvin) ...schwarz/weiß 0.03/1120 
ANSI-Kontrast 365:1 (HDR-Modus) 
Full-on- / Full-off-Kontrast 37300:1 
Ausleuchtung (in %) 97 
Betriebsgeräusch (0,5m/dB(A)) (in dB) < 30 
minimaler/ maximaler Abstand (bei 2m Bildbreite) (in m) 2.72/5.52 
Projektionsverhältnis/ Zoomfaktor 1,36~2,76 :1/2 
Gamma (D65) 2.3 
Abmessungen B x H x T (in cm)/ Gewicht (in Kg) 50/23.4/49.5/19.8 
Stromverbr. Aus/ Standby/ Betrieb –/< 0,3 W/380 W / 300 W (Eco) 
Lampenart/ Lampenleistung NSH 265W 
Preis Ersatzlampe 450 
Lebensdauer Lampe (in Std) standard/eco; Kosten pro Std (in cent) 4500 / k.A./10 
Ausstattung
Projektionsprinzip 3xLCD, 0,69 Zoll 4K D-ILA Chip 
Native Auflösung 4096 x 2160 
3D-Verfahren Frame Packing, Side-by-Side, Top & Bottom 
Anschlüsse:
...Video/ S-Video Nein / Nein 
...Komponenten/ SCART Nein / Nein 
...VGA/ RGB/ DVI/ HDMI Nein / Nein / Nein / Ja 
...Audio/ 12 Volt Trigger/ RS-232C Nein / Ja / Ja 
...Full HD Ja 
Motorischer Zoom/ Fokus Ja / Ja 
Rückpro/ Deckenpro Ja / Ja 
Trapezausgleich Ja /- 80% v, +/- 34% h 
Lens-Shift (manuell/motorisch) Nein / Ja 
Formatumschaltung 4:3-Schaltung, diverse Zoom-Modi 
Fernbedienung/ Beleuchtet Ja / Ja 
Signalkompatiblität 480p, 576p, 720p 60/50, 1080i 60/50, 1080p 60/50/24, 3840 x 2160p 60/50/30/25/24, 4096 x 2160p 60/50/30/25/24 
Besonderheiten native 4K-Auflösung, 2 x HDMI mit 18Gbps 
Preis/Leistung sehr gut 
+ herausragende Bildqualität 
+ sehr gutes Farbmanagement 
-
Klasse Referenzklasse 

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Autor Thomas Johannsen
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Datum 10.07.2019, 14:56 Uhr
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Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
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Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
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