Kategorie: Beamer

Einzeltest: JVC DLA-X35R


Bitte einsteigen!

Beamer JVC DLA-X35R im Test, Bild 1
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X3, X30, X35 – die Einstiegsvariante in die 3D-fähige DLA-Technik von JVC ist nun in der dritten Generation verfügbar. Wir fühlen dem JVC DLA-X35 gründlich auf den Zahn.

Wer die Beamer von JVC kennt, weiß, dass man selbst bei der günstigsten in der mittlerweile auf vier Geräte angewachsenen Familie auf die generell hohe Qualität der DLAs vertrauen kann. Alleine der hohe native Kontrast und der phänomenale Schwarzwert sind bereits zwei extrem reizvolle Kaufargumente. Doch der X35 hat noch mehr zu bieten. 

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Projektor und Technik


Da ist zunächst das äußerst robuste, formschöne, in Mattweiß und Mattschwarz erhältliche Gehäuse, das es auf stattliche 14,8 Kilogramm Lebendgewicht bringt. Sparpotenzial sah man in der Verschlusstechnik der Optik, die beim X35 mit einer Kunststoffkappe auskommen muss, während die höheren Modelle mit einer elektronisch ausfahrbaren Variante ausgestattet sind. Während die Linsen unverändert blieben, hat man auch dem kleinen Familienmitglied die neue SHP-Lampe spendiert, die mit 230 anstelle der bisherigen 220 Watt arbeitet. Der Vorteil dieser Leuchtquelle: Sie hat eine deutlich höhere Lampenlaufzeit und ist mit 4000 Stunden anstatt bisher 3000 angegeben – natürlich im Ecomodus. Gleichzeitig trägt sie ihren Anteil dazu bei, dass inklusive der überarbeiteten optischen Einheit ein gesteigerter Lumenwert von 1300 (X30: 1200) möglich ist. Dies wirkt sich selbstverständlich auch auf den 3D-Betrieb aus, der von weiteren Neuerungen profitiert: Das neue Brillenmodell PK-AG3 ist deutlich schlanker, leichter und nutzt andere Filterelemente, die lichtdurchlässiger sind. Viel wichtiger jedoch ist, dass man vom alten Infrarotverfahren Abstand nahm und nun per Funk die dreidimensionalen Daten überträgt.

Beamer JVC DLA-X35R im Test, Bild 2Beamer JVC DLA-X35R im Test, Bild 3Beamer JVC DLA-X35R im Test, Bild 4
Das wiederum bedeutet, dass gegenseitige Störeinflüsse mit dem Infrarotgeber unterbleiben und das Signal noch zuverlässiger zur Brille gelangt. Zusätzlich integrierte man neue 3D-Schaltkreise, die ein Übersprechen verringern sollen, und erreichte durch steilere Flanken und besseres Timing mehr Lichtausbeute und weniger Ghosting im 3D-Betrieb. Softwareseitig spendierte man dem X35 noch dazu einen Gammamodus im 3D-Betrieb mehr. Weiterhin verzichten muss man beim DLA-Einstiegsmodell auf die 4k-Darstellung über das E-Shift sowie auf ein vollwertiges Color-Management. In Sachen Anschlüssen hat im Prinzip keine Veränderung stattgefunden – ausgestattet mit zwei HDMI-, je einem Komponenten-, einem Video- und einem S-Video-Input muss man beim X35 gegenüber seinen größeren Brüdern lediglich auf die D-SUB-15-Buchse verzichten. 

Setup und Signalverarbeitung


Dem Karton entnommen, steht der X35 im Bildmodus „Natürlich“ und im erweiterten Farbraum. Der zeigt von den drei wählbaren dann auch in der Tat die knalligsten und buntesten Farben. Fast sämtliche Farben liegen deutlich abseits der Norm. Erstaunlich jedoch, wie akkurat sich Graustufen und Gamma werksseitig präsentieren. Für unsere Kalibrierung bleiben wir aufgrund des guten Gammas und der sehr guten Helligkeitsverteilung im Preset „Natürlich“, wechseln jedoch in den Farbraum „Standard“. Da es keine Farbraumkalibrierung gibt, müssen wir mit deren Ergebnis, das sich jedoch sehr neutral zeigt, vorlieb nehmen. Um die Graustufendarstellung noch etwas zu perfektionieren und die leichte Grünüberbetonung herauszunehmen, bemühen wir die RGB-Gain-Offset-Justierung und erhalten mit wenigen Handgriffen perfekte Graustufen – und zwar über den gesamten Helligkeitsanstieg, ohne dass sich Gain- und Offsetparameter bei 20 und 80 IRE beeinflussen. Selbst das Gamma liegt immer noch perfekt. Zwar gäbe es noch eine mehrstufige individuelle Gamma-Anpassung für alle Grundfarben, doch bereits so bleibt kaum etwas zu verbessern. Ist er kalibriert, überrascht uns der gute Schwarzwert von 0,04 im Eco-Modus kaum und zeigt, dass JVC nach wie vor die Speerspitze beim nativen Schwarz ohne Irisblende ist. Im Sparmodus der Lampe stehen bei Mittel-Zoom-Stellung dann 660 Lumen zur Verfügung, die bei identischem Schwarz im hohen Lampenbetrieb auf 900 Lumen anschwellen können. Dies allerdings unter hörbarem Geräusch des Lüfters. Der ANSI-Kontrast liegt mit 385:1 gar auf dem Niveau des X55 (366:1) und der Maximalkontrast im Eco-Betrieb von 16500:1 (ebenfalls Zoom- Mittelposition) ist aller Ehren wert. Wie seine größeren Brüder leistet sich der X35 nur winzige Schwächen in puncto De-Interlacing und Upscaling, präsentiert die saubersten Signale bei 720p und 1080i/p. Schön, dass die Techniker dem kleinsten DLA eine sehr saubere Konvergenz mitgaben, denn die Korrektur ist beim X35 nur in Ganzpixel-Schritten über das ganze Bild möglich, ohne die Differenzierung auf einzelne Cluster wie es ab dem X55 der Fall ist. 

Bildqualität


Es ist immer wieder erstaunlich, wie dynamisch die JVCs kontraststarke Bilder wiedergeben. Schon hundertmal geschaute Szenen wie die Anfangssequenz aus „Dinosaurier“ leben erneut auf. Wo andere Projektoren mit Hilfs-Iris dennoch die Details im Schwarz versumpfen lassen oder matt und gräulich wirken, demonstriert der X35, was es heißt, auch in der dunkelsten Dunkelheit noch Einzelheiten herauszuarbeiten. Der Schwarzwert und der Im-Bild-Kontrast machen derart viel Spaß, dass kontrastintensive Szenen wie die Allsequenz zu Beginn von „Avatar“ selbst in 2D bereits dreidimensional wirken. Die Planeten und das Space Shuttle treten extrem plastisch aus der dunklen Umgebung hervor, und dennoch sieht man jeden Stern im Hintergrund funkeln – toll! 

3D-Wiedergabe und Clear Motion Drive


Neu beim X35 ist die Verbesserung der Software im 3D-Betrieb. Per 17-stufiger Regelung lässt sich der Crosstalk, also das Übersprechen zwischen linkem und rechtem Bild, einstellen. Während dies bei sehr gut gemasterten Scheiben wie „Avatar“ kaum notwendig ist, darf der Regler bei entsprechend schlecht produzierten Filmen wie „Sammys Abenteuer“ gerne auf Maximum in den Minusbereich (-8) gehen. Dies allerdings unter dem Kompromiss, dass dann auch weniger Helligkeit zur Verfügung steht. Die Helligkeit selbst reicht, sofern man in den 3D-Modus wechselt, maximal für Bildbreiten von 2,6 Metern. Richtig eingestellt überzeugt die 3D-Wiedergabe mit sehr schöner Tiefe ohne Geisterbilder. Fantastisch plastisch wird es zum Beispiel bei „Avatar“, wenn die Rekruten aus ihrem Tiefschlaf geholt werden (2’00). Die neue Brille ist leichter, angenehmer zu tragen und durch die Funkansteuerung wesentlich zuverlässiger. Leider flackert es ein wenig, und die Kombination aus 3D-Wiedergabe und Clear Motion Drive (der Zwischenbildberechnung bei JVC) bleibt nach wie vor unterdrückt. Die 2D-auf-3DKonvertierung lässt sich in ihrer Intensität in fünf Schritten einstellen, wobei ab Stufe drei bereits deutlich sichtbare Doppelkonturen entstehen und der Effekt grundsätzlich relativ schwach bleibt. Bei der Zwischenbildberechnung „C.M.D.“ bleibt es wie schon beim Vorgänger: Der Modus „gering“ ist einen Blick wert, da er weniger künstlich wirkt und auch kaum zu Artefakten und Fehlern neigt, während der Modus „Hoch“ deutliche Artefakte offenbart, Details mitunter wegrechnet und grundsätzlich sehr artifiziell wirkt. Wer der Einstellung „gering“ eine Chance gibt, darf sich dafür über deutlich ruhigere Bilder freuen.

Fazit

Bitte einsteigen – wer auf das letzte Tüfteln über Kalibrierungsmöglichkeiten verzichten kann und einfach einen fantastisch kontraststarken, mit einem großartigen Schwarzwert versehenen und dennoch hellen Beamer mit hervorragender Signalverarbeitung haben möchte, der kommt am JVC DLA-X35 kaum vorbei. 

Preis: um 3000 Euro

Beamer

JVC DLA-X35R

Spitzenklasse


07/2013 - Timo Wolters

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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 05.07.2013, 08:56 Uhr
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