Kategorie: Beamer

Einzeltest: Sharp XV-Z18000


Weiße Magie

Beamer Sharp XV-Z18000 im Test, Bild 1
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Etwas über zwei Jahre ist es her, dass Sharp mit dem XV-Z21000 ins Full-HD-Geschäft einstieg. Nun legt der Hersteller mit dem XV-Z18000 einen hoch spannenden Projektor nach.

Es hat sich viel getan in den letzten zwei Jahren und vor allem in Sachen Schwarzwert und Kontrast überbieten sich die Hersteller in ihren Angaben mittlerweile gegenseitig. Während die Vertreter der LCD-Fraktion gute Schwarzwerte vor allem aufgrund einer dynamischen Iris erreichen, verzichtete man im DLP-Lager auf diese Technik bisher weitgehend und vertraute auf die überlegene Chiptechnik. Das war den Entwicklern von Sharp jedoch nicht genug, weshalb sie dem Z18000 nun ebenfalls Blendentechnik spendierten, um ganz neue Grenzen der Bilddarstellung auszuloten.

Projektor und Technik

Neben einer fest integrierten Blende, die in zwei Positionen schaltbar ist und entweder die volle Helligkeit der Lampe passieren lässt oder den Lichtstrom auf maximale Kontrastausbeute trimmt, kommt im Sharp auch eine dynamische Iris zum Einsatz, die adaptiv zum Bildinhalt den Lichtstrom öffnet oder beschränkt, um den in der Praxis so wichtigen Im-Bild-Kontrast zu optimieren - dieser entscheidet letztlich über den tatsächlichen Bildeindruck und vermittelt das Gänsehautfeeling beim Heimkinogenuss. Gänsehautfeeling entsteht allerdings schon beim ersten Blick auf das Gerät, denn das in Weiß lackierte Gehäuse sieht schon sehr sexy aus.

Beamer Sharp XV-Z18000 im Test, Bild 2Beamer Sharp XV-Z18000 im Test, Bild 3Beamer Sharp XV-Z18000 im Test, Bild 4Beamer Sharp XV-Z18000 im Test, Bild 5
Um das Objektiv vor Staub zu schützen, hat Sharp dem Beamer eine Abdeckung spendiert, die man bei Nichtbetrieb über die Linse schieben kann - im Bereich der DLP-Beamer ein einzigartiges Feature. Die Bedienung auf der Geräteoberseite ist logisch aufgebaut und bietet große und griffgünstige Tasten. Anschluss an den Beamer finden Signale analoger und digitaler Natur in vielfacher Form. Hervorzuheben sind dabei die beiden HDMI-Buchsen, die in der Version 1.3 vorliegen und Full-HD-Signale in jeder Auflösung und Frequenz akzeptieren. Der Beamer selbst verarbeitet selbstverständlich Material bis 1080p in originaler Filmfrequenz von 24 Hz. Im Inneren des Sharp arbeitet eine 250-Watt-SHP-Lampe, die laut Hersteller bis zu 1400 ANSI Lumen Lichtleistung erbringen soll, sowie ein Sechs- Segment-Farbrad, welches sich mit sechsfacher Geschwindigkeit dreht. Dass der Sharp dabei mit 23 dB im Ecobetrieb ein kaum hörbares Lüftergeräusch entwickelt, ist das Tüpfelchen auf dem „i“.

Setup und Bildqualität

Sharp liefert den XV-Z18000 mit sechs unterschiedlichen Bild-Presets aus, von denen „Kino2“ die Farbtemperaturnorm von 6500 Kelvin am genauesten trifft. Nach geringfügigen Korrekturen von Helligkeit, Kontrast sowie Rot- und Blauregler demonstriert der Sharp einen mustergültigen Graustufenverlauf. Verblüffung erzielt er dann bei der Messung des Maximalkontrasts im eingerichteten Zustand - hier schlagen im Eco-Betrieb der Lampe bereits 17.000:1 zu Buche, im hohen Lampenbetrieb gar über 20.000:1. Dies sind die höchsten Werte, die wir je bei einem DLP-Projektor messen konnten und im subjektiven Bildeindruck schlägt die Bildtiefe auch LCD-Beamer, deren Werkskontrastangaben oft utopisch hoch sind und auch nur in Bildmodi erreicht werden, die verfälschte Farben mit sich bringen. Der Sharp leistet diese Bildtiefe im Heimkino- optimierten Modus und ist somit ohne Vergleich. In beiden Lampen-Modi arbeitet die Auto-Iris zuverlässig und vollständig ohne dunkle Bildanteile zu verschlucken, holt dabei zudem einen fantastischen Schwarzwert von 0,02 Lumen heraus. Dabei leistet der Sharp 350 Lumen bereits im Eco-Modus und gar 810 Lumen im Normalbetrieb der Lampe - wohlgemerkt unter fürs Heimkino optimierten Einstellungen. Mit dem Sharp sind demnach Bildbreiten bis zu vier Metern selbst unter Restlichtbedingungen kein Problem. Für Konsolenspieler gibt es zudem einen spezielles „Game“-Preset, das mit gut 1000 Lumen nochmals mehr Licht ausgibt und so selbst Tageslichtprojektion erlaubt.

SD-Signale

Der Sharp verarbeitet Signale, die nicht seiner originären Auflösung von 1920 x 1080 Zeilen entsprechen, auf ganz hervorragende Weise. Schon mit der PAL-Auflösung von 720 x 576 erlaubt er sich keine Blöße und rechnet die Signale einer DVD vorbildlich und ohne sichtbare Artefakte hoch. Auch sein De-Interlacing arbeitet tadellos und wandelt Halbbilder zuverlässig in Vollbilder um. Ehrensache, dass man den Overscan auf null Prozent regeln kann und so eine Pixel-to-Pixel-Darstellung möglich ist. Herausragend ist seine Darstellung bei Farbverläufen - selbst schwierige Szenarien, wie Sonnenuntergänge zeigen keinerlei Abstufungen. Auch Bildunruhen lassen sich nicht ausmachen und so machen selbst mittelmäßige DVDs viel Spaß auf dem XV- Z18000.

HD-Signale

Spätestens hier kommt noch eine weitere hervorragenden Eigenschaft des Sharp zur vollen Entfaltung - seine extrem gute Schärfe. Blu-rays in 1080p-Auflösung erscheinen so plastisch auf der Leinwand, dass man selbst bei altbekannten Lieblingsfilmen noch neue Details entdeckt, die man bisher nicht gesehen hat. Dabei sind dem XV-Z18000 Artefakte oder Überschärfungen fremd und so sind im dritten Kapitel von „Casino Royale“ noch Einzelheiten an den Palmen zu erkennen, die man bisher nur erahnte. Der „Sharp“ macht seinem Namen also alle Ehre und ist einer der Schärfsten seiner Zunft. Die Funktion der Auto-Iris lässt sich sehr schön bei den Kontrastsprüngen in „Riddick - Chroniken eines Kriegers“ überprüfen, und auch hier müssen wir attestieren, dass diese ihre Arbeit hervorragend verrichtet, weder ein sichtbares Bildpumpen erzeugt, noch akustisch auffällig wird. Es gibt dazu nichts, was den Beamer aus der Ruhe bringen könnte – egal ob düsterer Science-Fiction-Streifen, bunte Animationsfilme oder kontraststarke Actionstreifen – der Sharp ist immer Herr der Lage und schlägt somit auch bisherige DLP-Referenzen wie den W20000 von BenQ oder den XV-Z3300 aus dem eigenen Hause.

Fazit

Kein anderer DLP-Projektor ist derzeit in der Lage, solch große Leinwände mit ähnlich beeindruckenden Kontrasteigenschaften auszuleuchten. Wählt man die Leinwand eine Nummer kleiner, bietet der XV-Z18000 genügend Lichtreserven, um auch im nicht abgedunkelten Heimkino ein faszinierendes Filmerlebnis zu ermöglichen. Das wirkt zwar fast wie Zauberei, hat aber weder mit weißer noch mit schwarzer Magie etwas zu tun. Der neue Sharp ist eben einfach eine Klasse für sich.

Preis: um 8000 Euro

Beamer

Sharp XV-Z18000

Referenzklasse


10/2009 - Timo Wolters

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Autor Timo Wolters
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Datum 27.10.2009, 13:12 Uhr
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