Kategorie: Beamer

Einzeltest: ViewSonic PJD7820HD


Es werde Licht

Beamer ViewSonic PJD7820HD im Test, Bild 1
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Bisher wechselten für einen Full-HD-Beamer knapp 1.000 Euro den Besitzer. Mit dem PJD7820HD von ViewSonic muss die Rechnung neu geschrieben werden.

Ganze 700 Euro ruft der Hersteller für seinen Einstiegs- Full-HD-Projektor auf und lockt damit insbesondere diejenigen, denen der Gedanke an ein vollwertiges Heimkino bisher zu aufwendig erschien. Auch hier punktet der ViewSonic, denn durch seine kompakte und leichte Bauweise empfiehlt er sich für den schnellen Auf- und Abbau. 

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Projektor und Technik


Im Gegensatz zu seinem größeren Bruder, dem Pro9000, den wir vor einigen Monaten einem genauen Test unterzogen, setzt der PJD7820HD auf bewährte herkömmliche Technologie. Als Lichtquelle fungiert hier keine Lasereinheit, sondern eine UHP-Lampe, die für 3000 Lumen Leuchtkraft sorgen soll. Je nach Betriebsmodus (Normal/Energie) hält die Osrambirne 5000/6000 Stunden, bevor ein Wechsel ansteht, was zu recht niedrigen Betriebskosten führt. Diese können sogar noch weiter reduziert werden, wenn man den Projektor im Dynamic-Eco-Modus betreibt, der je nach Bildinhalt die Helligkeit steuert und so bis zu 70 % Energie sparen soll. Im Idealfall hält die Lampe dann 8000 Stunden. Der DLP-Beamer arbeitet mit einem Full-HD-DLP-Chip von Texas Instruments und erreicht laut Hersteller einen maximalen Kontrast von 15.000:1. Bei der Optik konzentrierte man sich auf eine recht weitwinklige, die schon aus zwei Metern Abstand ein Bild von knapp über 180 cm projizieren kann. Dazu gesellt sich ein 1,3-fach-Zoom, das wie der Fokus auch, manuell bedient wird. Für kontraststarke und lebhafte Farben sorgt zunächst das Sechs- Segment-Farbrad in der Ausführung RGBCYW, das neben den Grundfarben Rot, Grün und Blau auch die Sekundärfarben Gelb und Cyan enthält und mit vergleichsweise schnellen 7200 U/Min rotiert. Des Weiteren besitzt der PJD7820HD, wie schon von vielen DLP-Beamern bekannt, die BrilliantColor-Technologie, die den Farbkontrast im laufenden Bild optimiert.

Beamer ViewSonic PJD7820HD im Test, Bild 2Beamer ViewSonic PJD7820HD im Test, Bild 3Beamer ViewSonic PJD7820HD im Test, Bild 4
Hervorzuheben ist seine 3D-Fähigkeit, die aufgrund des aktuellen DLP-Chips sogar mit 144 Hz Bildaktualisierungsfrequenz arbeitet. Benötigt werden dazu lediglich noch 3D-Brillen, die mit der DLP-Link-Technik arbeiten und von verschiedenen Herstellern erhältlich sind. Anschlussseitig spendierte man dem Beamer zwar nur einen HDMI-Eingang, bietet aber gleichzeitig mit zwei VGA-Schnittstellen sowie je einem Video- und S-Video-Input eine vielfältige Auswahl für den Anschluss eines Computers oder analoger Signale. Hinzu gesellen sich ein Audio- Ein- sowie ein Audio-Ausgang. Auf einen hochwertigen analogen Komponenteneingang wurde hingegen verzichtet. 

Setup und Bildqualität


Da der PJD7820HD eher für Wohnraumsituationen mit Rest- oder sogar Tageslicht konzipiert wurde, ist es kaum verwunderlich, dass seine Farbdarstellung einen hohen Gelbanteil im Grün nutzt, um mehr Helligkeit zu generieren. Ab Werk muss man sich also mit einem eingeschränkten Farbraum zufriedengeben. Die Graustufendarstellung mit dem Farbtemperaturpreset „T4“ erfolgt allerdings deutlich zu warm und liegt im Schnitt bei 5300 Kelvin. Das Gamma ist mit 2,94 zu flach, und die Farbabweichungen liegen sichtbar über der Norm. Um ihm einige dieser Probleme auszutreiben, justieren wir Helligkeit und Kontrast, erzielen über die implementierte Farbraumkalibrierung bessere Werte für die Sekundärfarben, müssen allerdings immer noch mit einem zu gelben Grün leben. Da der ViewSonic keine Graustufenkalibrierung anbietet, müssen wir aus den vier vorgegebenen Farbtemperaturen den besten Kompromiss wählen. Während „T1“ viel zu kühl ist, „T3“ zwar an 6500 Kelvin gelangt, dies jedoch mit einem exorbitanten Grünstich, und „T4“ weiterhin viel zu warm ist, wählen wir „T2“. Dieses ist zwar mit durchschnittlich 7400 Kelvin etwas zu kühl, wirkt aber für das Auge deutlich am angenehmsten. Auf diese Weise kalibriert und im Eco-Modus betrieben, liefert der PJD7820HD einen Schwarzwert von 0,8 und eine Helligkeit von knapp 1300 Lumen. Sogar die maximal angegebene Helligkeit von 3000 Lumen kann erreicht werden. Dies allerdings im Preset „maximale Helligkeit“, das sichtbare Farbverfälschungen mit sich bringt. Erfreulich jedoch, dass der Hersteller hier seine Vorgaben einhalten kann. Was unveränderbar bleibt, ist der vorhandene Overscan von knapp drei Prozent. Dieser bewirkt, dass wir keine Aussage über das Scaling des Beamers machen können, da er keine pixelgenaue Darstellung ermöglicht. Sehr positiv fällt uns dagegen auf, dass der PJD7820HD selbst bei sehr naher Betrachtung keinerlei DLP-Spiegelrauschen (sogenanntes „Dithering“) offenbart. Ob neutrale graue oder farbige Flächen, er projiziert jederzeit extrem ruhig. Auch seine Farbabstufung darf als gelungen gelten. Solarisationseffekte bleiben selbst bei komplizierten Rotverläufen aus. An harten Kontrastübergängen ist der bekannte DLP-Regenbogeneffekt sichtbar, im laufenden Bild mit Mischkontrasten ist dies jedoch kaum wahrnehmbar. 

Filmbetrieb


Aufgrund seines etwas durchschnittlichen Schwarzwertes bleiben dunkle Szenen zwar mit einem leichten Grauschleier behaftet, doch sobald Helligkeit ins Bild kommt, punktet der ViewSonic mit extrem lebhaften Kontrasten. 1300 Lumen sind nun mal ein hervorragender Wert und so empfiehlt sich der Beamer in der Tat für eine Projektion im Wohnzimmer, das nur bedingt abdunkelbar ist. Wechselten wir in den höheren Lampenmodus (kalibriert knapp 1700 Lumen) konnten wir gar das Licht und sämtliche Fenster unseres Testraums öffnen, ohne befürchten zu müssen, dass der Bildeindruck milchig wird. Von dieser Helligkeit und den sehr guten Im-Bild-Kontrasten profitierten vor allem Animationsfilme und hervorragend produzierte Streifen wie „Avatar“. Dessen Flora und Fauna erschienen sehr plastisch und greifbar und machten trotz der Defizite in der Farbdarstellung sehr viel Spaß. Ebenfalls glücklich sein werden alle Gamer mit dem PJD7820HD, denn der Beamer beherrscht schnelle Bewegungen sehr gut und sorgt auch in Spielen mit seiner hohen Helligkeitsausbeute für zielsicheres Schießen oder gute Wegfindung in Fahrsimulationen. Zusätzlich fährt er auf zweierlei Art weitere Punkte ein: Zum einen sorgt seine kompakte Bauweise in der Tat für einen schnellen Transport. Zum anderen kann er sehr nahe an der Wand platziert werden und dabei dennoch ein recht großes Bild projizieren. Dies wiederum sorgt dafür, dass die Zocker es sich mit ihren Controllern hinter dem Projektor gemütlich machen können. 

Fazit

Der PJD7820HD von ViewSonic ist der lebende Beweis dafür, dass Film- und Videospielprojektionen auch bei Tageslicht möglich sind. Selbst an sonnigen Tagen hat der Beamer genug Reserven, um auch schwach ausgeleuchtete Spiele und Filme kontraststark auf die Projektionsfläche zu werfen.

Preis: um 700 Euro

Beamer

ViewSonic PJD7820HD

Oberklasse


10/2013 - Timo Wolters

 
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Timo Wolters
Autor Timo Wolters
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Datum 22.10.2013, 10:08 Uhr
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