Kategorie: CAR HIFI INSTALLATION

Mehrstufi ge Soundnachrüstung in C- und E-Klasse mit Match-Komponenten


Wunschklang

CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 1
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In den aktuellen Mercedes-Fahrzeugen gibt es mehr als genug Bedarf und Möglichkeiten, dem Originalsound auf die Sprünge zu helfen. Wir stellen hier ein Soundkonzept vor, das für jeden Geldbeutel und für jeden Anspruch das passende Upgrade bietet.

Die obere Mittelklasse von Mercedes erfüllt durchaus ihren Premiumanspruch. Gerade seit mit der Modellpflege 2018 eine neue Headunit ins Armaturenbrett Einzug hielt, die jede Menge fürs Auge bietet, fühlt man sich sehr gut aufgehoben im Benz. Nur fürs Ohr erfüllen die Fahrzeuge nicht echte Premiumansprüche, jedenfalls nicht in den günstigeren Ausstattungen. Unser Anschauungsobjekt ist eine C-Klasse mit Standardradio, in der serienmäßig Frontlautsprecher, Hecklautsprecher und ein einzelner Basslautsprecher verbaut sind. Das Frontsystem ist immerhin ein Zweiwegesystem mit separat verbautem Hochtöner, in den hinteren Türen befinden sich Koaxe.

CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 2CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 3CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 4CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 5
Die Spezialität der C- und E-Baureihen ist jedoch der Einbauplatz des Tieftöners. Dieser versteckt sich im Fußraum und ist in der Motorspritzwand montiert. Bei den kleineren Ausstattungen arbeitet ein einzelner 16-Zentimeter-Bass, es gibt jedoch auf der Fahrer- wie auf der Beifahrerseite Einbauplätze, sodass die Nachrüstung mit zwei Bässen kein Problem ist.  

Nachrüstung mit Match


Zu den neuesten Entwicklungen der Schmallenberger Marke Match gehören Mercedes- Lautsprecher für alle vorkommenden Einbauplätze. Selbstverständlich sind alle Lautsprecher Eigenentwicklungen mit speziell für Mercedes designten Körben und Parametern. 10-Zentimeter-Koaxsysteme passen vorne oder hinten, als Frontlautsprecher gibt es ein Zweiwege-Kompo. Für Fahrzeuge mit höheren Ausstattungen gibt es darüber hinaus Surroundlautsprecher für ganz hinten, außerdem ist ein Centerspeaker im Angebot. Dieser kleine Breitbänder passt nicht nur ins Benz-Armaturenbrett, er bringt auch die zweite Schwingspule für den SOS-Notruf mit. Auch die Bässe sind durchdacht konzentriert und unterscheiden sich erheblich von der Werksausstattung wie vom Mitbewerber. Statt der originalen 16-Zentimeter-Treiber beherbergen sie 20-Zentimeter-Lautsprecher, die vollkommen ausgereizt sind. Wegen der mechanisch vorgegebenen Hubbegrenzung sind die Treiber voll auf Effizienz optimiert, sodass 80 Watt zum Betrieb vollkommen ausreichen. Die Schwingspulen sind 4-Ohm-Typen, da sie am Schluss leichter sind als 2-Öhmer und damit mehr Wirkungsgrad ermöglichen. Außerdem erlauben sie die Benutzung zweier paralleler Bässe an nur einem Verstärkerkanal – eine Anwendung, zu der wir später noch kommen werden. Die Installation der Lautsprecher ist kein Hexenwerk, natürlich müssen die Verkleidungen runter, was für den Fachhändler keine Herausforderung darstellt. Die Fußraumwoofer verstecken sich hinter Bremspedal oder Steuergeräten, doch auch diese Installation gelingt ohne übermäßigen Zeitaufwand.  


Ausbaustufen


Die einfachste Art der Soundnachrüstung lässt jedoch die Originallautsprecher unangetastet. Einzig die winzige DSP-Endstufe Match M 5DSP MK2 wandert in den Mercedes, und zwar Plug&Play hinters Originalradio. Dazu gibt es einen fertigen Kabelbaum, der die MQS-Stecker des Fahrzeugs mit der Molex-Leiste der M 5 verbindet. Diese Installation ist fix erledigt, auch weil keine neuen Kabel gezogen werden müssen. Die Endstufe wird im Midpower-Modus betrieben, sodass sie nicht mehr Strom zieht, als die Leistungen vertragen. Natürlich spricht nichts dagegen, im Highpower-Modus die volle Leistung abzurufen, dann aber besser mit einer neuen Stromleitung zur Batterie. Die fünf Kanäle der M 5 versorgen dann Front, Rear und Subwoofer bzw. einen oder zwei Fußraumwoofer. Die Zusammenarbeit mit dem Mercedes-Radio erfolgt problemlos, in unserem Fall hat die Analysefunktion der Eingänge (ISA Input Signal Analyzer) ergeben, dass vom Fahrzeug ein etwas verbogener Frequenzgang geliefert wird, was im Eingangs- EQ der M 5DSP MK2 begradigt werden konnte. Neben dem ISA beherrscht die Endstufe auch eine RTA-Messung mit einem externen Mikrofon. Dank des DSPs lässt sich bereits ein Sound erzeugen, der um Welten besser ist als der originale. Vor allem die einzigartigen FX-Algorithmen in der Match-Software PC Tool ermöglichen es, das Maximum herauszuholen. Mit dem Bassprocessing lässt sich sowohl der Tieftonoutput steigern als auch der Basslautsprecher schonen.  

Der nächste Schritt zu besserem Klang ist neben der kleinen Endstufe die Bassaufrüstung mit einem oder zwei 20ern. Die Tieftonqualität gewinnt dadurch entscheidend, und bis hierhin haben wir das ideale kostengünstige Upgrade für Leasingfahrzeuge vor uns, das wegen des minimalen Installationsaufwands für unter 1.000 Euro zu haben sein dürfte. Dass klanglich noch lange nicht Schluss ist, demonstriert der Austausch der Lautsprecher. Auch die Addition von Zweiwege-Frontsystem und koaxialem Hecksystem kostet nicht die Welt. Der Klang in dieser Ausbaustufe kann sich mehr als hören lassen, wie wir uns überzeugen konnten.  

Als Premiumausbau ersetzen wir die kleine M 5DSP MK2 durch eine Match UP 7DSP, deren 7 Verstärkerkanäle natürlich mehr Möglichkeiten bieten und die auch einen Schuss mehr Leistung mitbringt.

CAR HIFI INSTALLATION Match UP C42MB-FRT im Test, Bild 5
Mit UP 7DSP, Front, Rear, Center und einem Pärchen Tieftöner ist die höchste Upgrade-Stufe erreicht
Die sieben Kanäle verteilen sich auf Stereo Front, Stereo Rear, Stereo Woofer und Center. Damit haben wir die Möglichkeit, die Power des Soundprozessors voll auszukosten. Diese Ausbaustufe ist nicht nur für Liebhaber eines echten Centerkanals zu empfehlen, der hier wieder mit den FX-Algorithmen des PC Tools generiert wird. Als Anwendungsbeispiel mag ebenso das Familienfahrzeug dienen. Die UP 7DSP lässt sich mit Bluetooth-Audiostreaming nachrüsten, das man für Urlaubsfahrten einfach auf die Hecklautsprecher routen kann. So genießen die Rückbankpassagiere ihr Hörspielprogramm, während vorne das Radio läuft. Doch auch als reine HiFi-Nachrüstung liefert die UP 7 in Verbindung mit den Lautsprechern und dem richtigen DSP-Setup eine Vorstellung, die auch kritische Hörer überzeugt.  

Hörcheck 1


Doch zuerst darf das kleine Besteck zeigen, was geht. In unserer C-Klasse laufen die M 5DSP MK2, die Match Front- und Hecklautsprecher und ein einziger 20er-Bass. Der erste Eindruck ist, dass es bereits jetzt mehr als genug Tiefton gibt. Tonal spielt die Anlage einwandfrei, und es macht Spaß, auch anspruchsvolle Stücke zu hören. Schön knarzige Männerstimmen gelingen toll und auch bei Hochtondetails gibt es nicht das Geringste zu meckern. Dann schalten wir den zweiten Bass dazu, und der Klang wird nochmals erwachsener. Das Einpegeln der Klangbalance erledigen wir per App, da an der M 5DSP MK2 das WLAN-Modul WIFI Control angedockt ist, sodass die Klangregelung zeitgemäß von der Hand geht. Der Bassbereich erscheint nun konturierter und trockener, außerdem hat die räumliche Abbildung etwas gewonnen. Pegelmäßig läuft das Ganze bereits sehr beeindruckend, gerade die Basspower ist erstaunlich für eine solch kleine Anlage. An dieser Stelle haben wir bereits einen Klang, der eindeutig in die Kategorie „Mehr braucht kein Mensch“ fällt und mit einem Komponentenpreis von 1.130 bis 1.350 Euro jede Menge Klang fürs Geld bringt.  

Hörcheck 2


Als Zweites darf die volle Ausbaustufe ran, bestehend aus einer UP 7DSP, Zweiwege- Frontsystem, Hecksystem, Center und zwei 20-cm-Bässen. Als die Musik läuft, besteht nicht der geringste Zweifel, dass der Klang wieder einen guten Schritt nach vorn gemacht hat. War das kleine Besteck bereits beeindruckend gut, gibt‘s jetzt mit UP 7 & Co. so richtig auf die Zwölf. Der Sound kommt ungeheuer dynamisch ans Ohr und es fetzt richtig, wenn man den Lautstärkesteller bemüht. Das beste daran: Auch, wenn alles auf Anschlag steht, spielt die Anlage klar und unverzerrt. Dafür sorgt das dynamische Bassprocessing, das auch dann noch greift, wenn man den Bassregler am Mercedes-Radio noch aufreißt. Im Vergleich zur kleinen Lösung legt nicht nur die Dynamik zu, die Stimmen erhalten auch einen Schuss mehr Schmelz; die beiden 20er-Bässe legen sich infernalisch ins Zeug und liefern sauberen Tiefbass, dass man es kaum für möglich hält. Die Bühnenabbildung gewinnt durch den Center mehr Geschlossenheit und beeindruckt mit enormer Stabilität. Insgesamt macht die Anlage Musik auf sehr hohem Niveau, nicht schlecht für eine „Maleben“- Nachrüstlösung.   

Fazit

Die Kombination aus einer einfach anzuschließenden DSP-Endstufe und fahrzeugspezifischen Lautsprechern ergibt einen Nachrüstbaukasten, mit dem sich überzeugender Sound in den Mercedes zaubern lässt. Die Match-Komponenten haben sich dabei hervorragend bewährt, sei es durch die schier unendlichen Features der DSP-Verstärker oder schlicht durch guten Klang. So lassen sich für jeden Anspruch und Geldbeutel Sound- Upgrades realisieren, die preiswert und rückrüstbar sind und dabei hervorragend klingen.

Kategorie: CAR HIFI INSTALLATION

Produkt: Match UP C42MB-FRT

Preis: um 1670 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


4/2023
5.0 von 5 Sternen

Oberklasse
Match UP C42MB-FRT

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Weitere Informationen Match
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Bewertung 
Klang 70% :
Bassfundament 14%

Neutralität 14%

Transparenz 14%

Räumlichkeit 14%

Dynamik 14%

Praxis 30% :
Installation 15%

Ausstattung 7.50%

Bedienung 7.50%

Ausstattung & technische Daten 
Gesamtpreis Anlage 1.670 Euro 
Einbau Audiotec Fischer, Schmallenberg 
Telefon 02972 9788 0 
Internet www.audiotec-fischer.com 
Komponenten
Headunit original – 
Verstärker Match UP7DSP 800 Euro 
Frontlautsprecher Match UP C42MB-FRT 200 Euro 
Tieftöner Front Match UP W8MB-S4 LHD 440 Euro 
Center Match UP S4MB-CTR 70 Euro 
Hecklautsprecher Match UP X4MB-FRT 160 Euro 
Klasse Oberklasse 
Preis/Leistung hervorragend 
Car Hifi „Modulares Upgradekonzept für Mercedes“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 06.04.2023, 09:59 Uhr
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Topthema: Feurig
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High-End-Standbox mit ESS AMT

Mit diesen Chassis wollte ich schon immer mal etwas bauen. Dass ich sie allerdings jemals zusammen in einer Box haben würde, hätte ich dann doch wieder nicht erwartet – dass das Ganze so gut werden würde, dann schon eher.

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