Kategorie: Car Hifi Subwoofer Chassis

Einzeltest: Hertz SPL Monster


Subwooferbaukasten

Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 1
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Bereits seit einiger Zeit mischt Hertz ziemlich erfolgreich beim internationalen dB Drag mit. Mit den SPL-Monster-Woofern gibt es das ideale Werkzeug (nicht nur) für Wettbewerbe.

Beim dB-Drag geht es aufs Material. Man kann nur gewinnen, wenn man das Letzte aus seinem Equipment herausholt. In Zeiten, in denen 15-Kilowatt-Endstufen keine Seltenheit mehr sind, sind die Woofer meist das schwächste Glied in der Kette. Jeder Wettbewerber kennt die Situation: Nach dem Motto „ein bisschen geht noch“ ist es schnell passiert, dass ein Woofer zerheizt ist. Dann hilft nur reconen, also der Austausch der Schwingeinheit. Die SPL-Monster-Serie ist deshalb direkt zerlegbar ausgeführt. Nach dem Lösen von 12 Schrauben hält man die Schwingeinheit in der Hand. Das funktioniert, weil diese nicht nur aus Membraneinheit, Schwingspulenträger und Zentrierspinne besteht, sondern einen Hilfskorb mitbringt, der Spinne und Sicke auf dem korrekten Abstand hält.

Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 2Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 3Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 4Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 5Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 6Car-Hifi Subwoofer Chassis Hertz SPL Monster im Test, Bild 7
Und wenn man die Dinger schon tauschen kann, dann macht man auch gleich verschiedene Ausführungen. Für unser 15"-Monster gibt es drei verschiedene Varianten. Zwei sind für den reinen Wettbewerbsbetrieb gedacht und unterscheiden sich hauptsächlich in der Impedanz (2 x 1 Ohm und 2 x 1,5 Ohm). Die dritte hört auf den Namen MG 15 Bass und ist etwas tiefer abgestimmt, um im Musikbetrieb schön weit runter in den Frequenzkeller zu spielen. Mit zwei Varianten lässt sich dann das Wettbewerbsgehäuse in kürzester Zeit auf Klang umbauen und umgekehrt – eine coole Sache. Der prinzipielle Aufbau ist bei allen Varianten gleich. Die Schwingeinheit besitzt eine gestrichene Papiermembran, die Sicke besteht klarerweise aus Schaum, der gegenüber Gummi leichter und formbarer ist und so noch ein dBchen herauskitzelt. Der mächtige Spulenträger ist untem um die Spule umgebördelt, was zusätzliche Stabilität bringt – gerade im Fall eines Aufsetzens auf der unteren Polplatte. Die Zentrierung arbeitet mit zwei Einzelspinnen auf einem Abstandhalter, praktischerweise sind die Litzen dazwischen geführt. Die Spule im dicken 3"-Format spart Gewicht mit ihrem kupferkaschierten Aluminiumdraht. Eingebaut wird das Ganze in die Motoreinheit MM 15.1 unlimited, die aus einem leeren Korb mit Antreib besteht. Dieser ist eine wahre Augenweide mit seinem weit ausgestellten Polkern und der schön auf der Drehbank bearbeiteten oberen Polplatte, auf die der Korb mit einem dämpfenden Kleber gesetzt ist. Auffällig ist die Kupferkappe über dem Polkern, die weit über diesen hinausragt. Offensichtlich mögen SPL-Endstufen niedrige Induktivität und konstante Impedanz – außerdem ist die hochgezogene Kappe ein prima Kühlkörper. Unsere Musikvariante MG 15 Bass zeigt nach dem Messparcours ganz normale, straßentaugliche Thiele-Small- Parameter. Das Monster gibt sich lammfromm bei der Gehäusewahl, von 80 bis 160 Liter lässt sich der Woofer willig verbauen, mehr geht auch problemlos. Die untere Grenzfrequenz läuft dabei von 40 bis 25 Hz, so dass für jeden was dabei ist.

Sound


Was dann an der Endstufe für eine Performance wartet, hat sich gründlich gewaschen. Bei langgezogenen Bassounds bleib kein Stein auf dem anderen. Das war ja fast zu erwarten. Was jedoch überrascht, ist die Fähigkeit des Monsters, auch mal ganz gesittet zu musizieren. Zwar steckt in jedem Basslauf fette Power, doch es gelingt dem dicken Woofer mühelos, auch passend auf den Punkt zu spielen. Wer an der Lautstärke dreht, legt sofort die Ohren an, so heftig kann das Monster blasen. Feste kommen die Schläge in die Magengrube, und das bei stets hervorragender Klangqualität. Wow!

FAQ - Car Hifi Subwoofer Chassis

Was ist die Impedanz

Die Impedanz ist der frequenzabhängige Widerstand eines Lautsprechers. Der Gleichstromwiderstand ergibt sich als Impedanz bei 0 Hz. Bei Lautsprechern und Subwoofern findet man die Nennimpedanz, also die "Ohmzahl", die aus praktischen Gründen üblicherweise in Klassen zu 1, 2, 4 oder 8 Ohm angegeben wird. Wichtig wird die Impedanz bei der Kombination von Subwoofer(n) und Endstufe.


Was ist eine Doppelschwingspule?

Eine Doppelschwingspule oder Dual Voice Coil oder DVC ist eine Schwingspule mit zwei Abgriffen. Der Subwwofer hat also je zwei Plus- und Minusklemmen. Das verändert den Output oder die Belastbarkeit nicht, erlaubt jedoch variable Schaltungsmöglichkeiten. Mit der Doppelschwingspule kann der Subwoofer an zwei Endstufenkanälen betrieben werden, um z.B. bei kleinen Mehrkanalendstufen mehr Leistung herauszuholen.


Wie verschalte ich eine Doppelschwingspule?

Durch Verschaltung der beiden Einzelspulen entsteht ein neuer Abgriff für einen Endstufenkanal. Bei Parallelschaltung halbiert sich die Impedanz, bei Reihenschaltung verdoppelt sie sich. Dies gilt es beim Anschluss an die Endstufe zu beachten, ob letztere für die entstehende Gesamtimpedanz zugelassen ist. So entsteht bei Parallelschaltung einer 2 x 4 Ohm Doppelspule ein 2-Ohm Subwoofer, der an 2-Ohm-stabilen Endstufen betrieben werden kann. 2 x 2 Ohm parallel ergibt einen 1-Ohm-Subwoofer, dessen Endstufe 1-Ohm-stabil sein muss.


Welche Endstufe passt zu meinem Subwoofer?

Die, welche an der Impedanz des Subwoofers die gewünschte Leistung abgibt. Beispiel: Der Subwoofer soll mit 400 Watt betrieben werden und hat eine Impedanz von 2 Ohm. Die passende Endstufe ist eine, die ca. 200 Watt an 4 Ohm und 400 Watt an 2 Ohm leistet. 1-Ohm-Stabilität ist nicht erforderlich.


Muss ich einen neuen Subwoofer erst einspielen?

Aus klanglicher Sicht nicht, ein Subwoofer ändert sich nur minimal durch Einspielen. Es ist allerdings sehr sinnvoll, bei einem fabrikneuen Woofer nicht sofort extreme Lautstärken zu fahren. Wird der Schwingspulenlack zu stark aufgeheizt, können Lösemittelreste die Struktur aufbrechen und die Schwingspule wird zerstört. Daher den Sub erst im ganz normalen Musikbetrieb einige Stunden betreiben, so können sich eventuelle Lösemittel verflüchtigen.

Fazit

Der SPL Monster bietet Wooferbau vom Feinsten, sein modularer Aufbau ist dazu pfiffig. Klar ist der Spaß nicht gerade billig, dafür gibt es aber auch jede Menge Bass.

Kategorie: Car Hifi Subwoofer Chassis

Produkt: Hertz SPL Monster

Preis: um 1050 Euro

Ganze Bewertung anzeigen


11/2014
4.5 von 5 Sternen

Referenzklasse
Hertz SPL Monster

Bewertung 
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

5 von 5 Sternen

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb elettromedia, Erftstadt 
Hotline 0170 8124879 
Internet www.elettromedia.de 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 40 
Einbaudurchmesser (in cm) 37.2 
Einbautiefe (in cm) 21.1 
Magnetdurchmesser (in cm) 23 
Gewicht (in kg) 21.9 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 1 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 2.1 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 0.29 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 76 
Membranfläche (in cm²) 876 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 34.2 
mechanische Güte Qms 5.68 
elektrische Güte Qes 0.58 
Gesamtgüte Qts 0.53 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 65.2 
Bewegte Masse Mms (in g) 356.9 
Rms (in Kg/s) 13.18 
Cms (in mm/N) 0.06 
B x I (in Tm) 16.66 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 88 
Leistungsempfehlung > 800 W 
Testgehäuse BR 85 l 
Reflexkanal (d x l) 2 x (10 x 25 cm) 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Das SPL Monster ist der richtige Sub für Wettbewerber, die auch mal Musik hören wollen.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 04.11.2014, 10:02 Uhr
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Interessante Links:
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