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Kategorie: CD-Player

Einzeltest: dCS Puccini


Träume und Erinnerungen

CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 1
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Da werden Erinnerungen wach. Vor ein paar Jahren hatte ich den Debussy-DAC aus dem Hause dCS in der Hand und weiß noch ganz genau, was für beeindruckende Klangbilder ich damit erzeugen konnte. Jetzt wird’s noch eine Spur größer, der Puccini- Player aus Cambridgeshire, Großbritannien ist hier. Passt hervorragend zu den kommenden Festtagen.

Peripherie:


 Vollverstärker: DartZeel CTH-8550
 Lautsprecher: Klang+Ton „Nada“, Kaiser Acoustics Chiara 

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Was soll ich noch über den Hersteller sagen? dCS ist DIE Firma, die man als Erste erwähnen muss wenn es um die Spitze dessen geht, was mit digitaler Signalverarbeitung und dem damit verbundenen Klang geht. Ich habe keine Ahnung, wie viele Patente die Engländer haben und welche Techologien, die wir täglich beim Musikhören nutzen, von ihnen stammen. Eins ist klar: Alles, was dieses Haus verlässt, gehört zum Seriösesten und Besten, was man im Hochpreissektor käuflich erwerben kann. Es ist demzufolge für einen Redakteur, der ja viele teure Geräte im Jahr unter seine Fittiche kriegt, trotzdem immer wieder etwas Besonderes, wenn ein dCS-Gerät ins Haus kommt. Und so war es auch diesmal wieder. Ich stand eines schönen Tages voller Ehrfurcht vor diesem Player. Die geschwungene Frontplatte mit dem hübschen Wellenschliff , die handwerkliche Perfektion und nicht zuletzt die Gewissheit, dass hier ein hochpreisiger und technisch auf die Spitze getriebener Scheibenspieler vor einem steht, schaffen sofort den nötigen Respekt. Form und Funktion geben sich hier übrigens die Hand. Das spiegelt sich im großen Ganzen und auch in gewissen Details wider. Dadurch, dass beispielsweise das Display an der dicksten Stelle der Frontplatte sitzt, wird es auch am besten abgeschirmt, wodurch selbst dieser minimale Störfaktor von der Elektronik ferngehalten wird.

CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 2CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 3CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 4CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 5CD-Player dCS Puccini im Test, Bild 6
Was man von außen nicht sieht: Im Gehäuse trennt eine Alu-Zwischendecke Wandler und Netzteil/Analogsektion voneinander. Das Laufwerk wurde optisch sehr gefällig auf der rechten Seite untergebracht, in der Mitte befindet sich ein blaues Display, auf dem Trackinformationen angezeigt werden und das beim Navigieren durch die recht umfangreichen Menüs behilflich ist. Kontaktsichere, sehr hochwertige Buchsen befinden sich hinten am Gerät. Der analoge Anschluss an Endstufen oder Vor/End-Kombis erfolgt wahlweise per Cinch oder XLR, die Ausgangsspannung des symmetrischen Ausgangs kann zwischen 2 und 6 Volt variiert werden, falls das nötig ist. Externe Wandler können per RCA-Kabel angeschlossen werden, wobei hier nur ein 44,1-kHz-Signal anliegt, wenn eine CD abgespielt wird. Sollte gerade eine SACD oder eine externe Quelle musizieren, ist dieser Ausgang stumm. Aber ehrlich: Wie sich noch zeigen wird, ist die Verwendung eines externen Wandlers eh unnötig, denn die D/A-Wandlung des Puccini übertrifft nahezu alles, was auf dem digitalen Sektor derzeit unterwegs ist. Da sind schon eher die beiden digitalen Eingänge interessant, die für externe Zuspieler gedacht sind, die auch von der Qualität des Ring- DACs und der Ausgangsstufen profitieren dürfen. Im Menü ist es möglich, getrennt für diese Inputs zwischen PCM- und DSD-Upsampling zu wählen. Auch kann man gern mit digitalen Filtern experimentieren, deren drei mit jeweils unterschiedlichem Zeit- und Überschwingverhalten sind wählbar. Für die SACD-Wiedergabe können insgesamt vier, natürlich ganz anders arbeitende Filter gewählt werden. Hier wird mit wachsender Zahl die Wirkung der Rauschunterdrückung, die man bei der DSD-Wiedergabe zwingend anwenden muss, erhöht. So kann man den für sich besten Kompromiss aus verfügbarer Bandbreite und effektiverer Unterdrückung von Rauschanteilen wählen. Für mich war ein guter Kompromiss Filter Nummer 2, das kann allerdings jeder für sich selbst ausprobieren. 

Internes


Eine wichtige Kernkomponente im Puccini ist dCS‘s Ring-DAC. Der steckt in ähnlicher Form auch im von mir in höchsten Tönen gelobten Debussy, der klanglich bisher für mich unerreicht ist. Diese Wandlerplatine besteht aus einem diskret aufgebauten DAC, eine Chip-Lösung war hier schlicht nicht ausreichend, um die Klangvorstellungen der Engländer auch nur ansatzweise befriedigen zu können. Die Limitierungen dieser einfacheren Lösungen kann man als Firma dCS nicht hinnehmen. Hier kommt der unglaublich gute 5-Bit- Wandler, der von einem mächtigen, auf zwei FPGA-Bausteinen laufenden Softwarepaket gesteuert wird. Alle ankommenden Daten werden in zwei mächtigen DSP-Chips auf entweder 2.822 oder 3,07 MHz in 5 Bit hochgesampelt, abhängig davon, ob das Quellmaterial ein Vielfaches von 44.1 oder 48 kHz darstellt. In diesen Chips findet auch das Filtern der digitalen Daten und das Regeln der digitalen Lautstärke statt. Warum diese 5 Bit? Das hat was mit Genauigkeit zu tun. Normale Multibit-DACs sind darauf angewiesen, dass die Anforderung an die Genauigkeit der verwendeten Widerstände ins Unermessliche steigt, sobald wir es mit praktikablen Bittiefen zu tun haben. Ab etwas mehr als der Hälfte der möglichen Auflösung wird’s kritisch mit der Möglichkeit, Details aus dem Rauschen zu fischen. Normale Delta/Sigma-Wandler (das Gros der verfügbaren DAC-Chips) sind schön linear und haben dieses Problem nicht, verfügen jedoch auf der anderen Seite über einen prinzipbedingt begrenzten Rauschabstand. Der 5-Bit-Ring-DAC vereint sozusagen das beste aus beiden Prinzipien. Er hat kein Problem mit Widerstandsgenauigkeiten, da die Widerstände, die für die fünf Zustände benötigt werden, den gleichen Wert haben und sein Rauschverhalten ist aufgrund der höhren „Bitizität“ auch besser als bei herkömmlichen 1-Bit- Wandlern, so dass das Noise-Shaping geschmeidiger ausfallen kann. Kein Wunder, dass dCS ein Patent auf diese Technologie hat. Auf der analogen Ausgangsseite gibt’s übrigens getrennte, dedizierte Sektionen für den symmetrischen beziehungsweise unsymmetrischen Abschluss, hier wird halt nichts dem Zufall überlassen und nicht mit einem minderwertigem Operationsverstärker einfach desymmetriert. 

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In der Praxis


Mit der aktuellen Firmwareversion ist der Puccini zudem in der Lage, über seine S/PDIF-Eingänge zugespielte DoP-Dateien in natives DSD zu wandeln und somit die Vorzüge dieses Formates besser zur Geltung zu bringen. DoP ist ein ursprünglich von dCS entwickeltes Verfahren, um DSD-Daten von einem Computer übertragen zu können. Es verschiebt die nativen DSD-Daten in die 16 niederwertigeren Bits eines 24/176,4-Datenstroms und nutzt die verbleibenden 8 höherwertigen Bits als Marker, um dem abspielenden Gerät mitzuteilen, dass es sich nicht um einen PCM-, sondern einen DSD-Strom handelt, der ausgewertet werden soll. Um das in dieser Form von einem Computer abspielen zu können, benötigt man nur noch einen entsprechenden USB-auf-S/PDIF-Wandler, der DSD über ein DoP-Paket senden kann, und ist für die (hier in meinen Augen weniger wichtige) Computer- Audio-Zukunft gerüstet. Am besten ist es natürlich, die passende U-Clock von dCS einzusetzen, denn die ermöglicht zum einen die Wiedergabe von einem Computer und sorgt obendrein noch für klangliche Verbesserungen. Die hatte ich leider gerade nicht zur Verfügung (obwohl ich gedenke, das noch nachzuholen), außerdem hatte ich beim Test des Puccini zur Abwechslung mal was anderes vor. Obwohl ich normalerweise einer bin, der immer sofort einen Computer zückt, um Musik wiederzugeben, habe ich tatsächlich 90 Prozent meiner Zeit im Hörraum damit verbracht, SACDs und CDs über den Puccini wiederzugeben. Und das bringt mich zum irgendwie zu erwarteten, erfreulichen Abschlussbericht über die klanglichen Fähigkeiten dieses mechanisch-technischen Kunstwerks. Das Fazit ist ganz klar: Ich habe, glaube ich, noch nie etwas so Körperhaftes, Echtes, Dynamisches gehört wie an diesem Abend. Und das Beste ist: Am nächsten Tag, nachdem der Puccini endgültig auf Betriebstemperatur war, konnte ich nochmals gesteigerte Geschmeidigkeit, Durchzeichnung und Detailverliebtheit feststellen. Wenn man vorher überhaupt von einem minimalen Anflug von Unruhe in der Detailabbildung reden konnte war die nun völlig weg und, entschuldigen Sie den abgedroschenen Spruch, man konnte sich ganz der Musik hingeben. Man will kaum glauben, dass die externe Clock noch bessere Klangausbeute zur Folge hat, doch das bin ich gern bereit, auszuprobieren. So wie er hier in meinem Hörraum steht, bin ich jedenfalls schon überwältigt genug von den musikalischen Fähigkeiten dieser HiFi-Preziose, dass ich mir die Zeit, bis die Clock eventuell nachkommt, mit bestmöglicher Musikwiedergabe versüßen kann. Ich warte. Und ich warte gern.  

Fazit

Ganz einfach: Ein hochseriöses, technisch perfektes, eigenständiges und musikalisch atemberaubendes Produkt.

Preis: um 16750 Euro

dCS Puccini


-

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 16750 
Vertrieb: Active Audio, Nürnberg 
Telefon: 0911 880330 
Internet: www.active-audio.de 
Eingänge: 2 x S/PDIF RCA (bis 192 kHz, 24 Bit, DoP) 1 x Wordclock IN BNC 
Ausgänge: 1 x analog RCA (2, 6V) 1 x analog XLR 1 x Wordclock OUT BNC 2 x S/PDIF RCA 
Besonderes umfangreiche Upsamplingund Filteroptionen SACD- und CD-Wiedergabe digitale Lautstärkeregelung 
checksum „Ganz einfach: Ein hochseriöses, technisch perfektes, eigenständiges und musikalisch atemberaubendes Produkt.“ 

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Autor Christian Rechenbach
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Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
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Viel Spaß beim Lesen!
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.heimwerker-test.de
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