Kategorie: In-Car Subwoofer Chassis

Einzeltest: Kove XXXX 12D2 Armageddon


Alles anders

Car-Hifi Subwoofer Chassis Kove XXXX 12D2 Armageddon im Test, Bild 1
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Normalerweise bin ich kein Freund von riesengroßen Bassreflexkisten, z.B. ein 30er in 85 Litern Reflexvolumen – normalerweise. Doch dies ist kein normaler Woofer. Ein ganz und gar nicht normaler Woofer, genau genommen, an dem alles anders ist.

Für Kove ist es zwar Testpremiere in dieser Zeitschrift, die Company ist aber alles andere als ein unbeschriebenes Blatt in der Szene. Ursprünglich amerikanisch, wanderten die Markenrechte ausgerechent ins beschauliche Deckenpfronn. Dort hat die Firma AM‘s Car Audio ihren Sitz und die Kove-Produkte daher ihren Ursprung. Unser Testwoofer hört auf den Namen XXXX 12D2 Armageddon und kostet selbstbewusste dreieinhalb Kiloeuro. Klar, dass es sich nicht um ein Massenprodukt handeln kann. Vielmehr ist der Quad-X ein Statement, was im Subwooferbau alles machbar ist. Alle Möglichkeiten zu einem solchen Projekt sind vorhanden, denn in der Vergangenheit haben die Macher des Quad-X bereits reichhaltige Erfahrung in der dB-Drag-Szene, unter anderem mit dem Vertrieb berühmter Szenemarken, gesammelt.

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Daher hat man die Kontakte in die USA und nach Schweden und verfügt über genaue Kenntnisse im Maßschneidern und Optimieren von Subwoofern. Die Einzelteile von der Stange sind schnell aufgezählt, es ist nämlich exakt ... eins: Der Druckgusskorb ist ein frei erhältliches Teil und wird auch anderswo verwendet. Alles andere ist Handarbeit vom Allerfeinsten oder wird in kleinen, feinen Fachbetrieben nach Vorgaben von Kove extra angefertigt. Die Dreizoll-Schwingspule aus verkupfertem Alu-Flachdraht beispielsweise wickelt ein US-amerikanischer Spezialist. Die Membran kommt aus Schweden, es handelt sich dabei um das Ende des Machbaren aus wasserstrahlgeschnittenem Carbon – eine derartig dünne und steife Membran gibt es sonst nicht. Die Spider wird selbstverständlich in Eigenregie mit Spezialwebung für diesen Sub hergestellt – ich wurde vor dem Test gefragt, wie ich den Woofer denn gerne hätte. Ähnlich sparsam wie der Tester dürfte der Metaller geguckt haben, als er Material und Formgebung von Polplatte und Polkern erfahren hat. In den Polkern gehören nämlich neben der Axialbohrung auch radiale Bohrungen, allerdings im Winkel von 45°, weil dies strömungstechnisch besser ist. Der gesamte Antrieb ist mit „Hardcore-Superoverkill“ nur unzureichend zu beschreiben. Eine solche Ansammlung von Neodym habe ich bei der Unzahl an Lautsprechern, die ich in unserem Testlabor gesehen habe, bisher genau einmal angetroffen. Beim Kove sind es allerdings feinste zylinderförmige Neodymmagnete, die in acht Zweiertürmchen zwischen den mit 30 mm Stärke ultramassiv ausgeführten Polplatten sitzen. Allein die Stahlteile dieses Woofers kosten wegen der magnetisch kompromisslosen Eigenschaften ein kleines Vermögen – der Woofer insgesamt bringt über 25 Kilo auf die Waage. Kommen wir zu den Messergebnissen, die ich selbstverständlich hervorragend finde (wenn ich mir die Parameter schon wünschen darf). Der Quad-X ist ein Woofer mit lupenreinen Bassreflexparametern und dabei schön straffer Aufhängung geworden. Eine Güte von 0,32 hat heutzutage im Car-HiFi-Bereich Seltenheitswert, die Spider bringt genug Zugkraft auf, um die nur 200 g leichte Schwingeinheit jederzeit und ohne Luftunterstützung zu kontrollieren. In 65 l läuft der Woofer annähernd glatt, doch in 85 l geht untenrum noch mehr. Wegen der harten Aufhängung besteht beim Volumen eine gewisse Unabhängigkeit. Die Bassreflexabstimmung ergab sich auf 37 Hz, was manch unbedarftem Leser womöglich „hoch“ vorkommt. Doch man darf gewiss sein, dieser Woofer produziert Tiefbass, und zwar richtig. 

Sound


Mit dieser Spule und dem Mörderantrieb ist der Quad-X natürlich kein Kind von Traurigkeit. Er will 1 – 2 Kilowatt gute Leistung, dann geht es zur Sache, als ob‘s kein Morgen gäbe. Mit atemberaubender Strenge peitscht und prügelt er Bassorgien in die Welt – wow! Bis hin zu zentimeterlangen Einzelhüben ist nichts Unsauberes am Sound zu hören (oder zu spüren). Auch in Sachen Sound Quality setzt dieses Monster Maßstäbe. Die gebotene Performance ist in jeder Hinsicht jenseits von Gut und Böse. wer eine gründliche Packung seitens des Quad- X abbekommt hat, den kann auch das jüngste Gericht und der Weltuntergang nicht mehr schocken. Oder wie war das mit Armageddon?

Fazit

Warnung: Wer diesen Woofer erlebt hat, ist für normale Subwoofer verloren. An diesem Woofer ist alles anders.

Preis: um 3500 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Subwoofer Chassis

Kove XXXX 12D2 Armageddon

Referenzklasse

5.0 von 5 Sternen

08/2014 - Elmar Michels

Bewertung 
Klang 50% :
Tiefgang 12.50%

Druck 12.50%

Sauberkeit 12.50%

Dynamik 12.50%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Wirkungsgrad 10%

Maximalpegel 10%

Verarbeitung 20% :
Verarbeitung 20%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb AM‘s Car Audio, Deckenpfronn 
Hotline 07056 927360 
Internet www.kove.eu 
Technische Daten
Korbdurchmesser (in cm) 31.8 
Einbaudurchmesser (in cm) 28 
Einbautiefe (in cm) 20.7 
Magnetdurchmesser (in cm) 23 
Gewicht (in kg) 25.7 
Nennimpedanz (in Ohm) 2 x 2 
Gleichstromwiderstand Rdc (in Ohm) 3.86 
Schwingspuleninduktivität Le (in mH) 2.1 
Schwingspulendurchmesser (in mm) 76 
Membranfläche (in cm²) 507 
Resonanzfrequenz fs (in Hz) 36 
mechanische Güte Qms 4.91 
elektrische Güte Qes 0.35 
Gesamtgüte Qts 0.32 
Äquivalentvolumen Vas (in l) 29.7 
Bewegte Masse Mms (in g) 236.6 
Rms (in Kg/s) 10.9 
Cms (in mm/N) 0.08 
B x I (in Tm) 24.37 
Schalldruck 1W, 1m (in dB) 84 
Leistungsempfehlung 800 - 2000 W 
Testgehäuse BR 85 l 
Reflexkanal (d x l) 2 x (10 x 26 cm) 
Klasse Absolute Spitzenklasse 
Preis/Leistung angemessen 
Car&Hifi „Kove XXXX 12D2 Armageddon: wer ihn erlebt hat, für den ist danach alles anders.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 18.08.2014, 09:00 Uhr
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