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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Kopfhörer Hifi

Einzeltest: Simgot ET1000


Magnetostatischer Over-Ear-Kopfhörer Simgot ET1000

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Manchmal wundere ich mich, wie viele chinesische Unternehmen sich mit magnetostatischen Kopfhörern beschäftigen. Wenn ich allerdings sehe, wie viele chinesische Unternehmen es überhaupt gibt und wie wenige sich davon mit magnetostatischen Kopfhörern beschäftigen, ist der Simgot ET1000 ein echter Exot.

Es ist alles eine Frage der Relationen. Auf alle Fälle ist es toll, dass so viele Menschen daran arbeiten, uns mit gutem Klang zu verwöhnen, und eine spannende Technologie wie magnetostatische Treiber immer weiter perfektionieren. Wobei offensichtlich jeder Hersteller eigene Ansatzpunkte für Klangverbesserungen findet. Bei dem einen stehen die Magnete und deren Anordnung im Fokus, beim nächsten ist es das Membranmaterial oder die Anordnung der Leiterbahnen auf den Membranen, beim wieder nächsten führen spezielle akustische Linsen oder Schallführungen zum Ziel. Simgot hat das nichtlineare Schwingungsverhalten üblicher Membranen als Ursache für Klangeinbußen ausgemacht. Als Grund für das nichtlineare Verhalten haben die Chinesen die Tatsache ausgemacht, dass die Membran dort, wo die Leiter auf der Membran verlaufen, steifer ist als in Bereichen außerhalb der aufgebrachten Leiterstrukturen. Als Gegenmaßnahme haben die Entwickler in diesen Bereichen ebenfalls Leitermaterial aufgebracht, das allerdings nicht vom Signal durchflossen wird und damit nicht dem Antrieb dient, sondern nur an den entsprechenden Stellen die Membran versteift. NVS – Nonlinear Vibration Suppression – nennt Simgot diese Technik.     

Ausstattung


Der Simgot ET1000 ist ein beeindruckender Kopfhörer. Die Schalen der offen konstruierten Gehäuse haben eine komplexe Form, die per 5-Achs-CNC-Fräse aus Alu gefräst wurde. Bei den eingesetzten Treibern handelt es sich um symmetrisch gegenüberliegend angeordnete Magnetstrukturen, zwischen denen die Membran aufgehängt ist. Die Membran selber besteht aus einer ultradünnen Polymerverbindung, auf die die Leiter sowie die stabilisierenden Strukturen aufgebracht sind. Dank einer recht niedrigen Impedanz von 20 Ohm spielt der ET1000 trotz seines geringen Wirkungsgrades von nur 94 dB auch gut an gewöhnlichen Smartphones. Simgot legt dem ET1000 zwei verschiedene Paare Ohrpolster bei. Eines, das der Kopfform angepasst ist und komplett aus Leder besteht, sowie ein zweites, das gerade geformt ist und bei dem die Auflagefläche aus Velours ist. Simgot empfiehlt das erste Paar, das eine weite Bühne und einen volleren Klang bieten, während das zweite die Abbildung etwas einengen und dafür Stimmen stärker herausarbeiten soll. Das ist ein durchaus ernst zu nehmender Ansatz – die Ohrpolster tragen maßgeblich zum Klang eines Kopfhörers bei. Schließlich macht der Bereich unter den Polstern einen erheblichen Teil der „Raumakustik“ eines Kopfhörers aus, nicht zu vergessen die Tatsache, dass die Form der Ohrpolster den Abstand und die Ausrichtung der Treiber zu den Ohren bestimmt.     

Preis: um 900 Euro

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Simgot ET1000

Referenzklasse

3.5 von 5 Sternen

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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
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Datum 25.12.2018, 09:56 Uhr