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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Audioquest Dragonfly Cobalt


D/A-Wandler Audioquest Dragonfly Cobalt

Kopfhörerverstärker Audioquest Dragonfly Cobalt im Test, Bild 1
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Der König der Mikro-DACs bekommt ein neues Modell an die Seite gestellt. Dabei ändert Audioquest an seinem neuen Dragonfly mehr als nur die Farbe.  

Es ging ein Raunen durch das Internet, damals, als einer der führenden Smartphone-Produzenten auf dem Planeten ankündigte, beim neuen Modell auf den analogen 3,5-Millimeter- Ausgang verzichten zu wollen. Bluetooth sei die Zukunft und kabelgebundene Kopfhörer gehörten zum alten Eisen. Ein Großteil der damals sehr überzogenen Kritik an Apples iPhone 7 kam von Nutzern, die irgendeine Art billiger Ohrhörer an ihr Telefon hängen wollten. Klar ist der Kostenfaktor von ernst zu nehmender Relevanz. Aus der audiophilen Ecke kam hingegen ein völlig anderer Grund zur Besorgnis, denn die besten Kopfhörer sind nach wie vor zumeist passiv und benötigen einen entsprechenden Klinkenanschluss und einen passenden Verstärker.

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Audioquest sprang in die Bresche und lieferte mit dem Dragonly einen winzigen USB-DAC, den man wahlweise an Anlagen, Laptops oder Smartphones verwenden kann, um so an jedem Gerät hochwertige Kopfhörer zu nutzen. Neben dem Dragonl y Black kam die in Rot gehaltene Red-Version hinzu, die mehr Power und ein schickeres Finish brachte. Jetzt wird die Palette der winzigen DACs um das nächste Modell erweitert, bei dem es weniger um eine Revolution als vielmehr um Detailverbesserungen zu gehen scheint. Dragonl y Cobalt nennt sich der Neuzugang und wie bei den anderen DACs der Serie gibt der Name auch gleich Aufschluss über die Farbe des Gerätes. Ein dunkles Kobaltblau wurde gewählt, um dem Dragonly sein elegantes Äußeres zu verleihen. Wie schon beim Red wird auch hier hochwertiger Lack aus der Automobilindustrie verwendet, der einen leichten Perleffekt besitzt, hervorragend aufgetragen ist und eine durch und durch edle Anmutung bietet. Die schöne Optik und Haptik sind auch auf das stabile Metallgehäuse zurückzuführen. Ein Feature, das man bei einem so winzigen Gerät eigentlich kaum erwartet, man aber von Audioquest mittlerweile einfach gewohnt ist. Einzig die Schutzkappe, mit der der USB-A-Anschluss vor und nach dem Gebrauch abgedeckt wird, ist aus Kunststoff gefertigt, was der hohen Material- und Verarbeitungsqualität aber keinerlei Abbruch tut. Während man mit dem Cobalt so in die gleiche Kerbe schlägt, wie es Black und Red taten, wurde die Form des neuen Dragonly allerdings leicht überarbeitet. Das untere Ende ist nun etwas dicker und runder geraten, was den Wandler nun weniger wie einen klassischen USB-Speicherstick aussehen lässt. Die Statusleuchte in Form einer Libelle ist weiter nach oben gerückt und nun etwas kleiner, und auch in der Länge hat der Cobalt ein wenig Volumen eingebüßt. Im Vergleich mit dem ebenfalls schon winzigen Red, wirkt der neue Dragonly nun trotz des dickeren Gehäuses nochmals deutlich kleiner. Weniger als sechs Zentimeter benötigt der Wandler, um all seine Komponenten unterzubringen. Trotz seiner Metallhülle wiegt der Cobalt dabei gerade einmal 19 Gramm. In der Tasche fällt der Dragonly also praktisch kaum auf.Mit dem Verschwinden der 3,5-Millimeter- Buchse hat man sich abgefunden und der praktische USB-C-Port moderner Geräte bietet viele Vorteile. Dennoch verfügt der Dragonl y Cobalt aber nur über einen breiten USB-AStecker. Für Laptops normalerweise genau richtig, bei Smartphones und Tablets aber eigentlich unbrauchbar. Darum legt Audioquest dem Cobalt neben einem kleinen Lederetui auch den Dragontail-Adapter bei. Zwischen Telefon und Wandler gesteckt, kann es damit bei Android-Geräten sofort losgehen mit dem Musikhören. Als Kabelhersteller wurde natürlich auch bei den wenigen Zentimetern Signalleiter des Adapters auf Qualität geachtet, weshalb Audioquest hier die Technologie der Oberklasse-Modelle Carbon verwendet. Da Apple erneut seinen eigenen Weg geht, müssen iOS-User das Apple Camera Kit nutzen, um von USB-A auf den proprietären Lightning- Stecker zu adaptieren. Ansonsten wird der Dargonl y stets gleich gehandhabt. Einstecken, eventuell USB als Ausgang für Audiosignale auswählen, schon ist der DAC einsatzbereit. Es ist nun schon ein paar Tage her, dass die letzte Generation des Dragonly Black und Red auf den Markt kam und die Entwicklung bleibt selbstverständlich niemals stehen. Beim Cobalt hat sich Audioquest dafür entschieden, einige zentrale Bauteile zu modernisieren und aufzuwerten. Als Erstes geht es dabei um den genutzten Mikroprozessor, der die Arbeit des DACs kontrolliert. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung des Chips, der auch in den bisherigen Modellen zum Einsatz kam und identische Features wie die 32-Bit-Architektur und die Möglichkeit für Firmwareupgrades bietet. Der größte Unterschied des neuen PIC32MX274 gegenüber dem Vorgänger ist aber der um etwa ein Drittel reduzierte Stromverbrauch. Das ist beim Dragonly besonders wichtig, da der DAC im Gegensatz zu den meisten anderen mobilen Wandlern keinen internen Akku besitzt, sondern direkt vom genutzten Quellgerät mit Strom versorgt werden muss. Mit dem neuen Chip wird der Akku des verwendeten Smartphones also weniger schnell entleert. Zweite wichtige Änderung beim Cobalt ist der DAC-Chip. Während Black und Red den ES9016 nutzen, der bei der Markteinführung ganz vorne mitspielte, wird beim neuen Modell auch die neueste Wandler-Generation verwendet. Darum kümmert sich nun ein ES9038Q2M von ESS um die Umsetzung der Signale. Nach wie vor ist der Dragonl y in der Lage, PCM mit bis zu 96 kHz bei 24 Bit umzusetzen. Hier hätte es im Jahr 2020 durchaus auch ein Upgrade auf 192 kHz sein dürfen, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die neuen technischen Komponenten auch mit einer merklichen Erhöhung des Kaufpreises einhergehen. Je nach genutzter Abtastrate leuchtet die kleine Libelle auf der Oberseite in einer anderen Farbe, und auch für das MQA-Rendering, das der Cobalt vollziehen kann, wurde eine eigene Farbe gewählt. Erstmals nutzt Audioquest außerdem ein abweichendes Filter. Während zwar nach wie vor eine Minimum-Phase-Variante angewandt wird, wechselte man von einem Fast auf einen Slow Roll-off. Dieser generiert sehr wenig Pre-Ringing bei hoher Signalintegrität, was zu einem natürlicheren Klang führen soll. Zwar liegen Theorie und Praxis oft auseinander, doch hier hat Audioquest absolut recht. Der Cobalt punktete im Hörtest mit wunderbarer Durchhörbarkeit und einem sehr angenehmen Flow. Im Quervergleich mit dem Dragonly Red machte er einen etwas runderen und leicht wärmeren Eindruck, während die rote Variante hier und da mehr Definition an den Tag legte und so teilweise etwas spitzer wirkte. Am Dynamikumfang änderte das neue Filter hingegen nichts, denn auch der Cobalt überzeugte mit kernigen Einsätzen vor einem dunklen Hintergrund. Gerade bei der Stimmenwiedergabe zeigte sich die schöne Transparenz, sodass Gesang facettenreich wiedergegeben wird. Genreübergreifend lieferte der Dragonly einen sehr ausgewogenen Sound, dem es prinzipiell an keiner Stelle merklich mangelt. Musikalisch, fließend und bewegend ist der Cobalt ein klasse DAC für CD-Rips und HiRes gleichermaßen. An einer Anlage reichen die 2,1 Volt Ausgangsspannung problemlos für den Direktbetrieb mit Vollverstärkern, während der Texas-Instruments-Kopfhörerverstärker in Kombination mit der 64-stui gen Lautstärkeregelung sich bei der Nutzung mit Smartphones und Kopfhörern ausgezeichnet macht. Zusammen mit geringen Abmessungen und weniger Gewicht ist der Dragonly Cobalt eine der besten Lösungen, um unterwegs unkompliziert und in bester Qualität Musik zu hören.

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Audioquest Dragonfly Cobalt


03/2020 - Philipp Schneckenburger

Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 300 Euro 
Vertrieb: Audioquest, Rosendaal (NL) 
Telefon: +31 165 541404 
Internet: www.audioquest.de 
B x H x T 19/12/58 
Eingänge: 1 x USB-A 
Unterstützte Abtastraten: bis 96 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x 3,5-mm-Klinke 
checksum: Der neue Chipsatz und das überarbeitete Gehäuse machen den Dragonfly Cobalt klar zum Flaggschiff von Audioquests Mikro- DAC-Serie. Klanglich sehr ausgewogen und mit wunderbarer Musikalität ist der Cobalt eine ausgezeichnete Wahl für Smartphones und Laptops. 
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Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 03.03.2020, 14:54 Uhr
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