Kategorie: Lautsprecher Stereo

Einzeltest: Elac FS 248


Siegessäule

Lautsprecher Stereo Elac FS 248 im Test, Bild 1
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Elacs Entwickler waren fleißig und haben für Zuwachs bei der erfolgreichen Linie 240 gesorgt. Die neuen Standlautsprecher FS 248 sind mit dem Besten aus dem Kieler Technik- Fundus bestückt und gefallen durch ihr besonders schlankes Erscheinungsbild.

Neue Wege gehen die Designer aus dem hohen Norden auch bei der Optik, da neben den klassischen Gehäusevarianten „Kirsche Furnier“ und „Hochglanz Schwarz“ jetzt auch weitere Ausführungen erhältlich sind. Ob die Wahl dabei auf „2Hochglanz Weiß“, die edle Sonderlackierung oder „Titan Shadow“ fällt, bleibt den Kunden überlassen – wir haben uns jedoch für die alternative Variante im brandaktuellen Farbton Mokka entschieden. So kommt das nur 17 cm breite und etwa 117 cm hohe Gehäuse besonders gut zur Geltung. Ein Sockel mit höhenverstellbaren Spikes sorgt für besseren Stand der schlanken Säule und für die Luft, die das nach unten ausgerichtete Bassreflexrohr zum Atmen braucht.

Lautsprecher Stereo Elac FS 248 im Test, Bild 2Lautsprecher Stereo Elac FS 248 im Test, Bild 3Lautsprecher Stereo Elac FS 248 im Test, Bild 4Lautsprecher Stereo Elac FS 248 im Test, Bild 5
Ein weiterer Bassreflexkanal befindet sich auf der Rückseite des Gehäuses. Dieser ist bei Auslieferung mit einem pilzförmigen Pfropfen aus PU-Schaum verschlossen, der durch leichtes Drehen und Ziehen entfernt werden kann. Dadurch gewinnt der Lautsprecher unten herum noch einmal etwas an Schub und Durchsetzungsvermögen, was in großen Hörräumen von Vorteil sein kann. Bei wandnaher Aufstellung oder in kleinen Räumen empfiehlt sich jedoch der geschlossene Betrieb der Boxen, da die Elac-Schönheiten für beachtlichen Bassdruck sorgen können.

Technik


Die schlanke Schallwand kann naturgemäß keine ausgewachsenen Tieftontreiber aufnehmen. Um dennoch eine zufriedenstellende Basswiedergabe zu ermöglichen, setzt Elac pro Stereoseite auf den Einsatz von gleich drei langhubigen Chassis mit einem Nenndurchmesser von 150 mm. So steht genügend Fläche zur druckvollen Basswiedergabe bereit, und nebenbei sorgen die parallel arbeitenden Tieftonchassis für einen hohen Wirkungsgrad der Lautsprecher. Die Tief- und Konusmitteltöner der FS 248 sind in Aluminium-Sandwich-Bauweise gefertigt, wobei eine kristallförmig geprägte Aluminiumfolie (0,125 mm Stärke) mit einem Zellstoffkonus verklebt wird. Zwei strategisch günstige Klebestellen, eine am Membranhals, die andere an der Unterseite der Kristallmembran, sorgen für ein gutes Großsignalverhalten mit geringen Partialschwingungen. Auch im Mitteltonbereich kommt die von Elac „AS-XR“ getaufte Kristallmembran zum Einsatz, hier allerdings mit geringfügig geringerem Durchmesser und Doppelwellen-Gewebesicke. Ganz oben sorgt der bewährte JET-Hochtöner für guten Ton, der auf dem Prinzip des „Air Motion Transformers“ von Oskar Heil beruht. Eine zu einer Ziehharmonika gefaltete hauchdünne Folienmembran wird von einem starken Magnetsystem aus Neodymstäben angetrieben. So entsteht eine Membran, die erheblich leichter ist als die einer herkömmlichen Hochtonkalotte, bei gleichzeitig deutlich gesteigerter Membranfläche. Sehr gute Impulstreue kombiniert mit großen Dynamikreserven und hohem Schalldruck sind die Folge. Bei der Elac FS 248 handelt es sich um eine Dreieinhalb- Wege-Konstruktion. Zwei der Tieftöner bearbeiten den Bereich bis hinauf zu 180 Hertz, der obere Basstreiber spielt parallel bis zu einer Frequenz von 450 Hertz. Hier übernimmt dann der 140 mm Mitteltöner, der bis zirka 2.900 Hertz im Einsatz bleibt. Alles darüber wird dem JET-III-Hochtöner aufgebürdet, der jedoch, wie wir aus Erfahrung wissen, diese Last bereitwillig und ohne Klagen übernimmt. Direkt hinter den soliden Biwiring-Terminals sitzen zwei hochwertig bestückte Frequenzweichen, die mit verlustarmen Kabeln Kontakt zu den Lautsprecherchassis aufnehmen. Die Gehäuse sind hervorragend verarbeitet und dank der aufwendigen Innenversteifungen sehr resonanzarm.

Klang


Wie die anderen Lautsprecher in unserer Ausgabe dürfen sich auch die Elac FS 248 lange Zeit einspielen, bevor wir sie zum Hörtest bitten. In unserem doch recht großvolumigen Hörraum stehen die Lautsprecher mit den Seitenwänden nahezu parallel zueinander und bauen auf die Kraft der zweiten Bassreflexkanäle. Was als erstes auffällt, ist die enorm stabile Bühnenabbildung der Elac Boxen. Sie lotet problemlos die Grenzen des Aufnahmeraums aus und baut, wenn gefordert, eine sehr großzügige virtuelle Live-Bühne in unserem Hörraum auf. Interpreten fühlen sich darauf sichtlich wohl und zeigen, dass sie ihre Instrumente perfekt beherrschen. Die Elac- Schallwandler spielen herausragend offen und lebendig, mit einer Dynamik, die wir diesen schlanken Säulen nicht zugetraut haben. Ganz besonders gefällt die exzellente Feindynamik der Lautsprecher, die gerade auch bei geringen Abhörpegeln das Heraushören feinster Details ermöglicht. Dabei unterfütterten die insgesamt sechs Tieftöner das losgelöste Klangbild mit einem satten Bassfundament. Auch bei höheren Lautstärken bewahren die FS 248 ihre Qualitäten: Der Bass bleibt jederzeit knackig und kontrolliert, die Mitten sind angenehm einschmeichelnd und der Hochtonbereich glänzt mit phänomenal guter Auflösung – sehr schön!

Labor


Elacs neue Lautsprecher FS 248 zeigen im Messlabor eine überaus gute Performance, bei der besonders der lineare Frequenzgang, kombiniert mit hervorragendem Rundstrahlverhalten auf sich aufmerksam macht. Die kleine Senke im Grundton- und der recht frühe Abfall im Bassbereich sind messtechnisch bedingt – am Hörplatz ist davon nichts zu spüren. Auch bei den von uns gemessenen (aber nicht abgebildeten) Klirrfaktorwerten und dem Ausschwingverhalten sind die Elac-Konstrukte ohne nennenswerten Auffälligkeiten. Einzig bei 1.000 Hertz ist eine zwar gut bedämpfte, aber langsam ausschwingende Resonanz zu erkennen.

Fazit

Mit der neuen FS 248 schafft Elac einen Lautsprecher mit modernem Design und wohnraumfreundlichen Abmessungen, der zusätzlich zu seinen optischen Qualitäten auch klanglich jede Menge zu bieten hat.

Preis: um 3200 Euro

Elac FS 248

02/2010 - Jochen Schmitt

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 22.02.2010, 13:04 Uhr
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