Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Canton CD-3500 wireless


Funkturm

Lautsprecher Surround Canton CD-3500 wireless im Test, Bild 1
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Wer kennt das nicht? Dem Kauf eines 5.1-Sets folgt das lästige und oft problematische Verlegen der Kabelstrippen im Wohnzimmer. Mittlerweile haben viele Hersteller diverse Wege zur drahtlosen Signalübertragung gefunden. Mit dem CD3500 wireless bringt Canton nun seine Lösung, die nicht nur wohnraumtauglich ist, sondern auch audiophilen Ansprüchen genügen soll.

Funkübertragung heißt das Zauberwort, das eine kabellose Signalübertragung zwischen AV-Receiver und den elegant wirkenden Lautsprechersäulen ermöglicht. Um ein klanglich zufrieden stellendes Ergebnis zu erzielen, haben Cantons Entwicklungsabteilung und ein kanadischer Funkübertragungsspezialist ihre Köpfe zusammengesteckt. Das Ergebnis kann sich allemal sehen lassen.

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Ausstattung

Das Herzstück des CD 3500 wireless sind die auf Funktechnik basierenden Sende- und Empfangseinheiten. Einfach ausgedrückt haben die Hessen Folgendes gemacht: Während die mit einem Steckernetzteil ausgerüstete Sendeeinheit in einem kompakten Kästchen nahe dem AV-Receiver platziert und mit diesem verbunden ist, empfangen die schlanken Alu-Schallwandler die Funksignale über eine an der Rückseite angebrachte, kleine Antenne. Innerhalb weniger Sekunden synchronisieren sich Sender und Empfänger automatisch. Sobald die beiden Leuchtdioden an der Sendeeinheit grün leuchten, sind beide Geräte aufeinander abgestimmt. Das einzige benötigte Kabel ist die Verbindung zur Steckdose, wodurch die 200 Watt starke Endstufe im Innern des Lautsprechers mit dem nötigen Strom versorgt wird. Das Audiosignal wird über die Vorverstärkerausgänge des AV-Receivers oder des DVD-Spielers per Cinchverbindung an die keine Sendeeinheit geleitet. In dieser wird das elektrische Signal von einem Basisbandprozessor in ein 2,4-Gigahertz- Funksignal gewandelt. Mit einer Sendeleistung von 100 Milliwatt wird das Datenpaket anschließend an den Empfänger gesandt.

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Canton gewährt eine stabile Übertragung, indem durch das so genannte Frequenzhopping regelmäßig zwischen 18 gleichberechtigten Kanälen hin- und hergeschaltet wird. Um Datenverluste bei der Übertragung so gering wie möglich zu halten, kommunizieren Sender und Empfänger über Kontrollbits bis zu etwa 180-Mal in der Sekunde miteinander. Zur ausgefeilten Übertragungstechnik gehört natürlich auch ein adäquater Lautsprecher. Aus diesem Grund griff man bei Canton auf die Grundlagen der altbewährten CD 300 zurück. In der 120 Zentimeter hohen zweieinhalb- Wege-Box namens CD 3500 kommen im oberen Teil gleich zwei 110 Millimeter messende Aluminium-Tiefmitteltöner unter. Direkt darunter befindet sich das 25er-Alu-Mangan-Hochtonchassis namens ADT-25. Wiederum unter diesem „leben“ die beiden ebenfalls 110 Millimeter durchmessenden Tieftöner. Bis auf den Hochtöner sind alle Chassis mit Cantons neuester Entwicklung, der Wave-Sicke ausgestattet, die einen größeren Hub und so eine druckvollere Klangdarstellung ermöglicht. Das formschöne und aufwändig verarbeitete Aluminiumgehäuse weist eine nach hinten verlaufende Verjüngung auf, die nicht nur elegant wirkt, sondern auch das Entstehen klangschädigender stehender Wellen im Gehäuseinnern stark vermindert. Die in unserem Test in der Front eingesetzten CD 3200 active verfügen zwar über eine identische Bestückung und über die gleichen ICEPower- Endstufenmodule wie in der CD 3500, sind allerdings nicht mit dem Funkmodul ausgerüstet. Die 200 Watt starke Endstufe sitzt direkt am Anschlussterminal, an dem sich Hoch- und Niederpegeleingänge und die manuelle Lautstärkeregelung befinden. Sind beide Speaker mit dem beiliegendem Synchronkabel verbunden, können sie per mitgelieferter Fernbedienung gesteuert werden. Als Center verwenden wir den speziell dafür vorgesehenen CD 360. Dieser ist, wie seine beiden Brüder CD 3200 und CD 3500, mit je zwei Mitteltieftönern und zwei Tieftönern ausgestattet, die natürlich ebenfalls mit Alumembranen bestückt sind. Zwischen diesen beiden Twin-Einheiten kümmert sich der 25-Millimeter-Tweeter um eine ordnungsgemäße Reproduktion hochfrequenter Schallanteile. Als Tiefbassunterstützung setzen wir Cantons AS100SC ein. Dieser verfügt ebenfalls über eine 200 Watt starke Endstufe und ein 250 Millimeter durchmessendes Tieftonchassis, das durch die gefaltete Wave-Sicke einen Hub von bis zu 50 Millimetern ermöglicht. Die große Bassreflexöffnung ist ebenfalls in der Front des 505 Millimeter hohen Tieftonmeisters zu finden. Glücklicherweise ist der AS100SC auch mit silbergrauem Oberflächenfinish verfügbar und harmonisiert so mit seinen „Mitstreitern“ in diesem Set.

Klang

Im Stereobetrieb zeigen sich die beiden Aktivsäulen gleich von ihrer Schokoladenseite und wissen die Hörjury zu begeistern. Dave Stewards „Lily was here“ bringt Leben in unseren Hörraum. Das klar dominierende Saxofon ist deutlich auf der Bühne zu lokalisieren, lässt den übrigen Instrumenten wie beispielsweise dem Bass dennoch genügend Freiraum sich zu entfalten. In Clair Marlos Hit „All for the feeling“ zeigen die hessischen Schallwandler erneut, was sie in Sachen Räumlichkeit zu leisten imstande sind. Leicht auf die Hörposition ausgerichtet ergibt sich hier ein exzellent dargestelltes Bühnenbild. Gepaart mit Center, Subwoofer und den beiden kabellosen Rearspeakern unterziehen wir Cantons Aktivsäulen dem Multikanaltest. Die mit vielen Details gespickte Stuhlfahrt durch die unterirdischen Gänge in „Casper“wird dynamisch und homogen dargestellt. Sämtliche Maschinen, wie die automatische Zahnbürste oder der riesige Föhn, fügen sich klanglich perfekt ins Gesamtbild ein. Kritisch beäugen wir hier natürlich die Funkübertragung an die Effektlautsprecher und sind positiv überrascht: Die Unterschiede zu einem kabelgebundenen System sind minimal. Selbst kleinste Einzelheiten reproduzieren Cantons Säulen nahezu perfekt und leisten das, was man von ihnen erwartet. Zudem werden tieffrequente Tonanteile wie Explosionen körperhaft und dynamisch dargestellt, wobei man stets den Eindruck hat, eine voluminösere Box zu hören. Je nach Raumgröße und Hörgeschmack kann sogar ganz auf einen Subwoofer verzichtet werden.

Labor

In unserem Labor bestätigt das Canton-Set unseren positiven Höreindruck. Bereits knapp über 50 Hertz macht sich der CD 3500 deutlich bemerkbar und sorgt so für ein solides Bassfundament im Stereo- und im Mehrkanalbetrieb. Das ist eher ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass es sich hier um einen Säulenlautsprecher handelt. Über das gesamte Frequenzbandspektrum ergibt sich zudem ein extrem linearer Pegelverlauf, der sich zwischen 70 und 17.000 Hertz in einem Toleranzbereich von plus-minus 2,5 Dezibel bewegt.

Fazit

Cantons Weg, Lautsprecher kabellos mit dem Receiver zu verbinden, dürfte gerade für zukünftige Wohnraumkinobesitzer die perfekte Lösung sein. Tatsächlich wird außer der Stromversorgung kein weiteres Kabel benötigt. Die Installation ist supereinfach und kann von jedermann vorgenommen werden. Der extreme Aufwand in der nahezu verlustfreien Signalübertragung hat sich vollends gelohnt und bringt großen Kinosound auch ohne nerviges Kabelgewirr.

Preis: um 5250 Euro

Lautsprecher Surround

Canton CD-3500 wireless

Spitzenklasse


12/2009 - Roman Maier

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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 17.12.2009, 15:38 Uhr
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