Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Elac Linie 190


Linie 190: Elacs Wohnraumtraum im weltersten Mehrkanaltest

Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 1
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Man nehme den JET-Hochtöner und die kompromisslose Klangqualität aus der 240er- sowie das schlanke, bestens verarbeitete Gehäuse und die Preisgestaltung der 180er-Serie. Ergebnis: Elacs brandneue Linie 190, die unter Heimkino- wie Musikfreunden auf größtes Interesse stoßen wird.

Wie kaum ein anderer Hersteller versteht Elac es, Design, Funktionalität und höchste Ansprüche an die Klangqualität perfekt miteinander zu vereinen. Als ideales Beispiel dafür dient beispielsweise Elacs Linie 180, die uns im Test vor zweieinhalb Jahren so sehr beeindruckte, dass wir sie einfach mit dem Prädikat „HEIMKINO Highlight“ auszeichnen mussten. Mit der Linie 190 stellt das 1926 gegründete Unternehmen nun ein neues, auf den Grundlagen der 180er-Serie basierendes Lautsprecher-Programm vor, das sich einiger Updates und neuester Technik größerer Serien erfreut und die Konkurrenz in der Spitzenklasse das Fürchten lehren soll.

Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 2Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 3Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 4Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 5Lautsprecher Surround Elac Linie 190 im Test, Bild 6
Das machte auch mich neugierig, weshalb ich sofort ein Surroundset für einen ausführlichen Test orderte.

Ausstattung


Gerade Linien, schlanke Gehäuse, schicke Schleiflack-Oberfläche – wie der überwiegende Teil des Elac-Produktportfolios folgt auch die inzwischen in unserem Testkino aufgebaute 190er-Linie dem aktuellen, eher zeitlos gehaltenen Wohntrend. Doch im Gegensatz zu vielen anderen hochschicken Mitbewerbsmodellen gehört hier auch die Technik zum Feinsten, was es derzeit in dieser Kategorie zu kaufen gibt. Zuallererst muss dabei natürlich Elacs legendärer JET-3-Hochtöner genannt werden, den wir u. a. aus der 240er-Serie kennen und der auch in diesem Mehrkanalpaket zum Einsatz kommt. In der Hauptsache besteht er aus einer extrem leichten, mäanderförmig (Schlingenform) gefalteten Folie, die eine deutlich größere Membranfläche als herkömmliche Tweeter bereitstellt und von leistungsstarken Neodymmagneten angetrieben wird. Das macht Sinn, denn obwohl der Einsatz dieser Konstruktion der Wahl selektierter Bauteile, eines extrem hohen Erfahrungsschatzes und hochpräziser Handwerksarbeit bedarf, lohnt der Aufwand, der sich durch ein gesteigertes Impulsverhalten und einen höheren Wirkungsgrad deutlich bemerkbar macht. Dazu passt dann auch, dass Elac sämtliche Mittel- und Tieftöner der Serie mit überarbeiteten Versionen der in der 180er-Serie eingesetzten Chassis ausstattete, die sich um alle Frequenzanteile unterhalb 2.500 Hertz kümmern. Diese sind mit schwarzen, aus der eigenen Entwicklungsabteilung stammenden Aluminium-Papier-Sandwich-Membranen ausgestattet. Das macht Sinn, sorgt die Kombination aus hochfester Alu-Schicht und dem darunter befindlichen, dämpfenden Zellstoffträger laut Hersteller für eine präzisere Darstellung im Einsatzbereich und dafür, dass die Kieler dem Ideal einer masselosen Schallquelle extrem nah kommen.

Sub 2040 ESP


In Sachen Subwoofer-Entwicklung folgt Elac seit Jahren seiner eigenen Philosophie und setzt in den meisten Modellen auf den Einsatz gleich zweier Tieftonchassis (im Sub 2040 ESP je 200 Millimeter Durchmesser), die sich in Push-Push/Pull-Pull-Anordnung im Boden bzw. im oberen Teil des kompakten und extrem verwindungssteifen Gehäuses finden. Rückseitig durch Metallstangen miteinander verbunden, bewegen sich die beiden Schwingsysteme im Gleichtakt nach oben und unten und geben ihre Bassanteile auf die im definierten Abstand befindlichen Boden- bzw. Deckelplatten ab. Den nötigen Antrieb liefert unterdessen die leistungsstarke 250-Watt-Leistungsendstufe, die ihren Platz im Inneren des kompakten, aber sehr massiv konstruierten Gehäuses fi ndet. Mindestens ebenso spannend wie der ungewöhnliche, aber sinnvoll gestaltete Gehäuseaufbau erweist sich das rückseitig platzierte Aktivmodul: Mit gleich drei Hochpegeleingängen und einer praktischen Room-Tuning- Schaltung ausgestattet, lässt sich der kleine Bolide perfekt auf die räumlichen Gegebenheiten und seine Zuspieler anpassen.

Klang


Inzwischen ist das Set aufgebaut, eingemessen und sieht seiner 48-stündigen Einspielphase entgegen. Doch bereits zu Beginn der selbigen weiß das Sextett durch seine extreme Spielfreude und Spritzigkeit zu überzeugen, die mich aufhorchen lässt. Zwei Tage und eine Feinjustage später geht es dann endlich in den Praxistest. Und hier versteht das Elac-Sextett mich vom ersten Augenblick an für sich einzunehmen. Kein Wunder, denn die Agilität, mit der es in „Transformers 3“ loslegt, erweist sich als nochmals impulsiver als noch zwei Tage zuvor. Als der „Driller“ dann damit beginnt, das gläserne Hochhaus zu zerlegen, zeigen die Elacs ihre Stärken in einer unglaublich echten Detailreproduktion, die jede noch so kleine Einzelheit deutlich herausschält und an ihren festen Platz in unserem Testraum stellt. Ganz nebenbei weiß das Set in dieser wie auch in späteren Passagen durch eine durchweg realistische Raumdarstellung zu imponieren. So werde ich von einer lückenlosen Surroundkulisse umschlossen, die mich mitten in die Handlung versetzt und mir so jede Menge Kinospaß vermittelt. Dies ist zu einem Großteil der genialen Hochton-Konstruktion zu verdanken, die selbst höhere Pegel verzerrungsfrei zu Gehör bringt, ohne dabei im Geringsten spitz oder dominant zu wirken. Und der hier eingesetzte JET-3-Tweeter birgt einen weiteren Vorteil, denn dank seines erweiterten Wirkungsbereiches (Übernahme bei 2.500 bzw. 2.700 Hertz) können sich seine Mitspieler voll und ganz auf ihre Stärken besinnen, was sich in dieser wie auch in den folgenden Passagen durch eine unglaubliche Mittenpräsenz und eine Grundtonagilität bemerkbar macht, die man sonst nur von teureren Drei-Wege-Lautsprechern kennt.

Fazit

Genial wie effektiv: Um die perfekte Symbiose aus kompromissloser Klangqualität, ansprechender Optik, hervorragender Verarbeitung und fairer Preisgestaltung zu erreichen, hat sich Elac kurzerhand die Rosinen aus seiner 180er- und 240er-Serie gepickt. Dabei ist der Plan voll aufgegangen, denn mit ihrer brandneuen wie hochattraktiven Linie 190 offerieren die Kieler qualitätsbewussten Heimkino- wie Musikfreunden eine Serie, die sowohl im Wohnzimmer wie in dedizierten Heimkino- oder Musikräumen eine optisch wie klanglich perfekte Vorstellung abgibt.

Preis: um 4430 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Lautsprecher Surround

Elac Linie 190

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

05/2013 - Roman Maier

Bewertung 
Klang 70% :
Dynamik/Lebendigkeit 15%

Tiefbasseigenschaften 15%

Tonale Ausgewogenheit 10%

Detailauflösung 10%

Zusammenspiel 10%

Hörzone Center 10%

Labor 15% :
Frequenzgang 5%

Verzerrungen 5%

Pegelfestigkeit 5%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Ausstattung 5%

Bedienungsanleitung 5%

Ausstattung & technische Daten 
Einzelpreis Hauptlautsprecher 879 
Einzelpreis Center 689 
Einzelpreis Rearspeaker 479 
Einzelpreis Subwoofer (in Euro) 1029 
Garantie 3 Jahre Lautsprecher / 2 Jahre Subwoofer 
Vertrieb Elac, Kiel 
Telefon 0431 647740 
Internet www.elac.de 
Ausstattung
Ausführungen Weiß, Schwarz (Seidenmatt) 
Abmessungen (B / H / T in mm):
Frontlautsprecher 210/975/290 
Center 435/158/350 
Rearspeaker 160/290/262 
Subwoofer 257/410/358 
Subwoofer SUB 2040 ESP 
Gewicht 17.7 
Leistung laut Hersteller (in Watt) 250 
Nenndurchmesser / Membrandurchm. (in mm) 2 x 200 mm 
Bauart geschlossen 
Prinzip Down-/Topfire 
Pegel Regler 
Trennfrequenz 40-160 Hz 
Phasenregulierung Schalter (0/180°) 
Hochpegel Eingang / Ausgang Schraubklemmen (3/-) 
Niederpegel Eingang / Ausgang Cinch (1/-) 
Frontlautsprecher FS 197 
Gewicht (in kg) 15 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 2 x 140 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm)
Hochton (in mm) JET III 
Bauart Bassreflex 
Rearlautsprecher BS192 
Gewicht (in kg) 5.5 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 135 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm)
Hochton (in mm) JET III 
Bauart Bassreflex 
Centerlautsprecher CC191 
Gewicht (in kg) 8.8 
Anschluss Bi-Wire 
Tiefton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm) 2 x 135 mm 
Mittelton Nenndurchm. / Membrandurchm. (in mm)
Hochton (in mm) JET III 
Bauart Bassreflex 
empfohlene Raumgröße 50m2 
Preis/Leistung hervorragend 
+ druckvolle Basswiedergabe 
+ exzellente Detailreproduktion 
+ hervorragende Verarbeitung 
Klasse Spitzenklasse 
Testurteil überragend 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
Kontakt E-Mail
Datum 07.05.2013, 10:32 Uhr
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