Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Sonus Faber Toy-Collection


Toy Story

Lautsprecher Surround Sonus Faber Toy-Collection im Test, Bild 1
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Immer wieder schaffen es die Boxenkünstler aus der Lombardei Lautsprecher zu kreieren, die einen dermaßen anziehen, dass man sie einfach anfassen und vor allem hören muss. So auch beim kleinsten Spross der Italiener, der auf den Namen „Toy “hört. Aber lesen Sie selbst ...

Seit der ersten Produktpräsentation im Jahre 1980 steht der Name Sonus Faber für hochwertigst verarbeitete Präzisionslautsprecher feinster Coleur. In fast drei Jahrzehnten haben sich die „Klangmacher“, so die deutsche Bedeutung des mittlerweile legendären Firmennamens, dabei durch innovative Entwicklungen an der Spitze der Lautsprecherelite etabliert. Das in dieser Zeit erlangte Wissen wollten Sonus Fabers Ingenieure natürlich nicht ungenutzt lassen und transferierten dieses nach und nach auch in die kleineren Produktserien. So profitiert nun auch die kleinste und preiswerteste Serie namens Toy vom geballten Know-how und der unbezahlbaren Erfahrung der Italiener.

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Edel: Das Ledergewand

Wie nicht anders zu erwarten, setzt Sonus Faber auch in dieser Serie auf höchste Qualität. So basiert jeder der Schallwandler auf einem stabilen MDF-Gehäuse, welches durch zahlreiche Innenverstrebungen zusätzlich versteift wurde. Dennoch bleibt uns der Gehäusekorpus verborgen. Grund dafür ist das perfekt verarbeitete Lederkleid, in das sich jeder Toy-Lautsprecher hüllt. Keine Besonderheit für Sonus Faber, denken Sie? Doch, denn diesmal wurden nicht nur die Seitenwände, sondern auch die Front mit edlem Leder bezogen. Aber das schier Unglaubliche folgt noch, denn während die Messlatte in Sachen Verarbeitung sehr hoch angelegt wurde, liegt sie in Sachen Preisgestaltung extrem niedrig. Für gerade einmal 900 Euro ist beispielsweise schon das Pärchen Regalboxen zu kriegen, während Sonus Faber für die Standboxen lediglich 1.900 Euro verlangt - für das Paar wohlgemerkt. Ausgereift: die Technik Toy Tower nennt sich die rund 95 Zentimeter hohe Drei-Wege-Standbox, die in unserem Test als Hauptlautsprecher dient. Und als wären die exzellente Gehäuseverarbeitung und das ansprechende Äußere nicht schon genug, bestückten die Italiener ihr Schmuckstück auch noch mit selektierten Bauteilen, wie etwa einem Hochton-Ringstrahler, der es sich in der oberen Etage des Towers bequem gemacht hat.

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Die Besonderheit dieser Schwingeinheit ist die für die Schallabstrahlung besonders wichtige extrabreite Sicke. Ein System, mit dem Sonus Faber schon in leicht veränderter Form in anderen Serien gute Erfahrungen gemacht hat. Direkt unterhalb des Hochtöners sitzt der mit einer zellulosebeschichteten Papiermembran ausgestattete und 110 Millimeter durchmessende Vifa-Mitteltontreiber, der nach Vorgabe aus Cremona gefertigt wurde. Etwas weiter unterhalb des genannten Duos thront der 180-Millimeter-Tieftöner, dessen patentierte Fasergemisch-Membran in einem soliden Aludruckgusskorb sitzt. Eine weitere Optimierung erfährt der Woofer durch das eigens für ihn zu Verfügung gestellte Gehäusevolumen, welches rückseitig durch eine strömungsoptimierte Bassreflexöffnung ergänzt wird. Die ebenfalls aus selektierten Bauteilen bestehende Frequenzweiche findet sich unterdessen im unteren Gehäuseteil, also möglichst nah am Anschlussterminal wieder, welches übrigens mit hochwertigen WBT-Schraubklemmen versehen ist -kaum zu glauben für diesen Preis. Kommen wir zum Center und zu den beiden Rearspeakern, bei deren Entwicklung die Italiener ebenfalls nicht gespart haben. So sind beide Zwei-Wege-Modelle mit einem der Standbox identischen Ringstrahler für die Hochtondarstellung ausgestattet, dem in der Regalbox ein und im Center gleich zwei 110er-Tief-Mitteltöner zur Seite stehen. Letztere entsprechen im Aufbau exakt dem Mitteltöner der Standbox, wurden allerdings etwas tiefer abgestimmt.

Der Bassmeister: Velodyne MicroVee

Fehlt nicht noch etwas? Ja klar, der Subwoofer. In Ermangelung eines Toy-Woofers greifen wir hier zu Velodynes MicroVee, der sich in der Vergangenheit ja bereits als idealer Spielpartner für Sonus-Faber-Modelle erwies. In seinem gerade einmal zwölf Liter fassenden Gehäuse kommen drei 160er-Basschassis unter, von denen die beiden seitlich eingesetzten Schwingsysteme als Passivradiatoren dienen. Und es kommt noch besser, denn das mittig eingelassene Aktivchassis wird von einer 1.200 Watt starken Digitalendstufe angetrieben, die direkt am rückseitig platzierten und bestens bestückten Anschlussterminal sitzt. Zu den üblichen Reglern zur Lautstärke- und Trennfrequenzjustierung fi ndet sich hier auch ein kleiner Kippschalter, der die Umgehung der eingebauten Frequenzweiche erlaubt. Dies macht speziell dann Sinn, wenn der Besitzer über ein externes Weichenmodul oder ein Einmesssystem à la Velodyne SMS-1 verfügt.

Der Klangtest

Einmal aufgestellt, weiß uns das System schon im Stereotest zu überzeugen. Stets sauber und präsent, ohne sich aber selbst in den Vordergrund zu spielen, gibt das zunächst allein im Einsatz befindliche Toy- Tower-Duo sämtliche ihm übertragenen Klanganteile wieder, wie wir sie in dieser Preisklasse sonst eher selten erleben dürfen. Und als wäre dies nicht genug, baut das Duo eine derart greifbare Klangbühne vor uns auf, von der viele andere Lautsprecher nur träumen dürfen. Um den Center, die beiden Rearspeaker und den kompakten Subwoofer ergänzt, geht es anschließend in den Mehrkanaltest, den wir mit Pixars „Die Unglaublichen“ starten. Schon nach wenigen Sekunden fällt uns das durchweg hervorragende Zusammenspiel der sechs Probanden auf, die akustisch zu einer Einheit verschmelzen. Dabei ist es völlig nebensächlich, ob es sich um eine leisere oder eine turbulentere und lautere Passage handelt, denn zu wirklich jedem Zeitpunkt werden wir in ein nahezu lückenlos aufgebautes Surroundfeld gehüllt. Spätestens beim Kampf der Superhelden gegen die riesige Metallkugel unterstreicht dann auch der Subwoofer seine Daseinsberechtigung und unterlegt die vor Tieftondetails nur so gespickte Szene durch eine knackige Oberbassreproduktion und, wenn gefordert, durch gelegentliches Hinabsteigen in den Tiefbasskeller. Zudem beweist er, dass er trotz geringen Gehäusevolumens problemlos auch größere Hörraume wie unser ca. 35 Quadratmeter großes Testkino auszufüllen in der Lage ist.

Fazit

Es heißt zwar Toy, hat (mal abgesehen von seiner Größe) mit einem Spielzeug aber rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, denn was Sonus Faber hier anbietet, ist ein 5.1- Heimkinosystem, das sowohl im Stereo- wie Mehrkanaleinsatz auf höchstem Niveau spielt, perfekt verarbeitet und dazu erschwinglich ist und zudem über ein ansprechendes Äußeres verfügt. Wer also auf der Suche nach einem Heimkinosystem ist, das diese Eigenschaften vereint und zudem im Wohnraum aufgestellt werden soll, der wird nicht umhinkommen, sich dieses System einmal beim Händler seines Vertrauens vorführen zu lassen.

Preis: um 4300 Euro

Lautsprecher Surround

Sonus Faber Toy-Collection

Spitzenklasse


11/2009 - Roman Maier

 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 02.11.2009, 09:58 Uhr
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