Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: Vienna Acoustics Trio/Berg


Aus drei Mach 5.1

Lautsprecher Surround Vienna Acoustics Trio/Berg im Test, Bild 1
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Aufgrund des Erfolges flacher LCD- und Plasmabildschirme halten jetzt auch immer mehr Flachlautsprecher Einzug in europäische Wohnzimmer. Die hübsch designte Schönberg-Serie der österreichischen Boxenspezialisten Vienna Acoustics hält dabei ein ganz besonderes Modell bereit, welches noch unentschlossenen Filmfans den Einstieg ins Thema Heimkino extrem erleichtert.

Technik/Design

Die Lösung ist komplex und einfach zugleich, nennt sich Trio und hat es faustdick hinter den Ohren. Der wohl ungewöhnlichste Teilnehmer dieses Mehrkanalsystems erhielt diese bedeutsame Bezeichnung nicht ohne Grund, besteht er doch aus gleich drei strikt voneinander getrennten Lautsprechern, die allesamt im gerade einmal 90 Millimeter tiefen Alu-Gehäuse Platz finden und für die Darstellung des gesamten Frontbereiches im Heimkino zuständig sind. Folglich fühlt sich „Trio“unter dem TV-Gerät oder der Leinwand am wohlsten.

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Hier kann er an der Wand befestigt oder mittels des zum Lieferumfang gehörenden massiven Standfußes schön auf dem Rack platziert und präsentiert werden. Für die im Mehrkanalbetrieb so wichtige Homogenität sorgen drei unabhängig voneinander arbeitende, im definierten Abstand zueinander angebrachte Zwei-Wege-Systeme, die mit je einem Viennatypischen, transparenten 150er-XPP-Tiefmitteltöner und einer 25-Millimeter Seidenkalotte bestückt sind. Vienna Acoustics verspricht zudem die exzellente Sprachverständlichkeit und eine extrem breite Klangbühne im Film- wie Musikeinsatz. Bevor wir dies überprüfen, widmen wir uns zunächst den Mitspielern, durch die unsere 5.1-Konfiguration erst komplett wird. Für die Darstellung der hinteren Kanäle setzen wir hier auf das Modell „Berg“, welches in Größe und Ausstattung exakt einem drittel „Trio“ entspricht. Im Gegensatz zu diesem lieferte uns der Hamburger Vertrieb Audio Reference hier aber nicht die perlgestrahlte, eloxierte, sondern die in edler Hochglanzlackierung gehaltene Version, die uns zeigt, dass diese Serie auch optisch in nahezu jedes Wohnambiente passt.

Subwoofer

Passend zu den flachen, flexibel einsetzbaren Vienna Acoustic-Schallwandlern der Schönberg-Serie sollte unsere Suche nach einem Platz sparenden Subwoofer dann schnell erfolgreich sein. So erwies sich Velodynes MicroVee als perfekte Ergänzung und gleichzeitig potenter Mitspieler. Aber dazu später, denn zunächst widmen wir uns der Ausstattung des kleinen Bassmeisters und diese klingt vielversprechend: Zunächst ist da die 1.200 Watt starke Digitalendstufe zu nennen, die das 140er-Chassis in der Front des Miniwürfels mit einer Seitenlänge von gerade einmal 229 Millimetern antreibt. Das ist aber nicht alles, denn in den beiden Seitenwänden befinden sich zwei weitere Passivradiatoren gleicher Größe, die für absoluten Tiefdruck im Film- und Musikbetrieb sorgen sollen. Seine Signale übernimmt der kleine „Giftzwerg“über das rückseitig angebrachte Anschlussmodul, welches neben je zwei Hoch- und Niederpegeleingängen noch die üblichen Regler zur Lautstärke- und Trennfrequenzjustierung sowie einen Kippschalter zur Phasen regulierung bereithält. Ein weiterer Kippschalter erlaubt die Umgehung der eingebauten Frequenzweiche, was vor allem Besitzer eines Velodyne SMS-1 oder eines anderen externen Weichenmoduls interessiert aufhorchen lassen wird.

Klang

Nach einer ausreichenden Einspielzeit widmen wir uns den verschiedenen Positionierungsvarianten und stellen schnell fest, dass sich die von Vienna Acoustics empfohlene Wandaufstellung tatsächlich am besten eignet. Trotz des eher geringen Volumens der Trio und der kleinen Membranfläche erreicht die schicke Frontbox einen deutlich satteren Tiefbass, der durch die Wand im Rücken erzeugt wird. Das Konzept der Österreicher geht also voll und ganz auf. Wir hören Steely Dans „Cusin Dupree“ und sind schlichtweg begeistert, denn jetzt haben wir eine echte, dynamische Live-Atmosphäre. Die gesamte Bühne wirkt deutlich voluminöser und lebendiger, wobei speziell die Drums deutlicher zu vernehmen sind als in der vergleichsweise „schmalen Darstellung“ der wandfernen Aufstellung. Überhaupt bilden die drei unabhängig voneinander arbeitenden Frontsysteme die gesamte Bühne frei und sehr gut strukturiert ab, und stellen jedes Bandmitglied auch akustisch auf seinen angestammten Platz. Mit „Pearl Harbor“ wollen wir dann Aufschluss über die Surroundfähigkeiten dieses Sets erhalten und werden wieder nicht enttäuscht. So wird der Angriff der japanischen Kampfflieger auf den US-Stützpunkt erstaunlich souverän und durchweg homogen dargestellt. Die von allen Seiten kommenden MG-Salven der unzähligen Bomber scheinen rund um unseren Hörplatz einzuschlagen. Und trotz anhaltender Panik, ständig explodierender Granaten sowie tief fliegender Angreifer bleibt jedes Detail klar differenzierbar und deutlich zu vernehmen.

Fazit

Dank der edlen Verarbeitung, des schicken Designs und der extrem flachen Gehäuseform ist dieses Set ist eine klare Empfehlung an Filmfreunde, die ein möglichst schickes und zugleich unauffälliges Heimkino im Wohnzimmer unterbringen möchten oder einfach wenig Platz für ihr Hobby zu Verfügung haben. Zugleich glänzt es durch seine präzise und schön gestaffelte Bühnenabbildung und seine exzellenten Surroundfähigkeiten

Preis: um 3900 Euro

Lautsprecher Surround

Vienna Acoustics Trio/Berg

Spitzenklasse


10/2009 - Roman Maier

 
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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 23.10.2009, 09:37 Uhr
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