Kategorie: Phono Vorstufen

Einzeltest: iFi Zen Photo


Phono-Vorverstärker iFi Zen Photo

Phono Vorstufen iFi Zen Photo im Test, Bild 1
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IFi kennen Sie: Das ist die Marke mit den ganz kleinen Geraten mit der riesigen Ausstattung. Nun gibt es mit der Zen-Serie eine neue Geratereihe, die etwas größer geworden ist, nur eben nicht im Preis. Die Phonostufe bringen wir Ihnen auf den folgenden Seiten naher

Vielleicht noch ein paar Worte zur Firma iFi: Vor einigen Jahren als Tochterunternehmen von AMR Audio gegründet, hat sich iFi unter der Ägide von Thorsten Lösch inzwischen zu einem äußerst lebendigen Unternehmen entwickelt. Man hat sich vor allem auf extrem kompakte Komponenten konzentriert, die auf kleinstem Raum ein Maximum an Komfort und Detaillösungen bieten. Wir in der LP-Redaktion hatten vor allem mit der extrem kompakten Phonovorstufe „iPhone“ schon eine Menge Spaß, bietet diese doch neben voller MM- und MC-Fähigkeit sogar sechs(!) umschaltbare Entzerrungskennlinien.

Und das Ganze kommt aus einem knapp 200 Gramm schweren Aluminium-Riegel, auf dessen Schmalseite gerade mal so zwei Buchsenpaare für die getrennten MM- und MC-Eingänge Platz finden.

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Die opulente Miniaturisierung, nennen wir es einmal so, hat natürlich auch ihren Preis: Die gerade neu präsentierte dritte Generation des iPhono kratzt an der magischen 1000-Euro-Marke und hat damit endgültig das Einsteigersegment verlassen. Was tut man als Hersteller in diesem Falle? Richtig - man bietet eine neue Serie an, die den frei werdenden Platz im entsprechenden Marktsegment neu besetzt: Voilà, die ZEN-Serie.

Die ZEN Phono ist dabei nur ein Gerät von vielen, wie wir das ja schon von den kleineren Geräten kennen: Es gibt zusätzlich noch einen Kopfhörerverstärker, einen DA-Wandler und einen Bluetooth-Empfänger. Alle diese Komponenten bewegen sich in einem preislich höchst erfreulichen Bereich um die 150 Euro - der ZEN Phono schlägt momentan mit 159 Euro zu Buche. Gemein ist der ZEN-Serie das hübsche, geschwungene Gehäuse, bei dem durchaus nicht der Kunststoff regiert: Man bekommt mit dem Aluminiumgehäuse auch haptisch etwas geboten für den kleinen Einstandspreis, wenn auch die Mini-Serie mit dem iPhono im gefrästen Vollmetallgehäuse noch etwas wuchtiger wirkt, auch wenn das Gesamtgewicht niedriger ist.

Dafür hat die ZEN Phono die Ausstrahlung einer „richtigen“ Hifi -Komponenten, weil hier klar zwischen der informativen Frontplatte mit zwei Schaltern und der Anzeige der wichtigsten Betriebszustände via LED und der Rückseite mit allen Anschlüssen unterschieden wird.

Die LEDs auf der Front zeigen, dass man die vier Verstärkungsstufen von der iPhono übernommen hat, die den Anschluss aller möglichen Tonabnehmer erlauben: 36dB Verstärkung für handelsübliche MM-Tonabnehmer, dann 48dB für High- Output-MCs, die ja in der Regel doch nicht ganz die Ausgangsspannung von MM-Systemen erreichen. 60dB Verstärkung gibt’s für normale MC-Systeme und dann noch recht üppige 72dB für MC-Tonabnehmer mit extrem geringer Ausgangsspannung, die entsprechend niederohmig abgeschlossen werden wollen.

Diese extrem kleinen Phonosignale sind natürlich extrem anfällig für alle Arten von Störungen. Als verantwortungsvoller Vinyl-Hörer achten Sie natürlich auf eine penible räumliche Trennung zwischen strom- und signalführenden Leitungen - das ist Ihr Aufgabenbereich. In dem Moment, wo die Kabel in einem Gerät verschwinden, steht dessen Hersteller in der Verantwortung. Und iFi lässt sich da nicht lumpen: Schon das Netzteil geht weit über das klassenübliche hinaus: Das vom externen Steckernetzteil gespeiste Schaltnetzteil im eigentlichen Gerät arbeitet mit einer Taktfrequenz von 1,2 Megahertz weit außerhalb des hörbaren Spektrums und wird am Ausgang so effektiv gefiltert, dass die Störspannungsanteile fast schon außerhalb des Messbaren liegen.

Das Phonosignal wird im Gerät symmetrisch verarbeitet und kann über den speziellen symmetrischen Ausgang auch so weitergeleitet werden - allerdings zur Zeit nur zwischen iFi-Geräten. Ansonsten steht das Signal natürlich ganz normal unsymmetrisch an den entsprechenden Cinch- Buchsen zur Verfügung. Die SMD-Bauteile sind von exzellenter Qualität und stammen nur von ausgesuchten Premium-Herstellern wie Panasonic. Das führt zu einen perfekten Einhaltung der RIAA-Entzerrungskennlinie. Eine weitere Besonderheit stellt das intelligente Subsonicfilter dar, das laut Hersteller zwischen echten Basssignalen und Störungen durch Verformung der Platte unterscheiden kann und lediglich letztere herausfiltert.

Ohne das genauer überprüfen zu können, kann ich immerhin sagen, dass das Subsonicfilter in der Praxis sehr gut funktioniert, wie man auch zu Recht stolz sein kann auf die generelle Nebengeräuschfreiheit der ZEN Phono.

Und das macht sich auch im Hörtest bemerkbar - wie eigentlich immer bei Geräten, die hier gute Werte im Messlabor bewiesen haben. Man sollte meinen, dass es bei einen solchen Medium wie Schallplatte nicht so sehr darauf ankommen sollte, aber das Gegenteil ist der Fall: Mit einer so extrem ruhigen Phonovorstufe wie der iFi gewinnt die Wiedergabe nicht nur an Tiefe und Dynamik, sondern wird auch emotional mittreissender und wirkt auf den Hörer einfach kraftvoll und authentisch. Die exzellente Kanalgleichheit und Ausgewogenheit äußert sich in einer frappierend echten Raumabbildung, die mich als Hörer extrem in den Bann zieht und immer wieder ungläubige Blicke in Richtung Phonostufe verursacht: „Wirklich, nur 159 Euro?“. Ein echter Kracher und jetzt wohl kein Geheimtipp mehr.

Preis: um 159 Euro

Phono Vorstufen

iFi Zen Photo


02/2021 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb WOD Audio, Nidderau 
Telefon 06187 900077, info@wodaudio.de 
Internet www.wodaudio.de 
Garantie (in Jahren) 2 Jahre 
B x H x T (in mm) 158 x 35 x 117 mm 
Gewicht 0,5 
Unterm Strich... Die iFi ZEN Phono ist für 159 Euro eine der technisch und klanglich besten Phonostufen, die man sich vorstellen kann. 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 26.02.2021, 10:01 Uhr
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