Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Cappriccio Italien etc. (Warner Classics HiQ Records)


Komponist: Tschaikowsky, Glinka, Rimsky-Korsakov, Interpret: Philharmonia Orchestra, Dirigent: Paul Kletzki - Cappriccio Italien etc.

Schallplatte Cappriccio Italien etc. (Warner Classics HiQ Records) im Test, Bild 1
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Und noch eine Kompilation, dieses Mal sind die Russen dran. Zu Beginn der notorische Tschaikowski mit seinem „Cappriccio Italien“ und dem weniger bekannten  „Andante Cantabile“. Bitte nicht falsch verstehen: Ich mag Tschaikowski wirklich, meine erste Platte  war das Klavierkonzert b-moll – aber manche Stücke muss man einfach nicht  immer wieder auf Platte pressen, dachte ich, bis ich die Interpretation von Paul  Kletzki  hier  hörte  und  ihm  zumindest  zugestehen  muss,  dass  er  das  Capriccio  nicht mal eben für den leichten Konsum herunterspielen lässt, sondern die Unterströmungen, wo sie vorhanden sind, auch herausarbeitet – sozusagen eine  etwas grüblerische Variante des Gassenhauers.  Das vorab gesetzte „Andante Cantabile“ ist dagegen ein Stück der ruhigeren Art,  introvertiert und offenbar einer der melancholischen Schaffensphasen des Komponisten entstammend.

Schallplatte Cappriccio Italien etc. (Warner Classics HiQ Records) im Test, Bild 2
Urpsrünglich stammt der Satz aus dem ersten Streichquartett, wo er aufgrund seiner Schlichtheit und der dünnen Instrumentaldecke  etwas untergeht – im vollen Streichorchester kann die Komposition ihre Schönheit erst richtig entfalten.  Die zweite Seite des Albums startet mit einer weniger bekannten Komposition Rimsky-Korsakows: Die „Zar Saltan Suite“, ein  Orchesterwerk, das der Ausarbeitung des Märchens als große Oper vorausging. Nicht die gesamte Handlung ist hier thematisiert, man kann aber anhand des Textes von Puschkin sehr schön den Handlungsstrang verfolgen.  Zuletzt kommt noch Glinka zum Zuge, der ja als Urvater der russischen Heimatkomponisten gilt, mit einer – spanisch inspirierten – Komposition, die aus seiner Zeit in Westeuropa stammt. Die spanischen und russischen Einflüsse verbinden sich hier  zu einer glücklichen Mischung.  Paul Kletzki dirigiert das Philharmonia Orchestra in dieser Aufnahme von 1958 mit leichter Hand und gleichzeitig der nötigen russischen Schwere, so dass seine Interpretation auch heute noch  hoch aktuell und modern klingt, was sogar für die Aufnahme gilt. Die Pressung ist einwandfrei.

Fazit

Dynamisch und spielerisch spannend  – so darf sogar das „Capriccio Italien“ noch einmal auf Platte gepresst werden

Schallplatte

Cappriccio Italien etc. (Warner Classics HiQ Records)


04/2017 - Thomas Schmidt

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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 22.04.2017, 11:55 Uhr
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