Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Liima - 1982 (CitySlang)


Liima - 1982

Schallplatte Liima - 1982 (CitySlang) im Test, Bild 1
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Im Jahr 1982 wählte das Time Magazine die erste nichtmenschliche „Person des Jahres“: den Personal Computer. Zufälligerweise wurde in diesem Jahr auch Casper Clausen geboren, eines der insgesamt vier Bandmitglieder von Liima – bis auf Drummer Tatu aus Finnland übrigens ein Sideproject der dänischen Band Efterklang (derzeit residierend in Berlin). Nun könnte man anhand des Albumnamens ja annehmen, dass „1982“ versucht, den typischen 1980er-Sound zu reanimieren (wäre ja auch gerade ziemlich hip) – doch dem ist nur eingeschränkt so. Klar, ohne deutliche Referenzen aus den Jahren der Schulterpolster, VoKuHiLas und Oberlippenbärte geht es nicht , auch wenn man musikalisch bei Liima über jeden Plastik-Lala-Pop-Zweifel erhaben ist. Noch mehr jedoch ist „1982“ eine fast schon in sich gekehrte Reflexion über diese bunte Zeit, greift die persönlichen, bis zu diesem Zeitpunkt zurückreichenden Erinnerungen, Einflüsse und Erfahrungen der jeweiligen Bandmitglieder und die Umstände dieser Zeit auf.
Schallplatte Liima - 1982 (CitySlang) im Test, Bild 2
Musikalisch dominieren – da gibt es keine Überraschungen – elektronische Komponenten, doch die Drums sind echt und kraftvoll produziert, was dem Gesamtsound die organische Flüssigkeit verleiht, die für das Album so charakteristisch ist: Alles hat Flow, entwickelt sich ohne aufgesetzte Berechnung. Der Opener und Titeltrack von „1982“ ist die deutlichste musikalische Hommage an die Musik der 1980er, mit hymnischem Downtempo-Synthie-Sound und einer ebenso zarten wie kraftvollen Gesangsleistung. Das folgende „David Copperfield“ wirkt experimenteller, beginnt fast so, als hätte Kitaro sich ins Studio eingeschlichen. „Jonathan, I Can’t Tell You“ bezaubert mit der gefühlvollen Stimme von Casper Clausen ebenso wie mit dezenten harmonischen Brechungen und für die 80er eigentlich untypischer Bassarbeit und fast schon houseartigen Analogsynthies. Ein bisschen soulig wird es dann in „Kirby’s Dream Land“, neben den anderen genannten Tracks mein Favorit auf dem Album. Leider knistert’s aus der Rille ab und an ein bisschen stark – der Sound ist jedoch erstklassig.



A1 1982

A2 David Copperfi eld

A3 Life Is Dangerous

A4 People Like You


B1 2-Hearted

B2 Kirby‘s Dream Land

B3 Jonathan, I Can‘t Tell You

B4 My Mind Is Yours



VÖ-Datum: 03.11.2017Anzahl Platten: 1Format: 12"Label: CitySlangBestellnr./Katalognr.: Slang50136Recorded by: Jonas Saikkoonen at Mankku, Nikolaj Nielsen at Artfreq Records

Mixed by: Johannes BerglundMastered by: Francesco Donadello at Calyx Mastering Berlin

Pressqualität (0–10): 7–8

Fazit

Bezaubernd unangestrengter und unprätentiöser (80er-) Pop mit Tiefgang und Gefühl.
Liima - 1982 (CitySlang)

04/2019 - Michael Bruss

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Autor Michael Bruss
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Datum 03.04.2019, 12:03 Uhr
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