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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Jain – Souldier (Columbia)


Jain – Souldier

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Jain ist Französin, und das merkt man. Allerdings nicht wegen der (nicht vorhandenen) französischsprachigen Titel auf „Souldier“, sondern wegen des Habitus der jungen Sängerin: Irgendwie schaffen es nur Franzosen, eine gewisse Albernheit im musikalischen Verhalten an den Tag zu legen und gleichzeitig leicht, beschwingt, charmant und ernst zu nehmend rüberzukommen. Paradebeispiel sind die Titel „Inspecta“, das geradezu infantil das Thema von Inspektor Gadget aufgreift und mit einem boomy Bass ins gerade mal schnell eröffnete Reich der Ragga-Roots-Polka entführt, sowie das geradezu cartoonhaft anmutende „Star“ mit seinen Elementen aus Compouterspielsoundtracks. „Souldier“ ist das zweite Studioalbum der Frau Jain, und es klingt nach Sommer, Schwimmbad, Strand und den erwähnten Reggae-Roots. Die sind immer dabei, ebenso wie eine Prise Hip-Hop. Der Opener „Alright“ hat definitiv Ohrwurmcharakter und ist mit seiner überaus positiven Message und dem karibisch beeinflussten Afrobeat die offensichtlichste Radiosingle des Albums, während im Schlusstrack Amy Winehouse und Marina and the Diamonds eine Kooperation eingegangen zu sein scheinen. Die eklektische und dennoch gut harmonierende Zusammenstellung von Stilen kommt dabei nicht von ungefähr. Die 26-jährige ist an so unterschiedlichen Orten wie Toulouse, Abu Dhabi, Paris und der Republik Kongo aufgewachsen, und diese Reise macht man quasi musikalisch mit. Ein Song ist sogar nach dem genannten Emirat benannt und lässt die Sitar erklingen – nice! Die unbekümmerte Fröhlichkeit mag nicht jedem gefallen, ein Ohr sollte man aber riskieren, wenn man sich vorstellen kann, dass einem Reggae-Hip-Hop- Arab-Pop-Sounds gut gefallen, denn qualitativ lässt sich an diesem Album wirklich nichts aussetzen.

Fazit

Äußerst vielseitiger, positiver Pop mit arabisch-afrikanischen Einflüssen.
Jain – Souldier (Columbia)


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Autor Michael Bruss
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Datum 22.11.2018, 12:00 Uhr
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