Mit einem Erfahrungsschatz aus 5 Jahrzehnten Symphonic Line hat Rolf Gemein längst seine Klang-Signatur gefunden
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Man nehme einen Breitbänder, ein Gehäuse und lasse im Grunde alles weitere weg. Heraus kommt wahrscheinlich ein Lautsprecher, der nicht besonders gut klingt. Es sei denn, man weiß, was man tut.
>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Ou – One (Inside Out Music)
Ou – One
Ja was ist das denn bitteschön? Bahnt sich hier vielleicht so was wie ein neuer Stil – ein neues Sub-Genre gar – im Metal an? K-Metal vielleicht? Nee, technisch gesehen – wenn schon, denn schon – ist das hier C-Metal. Denn trotz gewisser melodischer Parallelen zum süßlichen Korea-Pop stammen die Mitglieder von Ou bis auf den amerikanischen Drummer and Songwriter Anthony Vanacore aus Peking. Und mit „one“ liefert die Band einen Export aus dem fernen Osten, der sich gewaschen hat. Überwältigend, herausfordernd, einschmeichelnd, vertrackt, eingängig, chaotisch und bestens geordnet zugleich. Man kann es sich vielleicht so vorstellen, dass Steve Vai, The Gathering, Devin Townsend und eine leidenschaftliche Liebesnacht mit Meshuggah verbracht haben und daraus ein wunderschöner Bastard erwachsen ist, der von Fever Ray und Royksopp großgezogen wird – vielleicht zu einem Heiland für die kreativ dahinsiechende, sich in großen Teilen schon lange dem schnöden Kommerz hingebende Metal-Szene? So weit will ich nicht gehen, das wäre vermessen. Doch wenn man diesem Projekt Zeit und kreative Freiheit gibt, kann daraus etwas ganz Großes entstehen. Schon die ersten drei Songs „Travel“, „Farewell“ und „Mountain“ alleine sind die Highlights des Albums. Jeder für sich ein Mikrokosmos aus Ideen, aus denen Andere ganze Alben machen würden. In sich geschlossen und logisch, ohne Füllmaterial. Danach geht es mit „Ghost“ und „Euphoria“ eher ambiantig und ruhig, aber kaum weniger spannend weiter. „Dark“ fordert den Hörer auf andere Weise heraus, wirkt mit seinem durchgehenden Tigran-Hamasyanschen Stakkato-Piano dräuender. „Light“ verleitet dann zum leichten Schweben und Träumen. Grandios!
Fazit
Grandioser Avantgarde-Metal aus China. Kracher!Kategorie: Schallplatte
Produkt: Ou – One (Inside Out Music)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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