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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: The Bravery – Stir The Blood (Island)
The Bravery – Stir The Blood
Die ersten Takte erklingen und ich frage mich ernsthaft, ob da jemand das Label samt Cover vertauscht hat. Das klingt verdächtig nach den Sisters of Mercy. Aber weit gefehlt. Das hier vorliegende dritte Album der US-Indie-Rocker „The Bravery“ stellt etwas durchaus Eigenständiges dar: den finalen Schritt der fünf weg vom elektroniklastigen New Wave. Elektronischer Klänge bedient man sich nur noch zur Untermalung. Hier spielen, gleich nach dem Gesang, die Gitarren die Hauptrolle. Die Killers kennt mittlerweile jeder und in Indie-Kreisen werden „The Bravery“ schon länger als „die besseren Killers“ gehandelt. Mit „Stir the Blood“ ist in meinen Ohren der endgültige Beweis dieser These erbracht. Mit der notwendigen Portion Mut und Pathos kombinieren die vier Stilmittel aus Punk, Rock und New Wave. Das haut hin und geht zu gleichen Teilen in Ohr und Bein. Das Niveau der Platte ist durchweg hoch, nur „I Have Seen the Future“ und „Red Hands And White Knuckles“ ziehen es ein wenig nach unten. Wobei mir durchaus Bands einfallen, die froh sein könnten, einen Song in dieser Qualität abzuliefern. Meine persönlichen Highlights sind definitiv „Adored“ und „Song For Jacob“. Diese gehen schön vorwärts und stimmen mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein auf den Rest der Platte ein. Insgesamt ein Album, das man ohne Schwierigkeiten durchhören kann und durchhören mag. Die Soundqualität macht leider nicht so viel Spaß. Alle Songs wurden – hoffentlich bewusst – in ein LoFi-Gewand gehüllt. So etwas muss man mögen. In meinen Augen überwiegt jedoch die Musik und die macht, wie schon erwähnt, richtig Laune! Die Qualität der Pressung geht, soweit man das sagen kann, in Ordnung. Die Platte ist zwar leicht wellig, aber ordentlich zentriert.
Fazit
Ein düsterer Spaß, den man sich gönnen sollte.Kategorie: Schallplatte
Produkt: The Bravery – Stir The Blood (Island)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
„Drum prüfe, wer sich ewig bindet ...“ heißt es in Schillers Glocke. In der High Fidelity stellte sich eine solche Frage bisher nicht. In der Regel ging man zum Händler und tauschte Geld gegen Ware.
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