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Kategorie: Schallplatte

Musikrezension: Patricia Barber – A Distortion of Love (Mobile Fidelity Sound Lab)


Patricia Barber – A Distortion of Love

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Anspruchsvoll war die Musik von Patricia Barber schon immer, seien es ihre eigenen Kompositionen oder ihre Art, sich mit den Genre-Standards zu befassen. Ihre Version von Gershwins „Summertime“ sticht an Kreativität jedenfalls deutlich aus den unzähligen bisher eingespielten Fassungen heraus. Sie verwandelt den Klassiker in eine psychische Ballade, die auch als Soundtrack für einen Horrorfilm dienen könnte – großartig! Auch ihre eigene Nummer „Subway Station #5“ schäumt vor Ideenreichtum über, und mit Adam Nussbaum hat sie einen kraftvoll und variationsreich aufspielenden Drummer an ihrer Seite, der ihren perkussiven Pianoanschlag hervorragend unterstützt. Damit hätten wir die erste der vier LP-Seiten bereits abgehandelt, derer sich der Vinyl-Freund erstmals seit Veröffentlichung des Albums 1992 erfreuen kann. Ähnlich kreativ, dabei aber etwas ruhiger geht es auf den weiteren acht Songs zu, die mit weiteren Highlights aufwarten, z. B. „Yet Another in a Long Series of Yellow Car“, auf dem Wolfgang Muthspiel mit seiner Gitarre aufs Herrlichste mit Patricia Barbers Piano interagiert, und die mit Bass und Fingerschnippen bestrittene Version von Smokey Robinsons „My Girl“.

Die von MFSL gebotene Klangqualität kommt dank der differenzierten Instrumentierung hervorragend zur Geltung und trägt dazu bei, den Spannungsbogen konstant aufrechtzuerhalten, obwohl einige Nummern aufgrund ihrer sehr getragenen Rhythmik etwas dahinplätschern. Insgesamt ist das zweite Album ihrer inzwischen das Dutzend überschrittenen Diskografie ein echter Ohrenschmaus, und je öfter man es hört, desto mehr gibt es zu entdecken.

Fazit

Erstklassig remastered wird man der Klasse von Patricia Barber noch schneller gewahr.
Patricia Barber – A Distortion of Love (Mobile Fidelity Sound Lab)


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Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Ralf Henke
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Datum 06.02.2014, 16:01 Uhr