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Bill Evans - Symbiosis
Der Albumtitel ist hervorragend gewählt, denn was man hier zu hören bekommt, ist tatsächlich unter dem Schlagwort „Verschmelzung“ zu subsumieren, und das in gleich mehrfacher Hinsicht. Stellen wir zunächst die Protagonisten dieser denkwürdigen Aufnahme aus dem Jahr 1974 vor: Da ist Claus Ogerman zu nennen, der das aus zwei Sätzen bestehende Werk erschaffen und das aus über 30 Musikern bestehende Orchester dirigiert hat. Vor diesem nahm Bill Evans mit seinem Trio Aufstellung, das zu jener Zeit aus Eddie Gomez (Bass) und Marty Morell (Schlagzeug) bestand. Evans drückt gegenüber MPS in den Liner Notes seinen Dank dafür aus, dass sie diese Aufnahme ermöglicht haben, obwohl sie zu jenen gehört, die selten gemacht werden. Da hat er selbstverständlich recht! Klaus Ogermans Komposition ist wie ein Cocktail aus verschiedenen Stilen, die im Ergebnis entlang der Nahtstelle vom Jazz zur Klassik balancieren, dabei faszinierend melodisch und gleichzeitig ungeheuer anspruchsvoll daherkommen. Bill Evans dominiert dies mit seinem einzigartig sensiblen Spiel auf dem Steinway-Flügel und dem überraschenderweise auf dem ersten Satz eingesetzten Fender-Rhodes-Piano. Im Innenteil des Klappcovers beschreibt Claus Ogerman einige musiktheoretische Aspekte seines Werkes, die für Musiker höchst interessant sind, sich dem einfachen Hörer jedoch nicht erschließen, mit Ausnahme der Tatsache, dass der erste Satz weitaus lebendiger gestaltet ist als der zweite. Der durchschnittliche Musikkonsument sitzt einfach nur da und staunt über das, was ihm da aus den Lautsprechern entgegenkommt. Nachvollziehbar ist auch Ogermans Feststellung, dass niemand anderes außer Bill Evans in der Lage gewesen wäre, die Aufnahme in dieser Qualität hinzubekommen.
Fazit
Bill Evans kann selbst vor einem großen Orchester noch in höchstem Maße gefühlvoll agieren.Kategorie: Schallplatte
Produkt: Bill Evans - Symbiosis (MPS)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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