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Monkey 3 - Astrasymmetry
Der Schock kommt früh, und er sitzt tief: Da singt einer. Das wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Das eidgenössische Quartett „Monkey 3“ kam bis jetzt weitgehend ohne das aus. Das sehr kernige Vorgängerwerk „The 5th Sun“, durch das ich auf die Band aufmerksam wurde, ist ein reines Instrumentalalbum, das passte auch gut. Auf „Astrasymmetry“ schlagen die Schweizer etwas andere Töne an: Das Album ist dunkler, setzt vermehrt auf Doom-Elemente, vernachlässigt die unverzchtbare Frühsiebzigertradition aber nicht vollends. Und mittlerweile habe ich auch mit den Vokaleinlagen meinen Frieden gemacht, die die Herren nur hier und da gewissermaßen als dekoratives Element in ihre Songs einbauen. Hier und da klingt‘s gar arg nach Pink Floyd („Crossroad“, „The Guardian“), aber auf ansehnlichem Niveau interpretiert. Geschickt kombiniert die Band ihre Rockmusikwurzeln mit einer Vielzahl elektronischer Elemente, die dem Ganzen einen tendenziell ruhigen und entspannten Charakter geben. Die indisch geprägte Atmosphäre mit Sitar- und Tabla-Elementen des Openers „Abyss“ bleibt die Ausnahme, obwohl auch das eine interessante Erweiterung des musikalischen Spektrums der Band darstellt. Erwähnenswert ist auf alle Fälle „Dead Planet‘s Eyes“ zu Beginn von Seite 3, der unweigerlich Faith-No-More-Assoziationen weckt. Allerdings mit komplettem Vokalpart, über den man geteilter Meinung sein kann. Das Album klingt übrigens ziemlich gut, was ja nicht selbstverständlich für dieses Metier ist. Es hat Druck, erlaubt ein gewisses Maß an Differenzierung und schafft mitunter eine hübsch breite Bühne mit ein paar Sound-Spielereien. Die beiden 180-Gramm-Platten stecken in gefütterten Innenhüllen im Gatefold-Cover.
Fazit
Erfreulich vielschichtiger Stoner Rock mit ElektronikanleihenKategorie: Schallplatte
Produkt: Monkey 3 - Astrasymmetry (Napalm)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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