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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Moop – ST (Tonzonen)
Moop – ST
Ähem – Dirk, das hast du dir auch ganz bestimmt gut überlegt …? Das hier, das ist schon ein bisschen anders als das, was Tonzonen-Boss Dirk Raupach normalerweise auf seinem Spezialitätenlabel verlegt. Ja, gewiss, die Ränder der Rockmusikwelt sind schon das, was dort üblicherweise beleuchtet wird, aber hier braucht‘s ein wenig, bis der Brückenschlag zum Rock überhaupt erkennbar wird. Bis dahin gibt‘s Jazz-Improvisationen, die durchaus an die härteren Zeiten des ECM-Jazz erinnern. Oder ein bisschen Ska im Madness-Style. Stromgitarren scheinen zunächst nur ganz selten durch, und dann nur bruchstückhaft. Percussion bestimmt das Bild, gepaart mit zwei Bariton-Saxofonen. Hört sich sperrig an – ist es auch. Die anfängliche Scheu legt sich aber, wenn man sich an die vertrackte Art gewöhnt hat, mit der die vier Franzosen ihre furiosen Klangkollagen anfertigen, dann macht‘s richtig Spaß. Erwarten Sie das Unerwartete, hier gibt‘s keinen geraden Takt, keinen durchgängigen Rhythmus, alles ist scheinbares Chaos, Moop explodieren alle paar Sekunden an einer gänzlich unerwarteten Ecke. Ach – schon zu Ende, die erste Seite? Das ging schnell, war aber höchst unterhaltsam. Seite B geht versöhnlich los, da kann ich Ihnen schnell erzählen, dass dieses Debüt der Band schon 2017 erschienen ist, allerdings nur digital. Und jetzt gibt‘s das konsequenterweise ausschließlich auf beigefarbenem Vinyl mit bunter Marmorierung – mindestens so exotisch wie die Musik selbst. Moop halten die ekstatischen Beschleunigungs- und Bremsmanöver bis zum Ende durch und ich find‘s großartig. Der Sound der Platte ist ohne Fehl und Tadel, wenig Nebengeräusche, Dynamik ist das Gebot der Stunde. Im Klappcover gibt‘s ein Poster und – also doch – einen Downloadcode.
Fazit
Ein wilder Ritt abseits üblicher SongstrukturenKategorie: Schallplatte
Produkt: Moop – ST (Tonzonen)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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