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>> Mehr erfahren>> Alle anzeigenMusikrezension: Cecil Taylor - Love for Sale (WaxTime)
Cecil Taylor - Love for Sale
Wer aufgrund des ansprechenden Covers unbedarft zugreift und glaubt, sich eine Platte für den heimeligen Jazz-Abend geschossen zu haben, dem sei hier zur Vorsicht geraten. Cecil Taylor trägt schließlich nicht umsonst den Ruf, einer der radikalsten und außergewöhnlichsten Pianisten des Genres zu sein. Und dabei ist das 1959 aufgenommene „Love for Sale“ noch eines seiner zugänglicheren Werke, trotzdem hielt sich der Anklang beim heimischen Publikum zunächst in sehr engen Grenzen. Erst mit dem Aufkommen des Free Jazz stellte sich auch für ihn nachhaltiger Erfolg ein. Die A-Seite enthält drei Stücke von Cole Porter, die sich nach Cecil Taylors Vorstellungen geformt und angereichert mit Buell Neidlingers Bass und Rudy Collins‘ Schlagzeug den Weg zum Ohr des Hörers bahnen. Die B-Seite wird dann noch etwas heftiger, denn hier fungiert Cecil Taylor auch gleich als Komponist und ergänzt seine vertrackten Rhythmen mit dem Tenorsaxofon von Bill Barron und der Trompete Ted Cursons. Das ist zwar nicht so extrem wie beispielsweise sein Album „Silent Tongues“ von 1974, aber dennoch Lichtjahre von der Spielweise eines Bill Evans entfernt. Mit „Carol/Three Points“ liefert WaxTime als Bonus den auf der Original-LP fehlenden Track nach, der am selben Tag eingespielt wurde wie der Rest der Aufnahme. Es kursiert auf einschlägigen Plattformen die Information, dass die Pressung von der sonst üblichen guten Qualität von WaxTime abweicht und das Vinyl zur Welligkeit neigt; leider war davon auch mein Exemplar betroffen.
Kategorie: Schallplatte
Produkt: Cecil Taylor - Love for Sale (WaxTime)
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144-612
ArtPhönix Vinyl |
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