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Kategorie: Stereovorstufen, Endstufen, Lautsprecher Stereo

Serientest: ATC CA2 mk II, ATC P2, ATC SCM40


Es gibt sie noch ...

Stereovorstufen ATC CA2 mk II, ATC P2, ATC SCM40 im Test , Bild 1
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Es gibt sie noch, die traditionsreichen Firmen, die seit Jahrzehnten ein exzellentes Renommee bei Profis und Musikliebhabern genießen und die dem Schicksal, von irgendwelchen Private-Equity-Gesellschaften zur Lifestylemarke gepuscht und anschließend mit maximaler Rendite verhökert zu werden, entgangen sind. Zum Beispiel die englische Firma ATC

Soll ich diesen Test überhaupt schreiben? Die Gefahr, dass Leute, die nicht mehr wissen, wohin mit ihrem vielen Geld, hier noch eine Möglichkeit zum „Invest“ sehen, ist groß. Und diese Leute interessiert üblicherweise nur der Geldwert, dem allzu häufig andere Werte wie Know-how, Tradition, kompetente Mitarbeiter, treue Kunden sowie letztendlich hervorragende Produkte geopfert werden. Doch die 1974 gegründete englische Firma ATC ist, zumindest aktuell, meilenweit davon entfernt, sich schnell mal zur Lifestylemarke umkrempeln zu lassen. Anfänglich auf den Bau von Lautsprecherchassis für den Pro-Bereich spezialisiert, hat sich ATC über die Jahre zu einer der ersten Adressen für Monitor-Lautsprecher entwickelt. Die Liste der Referenzen, die ATC auf seiner Homepeage aufführt, ist mehr als beeindruckend und führt so gut wie alle namhaften Tonstudios der Welt auf. Zu den frühen Produkten von ATC gehört zum Beispiel die 1976 auf den Markt gebrachte 75-mm-Mitteltonkalotte SM 75-150s, die heute noch in ihrer aktuellen Version in den großen Studiomonitoren von ATC zum Einsatz kommt und die in der Lautsprecherszene als einer der ultimativen Mitteltöner gilt – oft kopiert, nie erreicht. Neben den professionellen Monitor-Lautsprechern bietet ATC noch eine Consumer-Serie an. Hier finden sich einige Modelle aus dem Pro-Bereich, die für den Heimbetrieb in schöne Furniere gewandet wurden und die dafür auf einige Features, die nur im Pro-Bereich von Interesse sind, verzichten. Andere Modelle, besonders die der Einstiegsserie, wurden dagegen rein für den Consumer-Bereich entwickelt.
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Natürlich werden sämtliche eingesetzten Chassis von ATC entwickelt und produziert – eine beeindruckende Fertigungstiefe. Dass ATC durch den Bau von Aktivlautsprechern, wie sie im Profi-Bereich üblich sind, auch ein profundes Know-how in Sachen Verstärkerelektronik hat, ist einleuchtend. Während aktive Lautsprecher das Pro-Sortiment dominieren, bietet ATC im Consumer-Bereich sowohl aktive als auch passive Lautsprecher an. So gibt es die SCM40, um die es im Folgenden geht, sowohl in der hier vorgestellten passiven Version als auch aktiv als SCM40A. Passend zu den passiven Lautsprechern liefert ATC eine Elektronikserie, die aktuell aus einem Vollverstärker, zwei Vorstufen sowie drei Endstufen besteht. Ein CD-Player/DA-Wandler rundet das Sortiment an Elektronikkomponenten ab. Ach ja, einen Phono-Pre gibt es natürlich auch noch. Für den Test haben wir uns allerdings für die Vorstufe CA2 mk II entschieden, die mit einem eingebauten Phono-MM/MC-Eingang ausgestattet ist. Beim Endverstärker haben wir uns für den P2 entschieden, die aktuell kräftigste Endstufe, die ATC im Angebot hat. Beginnen wir mit den Lautsprechern. Die SCM40 gehört zur Einstiegsserie von ATC und ist in mehrfacher Hinsicht etwas ganz Besonderes. So ist sie das mit Abstand preiswerteste Modell, bei dem die berühmte 75-mm-Kalotte zum Einsatz kommt, die ATC auch in den großen Modellen und Monitor-Lautsprechern verwendet. Das Chassis ist schon alleine von der Baugröße her beeindruckend, zu dem das imposante Magnetsystem einen Gutteil beiträgt. Die Konstruktion beinhaltet einige konstruktive Geheimnisse, wegen derer diverse Mitbewerber ATC um diese Kalotte beneiden. In der SCM40 übernimmt sie den Frequenzbereich zwischen 380 und 3.500 Hertz und bietet ein gegenüber einem Konus-Chassis beeindruckendes Rundstahlverhalten. Im Bass kommt ein 164-mm-Tieftöner mit einer beschichteten Papiermembran zum Einsatz. Auch dieses Chassis verfügt über einen üppig dimensionierten Magneten. Im Gegensatz zu bestimmt 98 Prozent aller vergleichbaren Lautsprecher arbeitet der Tieftöner der SCM40 in einem geschlossenen Gehäuse. Das hat den Nachteil, dass es quantitativ weniger Bass gibt als bei einer Bassreflexkonstruktion. Der Vorteil ist, dass der Bass qualitativ häufig besser, weil kontrollierter klingt. Und das Weniger an Bass ist meist nur messtechnischer Natur, denn der Frequenzgang von geschlossenen Lautsprecheren fällt im Bass zwar früher, doch dafür langsamer ab als bei Bassreflexkonstruktionen. Spielt die Raumakustik mit, kann man mit einer geschlossenen Konstruktion unter normalen Hörbedingungen sogar einen tieferen Bass erzielen als mit einer Reflexkonstruktion. Ganz davon abgesehen sind geschlossene Lautsprecher häufig in Sachen Aufstellung weniger kritisch. Auch der Hochtöner ist eine Besonderheit: ATC verwendet bei seinen Hochtonklaotten eine doppelte Zentrierung, die jegliche Taumelneigung, sonst immer ein Thema und eine Quelle von Störungen bei Kalotten, verhindert. Ansonsten fällt noch das Dreifach-Anschlussterminal auf, über das man jeden Weg einzeln verkabeln oder sogar mit einem eigenen Verstärkerzweig befeuern kann. Sinnvoll sind die robusten, magnetisch haftenden Metallgitter, die man vor die Chassis setzen kann und die besonders die große Mitteltonkalotte vor Kinderhänden schützen, auf die die „Bärennase“ eine schier magische Anziehungskraft auszuüben scheint. An Oberflächen hat man die Wahl zwischen schwarzem und weißem Mattlack sowie Furnieren in Kirsche und schwarz gebeizter Esche. Die Furniere gehen in Ordnung, gleiche oder gar spiegelbildliche Furnierbilder gibt es allerdings nicht. Der Vorverstärker CA2 mk II bietet fünf Hochpegeleingänge und einen Phono-MM/MC-Eingang, der uns natürlich besonders interessiert. Durch Jumper im Inneren kann die Phonosektion an ein breites Spektrum unterschiedlicher Tonabnehmer angepasst werden. Dazu gibt es eine mittlerweile selten gewordene Tapeschleife und zwei Vorverstärker-Ausgänge, einen davon in Form symmetrisch beschalteter XLR-Buchsen. Eine Systemfernbedienung gehört zum Lieferumfang. Kleiner Kritikpunkt: Die Beschriftungen auf der Frontplatte sind nicht gut zu lesen. Die Schaltung des Stereo-Endverstärkers P2 beruht auf der bewährten Aktivelektronik der Studiolautsprecher von ATC. Es handelt sich um einen konsequenten Doppel-Mono-Aufbau, was geringstmögliches Übersprechen zwischen den Kanälen verspricht. Die Class-A/B-Schaltung liefert bis zu 300 Watt an acht Ohm. Der Class-AAnteil scheint dabei recht hoch angesetzt zu sein – auch im Leerlauf wird das Gehäuse des P2 schnell warm. Signale nimmt der P2 unsymmetrisch via Cinch oder symmetrisch via XLR entgegen. Klanglich vollbringt die ATC-Kombi Großes. An dem, was diese Anlage klanglich bietet, können sich getrost diverse mehrfach teure Ketten messen. Auf dem Plattenteller dreht sich Zaz’ Album „Zaz“. Häufig wird die Französin als moderne Edith Piaf bezeichnet. Auch wenn ich das so nicht unterschreiben würde, da gibt es – sicher zum Glück von Frau Geffroy alias Zaz – einige Unterschiede. Was die Energie und Freude betrifft, die sie beim Singen förmlich zu versprühen scheint, erinnert sie allerdings wirklich an Edith Piaf. Und dieses Strahlen, diese Freude bringt die ATC-Kombi wunderbar authentisch rüber. Dazu kommen eine wirklich phänomenale Auflösung und eine tonale Ausgewogenheit, die sofort klarmachen, dass hier Profi-Monitore bei der Entwicklung Pate standen. Mittel und Hochton sind auf jeden Fall richtig, richtig gut. Und der Bass? Spielt in unserem recht großen Hörraum souverän die Vorteile der geschlossenen Gehäuse aus und zeigt sich wunderbar variabel, kontrolliert und, wo notwendig, durchaus druckvoll. Wenn man nicht gerade ausgesprochen basspotente Mitbewerber danebenstellt, vermisst man nichts. Ich bin mir sicher, dass die SCM40 in etwas kleineren Hörumgebungen optimal aufgehoben sind. Die Gesamtperformance ist auf jeden Fall überzeugend. Zweifellos steuert die Elektronik ihren Teil dazu bei: Weder Vorstufe noch Endverstärker zeigen Schwächen, sondern spielen mit den Lautsprechern wie aus einem Guss. Wobei die Lautsprecher noch Luft nach oben zeigen. An unserer Accuphase-Referenzelektronik geht mit den SAC40 sogar noch mehr, wobei hier sicher die Verhältnismäßigkeit zwischen den Kosten für Lautsprecher und Verstärker nicht mehr gewahrt ist.

Fazit

Lange hatten wir keine Kette mehr im Hörraum, die ein so extrem gutes Preis-Leistungs-Verhältnis geboten hat wie die Kombi aus Vorverstärker CA2 mk II, Endverstärker P2 und Lautsprechern SCM40 von ATC. Hier stimmt einfach alles: aufwendige Technik, saubere Messwerte und das Wichtigste – ein absolut herausragender Klang.

Preis: um 2400 Euro

ATC CA2 mk II


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Preis: um 4600 Euro

ATC P2


03/2019 - Dr. Martin Mertens

Preis: um 5400 Euro

ATC SCM40


03/2019 - Dr. Martin Mertens

Ausstattung & technische Daten: ATC CA2 mk II
Preis: 2.400 Euro 
Vertrieb: Audio Trade 
Telefon: 0208 882660 
E-Mail: email@audiotra.de 
Internet: www.audiotra.de 
H x B x T (in mm): 435/90/330 
Gewicht (in Kg) 6.8 
Garantie: 2 Jahre 
Unterm Strich... Lange hatten wir keine Kette mehr im Hörraum, die ein so extrem gutes Preis-Leistungs- Verhältnis geboten hat wie die Kombi aus Vorverstärker CA2 mk II, Endverstärker P2 und Lautsprechern SCM40 von ATC. Hier stimmt einfach alles: aufwendige Technik, saubere Messwerte und das Wichtigste – ein absolut herausragender Klang. 
Ausstattung & technische Daten: ATC P2
Vertrieb Audio Trade 
Telefon 0208 882660 
E-Mail email@audiotra.de 
Internet www.audiotra.de 
H x B x T (in mm) 435/141/337 
Gewicht (in Kg) 30 kg 
Garantie 2 Jahre 
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Ausstattung & technische Daten: ATC SCM40
Vertrieb Audio Trade 
Telefon 0208 882660 
Internet www.audiotra.de 
Garantie 2 Jahre 
H x B x T 980 x 370 x 339 mm 
Gewicht: 31 kg 
E-Mail: email@audiotra.de 
Unterm Strich... Lange hatten wir keine Kette mehr im Hörraum, die ein so extrem gutes Preis-Leistungs- Verhältnis geboten hat wie die Kombi aus Vorverstärker CA2 mk II, Endverstärker P2 und Lautsprechern SCM40 von ATC. Hier stimmt einfach alles: aufwendige Technik, saubere Messwerte und das Wichtigste – ein absolut herausragender Klang. 

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Autor Martin Mertens
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Datum 01.03.2019, 10:01 Uhr
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Ich freue mich, Ihnen ein ganz sicheres Jahreshighlight zu präsentieren. Voll im Wohnmobiltrend und frisch vom Caravan Salon erreichte und Pioneers neues Camper-Navi AVIC-Z1000DAB zum Test. Zugegeben nicht ganz billig, dafür aber voll ausgestattet mit allem, was den Urlaub im eigenen Wohnmobil vom ersten Meter an entspannt und stressfrei macht. Darüber hinaus haben wir natürlich noch über zwei Dutzend weitere Geräte im Test. Da ist alles dabei, günstige Verstärker und Lautsprecher, bezahlbares High-End, die perfekte Mini-Steuerzentrale mit 9 DSP-Kanälen und natürlich jede Menge Subwoofer. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!
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Die neue "LP" ist da!
Und wie üblich haben wir einen genauen Blick auf neue Dinge geworfen, mit denen der Analogfan das Erlebnis Schallplatte zu etwas Besonderem machen kann. Wir hätten unter Anderem drei potente Phonovorstufen in verschiedenen Preisklassen im Angebot, zwei sehr besondere Lautsprecher und einen feinen, erfreulich bezahlbaren Plattenspieler aus Italien. Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre!
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Es geht wieder in Richtung Herbst und Winter - wegen der doch eingeschränkten Möglichkeiten, sich draußen zu betätigen, die Hauptsaison der gemütlichen Musik- und Filmabende in den eigenen vier Wänden.
A propos Wände: In dieser Ausgabe finden Sie eine Reportage über die Zukunft des Lautsprechers als Begleiter des täglichen Lebens, nämlich unsichtbar in der Wand eingelassen, versteckt hinter der Tapete oder sogar Putz!
Aber auch die klassischen Hifi-Themen kommen nicht zu kurz: So haben wir die PS-Audio-Stellar M1200 Endstufen getestet, mit deren Leistung von über 1000 Watt pro Kanal dynamisch keine Wünsche mehr offen bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!
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