Kategorie: Tablets

Einzeltest: Apple iPad


Vorreiter

Tablets Apple iPad im Test, Bild 1
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Wie kaum eine andere Marke hat Apple in den letzten Jahren Trends gesetzt und mit Produkten wie iPod oder iPhone ganze Geräte-Kategorien neu definiert. Mit dem iPad „Tablet-PC“ setzt Apple erneut an, die Multimedia- Welt zu bereichern. Ist das iPad nun ein Luxus-Spielzeug oder geniales Universaltalent? HIFI TEST TV VIDEO hat den Praxistest gemacht!

Mit Spannung hat wohl die halbe Welt auf den Verkaufsstart von Apples iPad gewartet, und seit Juni ist es endlich auch in Deutschland verfügbar, wenn auch noch in viel zu kleinen Stückzahlen. Umso mehr habe ich mich gefreut, den 25 cm großen Bildschirm mit dem Apple Logo als einer der ersten in den Händen zu halten, um meinen Spieltrieb und meine Neugierde zu befriedigen. Doch was ist das iPad eigentlich? Ein zu groß geratenes iPhone oder doch mehr?

Das Apple iPad


Tatsächlich erinnern Form und Gestaltung des iPad an das beliebte iPhone; Ersteres verfügt natürlich über ein deutlich größeres, 195 x 150 mm messendes Touch panel. Erstaunlicherweise lässt sich dieses „große iPhone“ prima festhalten, ein recht großer Rand am Bildschirm und die sanft-raue Aluminium-Oberfläche der Rückseite geben genügend „Grip“.

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Auch das Gewicht des etwa 14 mm flachen iPad ist mit knapp 700 Gramm überaus alltagstauglich. Wie schon vom iPhone bekannt, begeistert das Touchpanel des iPad mit extrem scharfer Auflösung (1024 x 768 Pixel) und einer präzisen und schnellen Reaktion auf die kinderleichte Bedienung mit einem oder zwei Fingern. Ohne „Hakeln“ oder Verzögerungen lassen sich wie gewohnt Applikationen starten, Bilder verschieben, Seiten blättern und mit zwei Fingern Bildausschnitte vergrößern oder verkleinern – perfekt! Tatsächlich „fühlt“ sich die Bedienung und Reaktion des iPads deutlich schneller an als mein Vergleichs-iPhone (3G). Hier wird direkt deutlich, dass Apple im iPad einen neuen, noch schnelleren Prozessor eingesetzt hat und das Touchpanel nicht nur vergrößert, sondern auch verbessert hat. Mal schauen, wie präzise und schnell das iPad bei Spielen reagiert, doch dazu später mehr.

Die Technik


Bevor es an die Praxis geht, schauen wir uns noch schnell die technischen Möglichkeiten des iPads an, denn bei aller Liebe zu dem einzigartigen Bedienkonzept von iPhone, iPad und Co. handelt es sich beim iPad nüchtern betrachtet um einen Handheld-PC. Das Herz des iPad ist Apples neuer, mobiler Prozessor A4 mit einer Taktung von 1 GHz. Wahlweise lässt sich das iPad mit 16 GB, 32 GB oder gar 64 GB Flash-Speicher ordern, wobei schon die 16-GB-Version ausreichend Speicher selbst für umfangreiche Programme, Musik-, Video- und Textdaten bietet. Da das iPad natürlich auch für die Online-Nutzung prädestiniert ist, finden sich eine Highspeed-Wi-Fi- und Bluetooth-Schnittstelle an Bord. Wer das iPad komplett mobil nutzen möchte, kann für etwa 100 Euro Aufpreis eine Version mit zusätzlichem 3G-UMTS-Modem ordern. Logischerweise müssen Benutzer der 3G-Variante eine Micro-SIM-Karte mit dazugehörigem Datenvertrag (Flatrate angeraten!) bei einem der üblichen UMTS-Anbieter ordern. Die Laufzeit des iPad mit einer Akku-Ladung hängt natürlich von der intensiven Nutzung des Displays und der Modems ab. Mehr als 10 Stunden Dauerbetrieb sind leider nicht drin, spätestens dann muss das iPad wieder an ein USB-Ladekabel oder ans mitgelieferte Netzteil. Apropos Ladekabel: wie schon von iPhone und iPod bekannt, verbindet man das iPad mittels Spezialkabel an einem Host-Rechner, der dann per iTunes (für Apple-Rechner und PCs kostenlos erhältlich) die Datenverwaltung und Synchronisation des iPad übernimmt. Optional, aber unbedingt empfehlenswert ist das Dock mit eingebauter Tastatur, in dem das iPad wie ein Laptop-Bildschirm leicht geneigt stehen kann. Ideal zum Filmeschauen oder Texteschreiben mit dem iPad. Das Texten auf dem iPad, zum Beispiel bei E-Mails, SMS, Internet etc., geht aufgrund der großen „Touch-Tastatur“ übrigens deutlich besser als mit der winzigen Tastatur eines iPhones. Integrierte Lautsprecher im iPad liefern einen recht akzeptablen Sound, der ausreicht, um Musik zu hören oder Games mit Sound zu spielen. Ein Kopfhörer kann selbstverständlich auch angeschlossen werden. Nahezu alle üblichen Musik- und Videodaten werden vom iPad klaglos abgespielt. Idealerweise nutzt man bei iPod-Betrieb das Appleeigene Format AAC, doch auch WAV, MP3 und AIFF sind kein Problem. Filme spielt das iPad als H.264, MPEG-4, MOV und MPEG-JPG problemlos ab. Für Freunde das intensiven Gamings bietet das iPad Beschleunigungssenoren, die zum Beispiel bei „Autorennen“ oder Ähnlichem als Bedienelement genutzt werden können. Durch leichtes Kippen des Displays lassen sich so Rennwagen über die Piste steuern.

In der Praxis


Als iPhone-User hatte ich bereits ein kleines Sortiment nützlicher (und sinnloser ;-) Applikationen sowie eine umfangreiche Musik- und Foto-Bibliothek gesammelt, die problemlos beim ersten Start des iPad mit meinem MacBook synchronisiert werden konnten. Alle Apps und Daten liefen einwandfrei – dazu mit höchstens halb so langen Startzeiten und einem ungeheur schnellen Ansprechen beim Blättern von Fotos, Plattencovern und Ähnlichem. Zwar sind iPhone-Apps nicht in der Bildgröße eines iPads abgelegt, doch mittels der 2fach-Zoom-Funktion werden alle Apps formatfüllend angezeigt. Noch bessere Bildqualität und Performance bieten die speziell fürs iPad programmierten Apps, von denen es im iTunes App-Store mittlerweile mehr als genug gibt. Sogar die Apple-eigenen Office- Programme „Pages“ und „Numbers“ sind als vollwertige App für iPad verfügbar. Somit kann ich nahezu alle Funktionen und Programme meines MacBook auf dem iPad nutzen. Die Internetverbindung mittels WLAN erledigt das iPad in rasanter Geschwindigkeit, „Safari“-Internet-Browser und „Mail“ bieten mir den gleichen Komfort und Datenrate wie mein MacBook. Leider passt das iPad nicht in die beliebten Dockingstationen, denn als Musikserver ist das iPad geradezu ideal. Mit dem riesigen Display macht der Cover-Flow erst richtig Spaß, die Musikauswahl ist ein echtes Vergnügen. Per USB-Kabel oder Kopfhörer- Anschluss findet das iPad trotzdem Zugang zu jeder HiFi-Anlage. Als Spielekonsole kann das iPad seinen speziellen Charme ganz besonders ausspielen, denn mit nur zwei Fingern und den Kippsensoren lässt sich wunderbar zum Beispiel das Autorennen „Asphalt 5“ steuern. Auch das erstklassig gemachte „RF10“ – ein interaktives Game zum Nachspielen der Fußball-WM – profitiert vom reaktionsschnellen Touchpanel, per Finger lassen sich die Spieler präzise auf dem Rasen dirigieren.

Fazit

Das Apple iPad ist mehr als nur ein etwas zu groß geratener PDA. Seine Prozessor- Power und das hochauflösende, hervorragend funktionierende Touchdisplay stellen alle vergleichbaren Produkte in den Schatten. Vergleichbar? Eigentlich gibt es momentan nichts am Markt, was mit dem iPad ernsthaft konkurrieren könnte. Fast kann man das iPad als vollwertigen Rechner nutzen, auf jeden Fall aber uneingeschränkt mobil surfen, gamen, chatten, Bücher und Zeitschriften lesen, Fotos anschauen, Musikhören und noch 10.000 spannende Sachen mehr. Ein Luxus-Spielzeug? Nein: das Apple iPad ist das universellste Werkzeug, die pfiffigste Spielekonsole und das aufregendste Multimedia-Produkt, das mir je in die Finger gekommen ist.

Preis: um 500 Euro

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Tablets

Apple iPad

Spitzenklasse

5.0 von 5 Sternen

11/2010 - Michael Voigt

Bewertung 
Qualität 50%

Ausstattung 20%

Bedienung 30%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Apple, München 
Telefon 0800 2000 136 
Internet www.apple.de 
Ausstattung
Messwerte
Abmessung (in mm) 250/0/14 
Gewicht (in g) 680g (730g 3G-Version) 
Anschlüsse
Kurz und knapp
+ reaktionsschnelles Display / hohe Auflösung 
+ Prozessor-Leistung / Multitasking-fähig 
+ Verarbeitungsqualität 
+ Akku-Laufzeit 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung gut - sehr gut 
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Dipl.-Ing. Michael Voigt
Autor Dipl.-Ing. Michael Voigt
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Datum 23.11.2010, 11:14 Uhr
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