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Kategorie: Tonabnehmer

Einzeltest: Grado Labs Reference 1 - Seite 2 / 3


Schwer auf Draht

Die Nomenklatur ist gewöhnungsbedürftig, zugegeben: Die „MM-kompatible“ Baureihe heißt „Reference“, die „MC-ähnlicheren“ Grados heißen „Statement“. In der Hierarchie ist Reference unterhalb von Statement angesiedelt. Okay, das ist nicht sofort eingängig, aber im Laufe der Zeit adaptierbar. Jetzt habe ich jüngst auf der Herstellerwebseite etwas von einem Modell namens „Statement Reference“ gelesen – und bin ausgestiegen. Konzentrieren wir uns lieber auf das, worum es hier geht. Der Proband heißt „Reference 1“ und kostet 1.600 Euro. Wie alle Grados, ob sie nun Reference, Statement oder wie auch immer heißen, arbeitet es nach dem „Moving Iron“-Prinzip. Sie gestatten mir ein paar Worte dazu, was hier anders ist als bei MM und MC. Eine verwertbare Signalspannung entsteht in einem Tonabnehmer immer dann, wenn sich ein Stromleiter (die Spule) in einem sich ändernden Magnetfeld bewegt. Diese Relativbewegung kann man entweder dadurch erzeugen, dass man den Magneten an den Nadelträger koppelt und die Spule fest montiert (MM) oder den Magneten ortsfest macht und die Spule bewegt (MC). In jedem Fall will man die bewegten Massen klein halten, was beim MM zu großen, schweren Spulen und kleinen Magneten führt oder zu superleichten Spulen und dicken Magneten beim MC.

MMs sind wegen der großen Drahtmengen hochohmiger, liefern aber auch mehr Spannung – in der Regel etwa um den Faktor zehn mehr. MCs sind da kapriziöser, gelten wegen der geringeren bewegten Massen als überlegen, wollen aber auch bei der Verstärkung mit mehr Aufwand bedacht werden. Oder man vergisst den ganzen Kram und geht den „MI“-Weg. Der macht sich den Umstand zunutze, dass es neben Spulen und Magneten noch ein paar magnetisch leitfähige Bauteile im Generator gibt, die das Magnetfeld bündeln und dort konzentrieren, wo es hingehört. Öffnet man diesen Magnetkreis nun an einer Stelle und klemmt ein Stück davon an den Nadelträger, dann ergibt das ebenfalls eine Feldänderung und somit eine Ausgangsspannung. Das Angenehme dabei: Man kann sowohl mit energiereichen Magneten als auch mit aufwendigen Spulen arbeiten, ohne die bewegte Masse in untragbare Regionen zu verschieben. In der Praxis ist es deshalb gar kein Problem, mit dem „bewegten Eisen“ Pegel zu erzielen, die denen eines MM-Abtasters ebenbürtig sind. Trotzdem sind die Grado-Spitzenmodelle mit lediglich einem halben Millivolt Ausgangsspannung gesegnet – sie sind mit wenig Spulenwindungen bewickelt. Der Grund dafür ist erschreckend untechnisch, sondern dem Markt geschuldet: Die wirklich „ernsten“ Phonovorstufen sind MC-Spezialisten und können mit den satten, mit einem MI möglichen Pegeln kaum etwas anfangen.

Preis: um 1600 Euro

Grado Labs Reference 1


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Autor Holger Barske
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Datum 19.10.2011, 12:26 Uhr