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Topthema: Raumakustik verbessern - Schallabsorber einsetzen
Kategorie: Tonabnehmer

Serientest: Sumiko Songbird (High-Output MC), Sumiko Starling (Low-Output MC) - Seite 2 / 3


Vogelgezwitscher oder Star?

Sing lauter, Vogel, sing lauter!


Das Sumiko Songbird erreicht seine vergleichsweise hohe Ausgangsspannung durch eine größere Anzahl von Windungen am Ende des Nadelträgers aus Aluminium. Das bedeutet natürlich auch, dass die zu bewegende Masse höher ausfällt als bei den LO-Modellen, was zumindest theoretisch eine mehr oder weniger reduzierte Beschleunigungs- und Bremsfähigkeit des Ensembles impliziert. Warum also überhaupt so ein MC, bei dem man noch nicht mal die Nadel tauschen kann, wenn mal was kaputtgeht? Genau deswegen vielleicht: Die mechanische Integrität des Tonabnehmers ist ohne steckbare Teile ungleich höher, was angesichts der winzigen Auslenkungen der Tonabnehmernadel von größter Wichtigkeit ist. Abgesehen davon gibt´s ja doch immer noch einen kleinen Gewichtsunterschied bei der bewegten Masse sowie messbare elektrische Vorteile durch die im Vergleich zum MM-Generator immer noch deutlich kleineren Spulen. Der Spulenwiderstand des Songbird zum Beispiel beträgt 135 Ohm, so dass auch Abschlusswiderstandswerte um 1-2 kOhm kein Problem sein dürften. 

Ein neuer Starling am Tonabnehmerhimmel


Der sehr fein geschliffene MicroRidge-Diamant des Starling sitzt nicht auf schnödem Alu, sondern auf einem Bor-Nadelträger. Bor ist ein sprödes und schwer zu handhabendes Material, aber durch die extrem hohe Steifigkeit auch eines der besten für den Zweck. Sumiko gibt an, dass der Starling immerhin 0,5 mV Spannung ausgibt – in der Praxis habe ich das Starling im Vergleich zum Transrotor Figaro, dessen Ausgangsspannung mit 0,28 mV angegeben wird, als deutlich lauter empfunden. Mit einem Spulenwiderstand von 28 Ohm darf man das Starling auch gerne mit etwas mehr als 100 Ohm abschließen, was der Verbindung mit den Top-Phonostufen Neukomm MCA112S (450 Ohm Abschlusswiderstand) und Clearaudio balance V2 (500 Ohm Abschlusswiderstand) im Test entgegenkommen sollte. Die Nadelnachgiebigkeit des Starling liegt (wie auch beim Songbird) bei 12 x 10-6 cm/dyn bei 100 Hz. Die empfohlene Auflagekraft beträgt zwischen 1,8 und 2,2 mN – und auch hier zeigen sich die beiden neuen Modelle in geschwisterlicher Eintracht.

Praxis


Die nackte Bauform mit den geraden Kanten der Montageplatte hat eigentlich – bis auf den Gefahrenzulage-Faktor – nur Vorteile bei der Installation. Man muss bei der Azimutprüfung nicht mit zusammengekniffenen Augen unter das Gehäuse schielen, um zu erkennen, ob die Nadel tatsächlich im perfekten 90-Grad-Winkel in der Rille steht, das geht mit Songbird und Starlight viel bequemer. Zudem sehen beide Abtaster einfach ziemlich schnieke aus unter meinem Kuzma Stogi S12 VTA. Mit dessen effektiver Masse von 12 Gramm kommen beide Sumiko-Modelle gut zurecht. Beide Tonabnehmer spielen bei mir am oberen Limit der empfohlenen Auflagekraft, was sehr gute Abtastwerte bis 60 Mikrometer beim Songbird und 70 Mikrometer beim Starlight (gemessen mit der Testschallplatte No. 2 des dhfi ) ermöglicht – völlig ausreichend für 99,99 % aller Schallplatten. 

Preis: um 1070 Euro

Sumiko Songbird (High-Output MC)


-

Preis: um 2260 Euro

Sumiko Starling (Low-Output MC)


06/2019 - Michael Bruss

Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
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Autor Michael Bruss
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Datum 13.06.2019, 15:01 Uhr