Kategorie: Vollverstärker, DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player

Systemtest: Naim UnitiQute, Naim UnitiServe


Lehrstunde

Vollverstärker Naim UnitiQute, Naim UnitiServe im Test , Bild 1
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Streamen will derzeit irgendwie jeder. Doch nicht jeder bekommt es hin, die Kommunikation zwischen Festplatte und Empfänger zu konfigurieren. Mit kleinen schwarzen, grün beleuchteten Kästen von der Insel kriegt man das hin, versprochen.

Peripherie:



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Gerade für Hörer digitaler Musik bringt Naim in jüngster Vergangenheit ein Knaller-Produkt nach dem anderen heraus. Die Jungs haben einfach frühzeitig erkannt, wohin der Hase läuft und haben dementsprechend mit passender Hardware reagiert. Was mir ganz besonders an den modernen Streaming-Geräten aus Salisbury gefällt ist die Bedienbarkeit. Naim sorgt in meinen Augen derzeit dafür, dass so schöne Dinge wie Streaming salonfähig werden. So viele Leute da draußen interessieren sich für die Vorzüge von Musik aus dem Netzwerk, fürchten jedoch die Probleme, die Computer mit sich bringen können. Dieses Paket, bestehend aus einem Vollverstärker mit Streaming-Client (und mehr) und einem darauf zugeschnittenen Netzlaufwerk mit Rippingfunktion, stellt das Wunschlos-glücklich-Paket dar, das man einfach hinstellt und sofort loslegen kann. Womit denn loslegen? Zunächst ist der UnitiQute die Schnittstelle zum lokalen und weltweiten Netz. Er streamt Musik in bis zu 96 kHz von lokalen, freigegebenen Festplatten und holt Ihnen die mittlerweile nicht mehr zählbaren Internetradiosender ins Wohnzimmer.

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Wer aus irgendwelchen Gründen auf Kriegsfuß mit Internetradio steht, kann den ebenfalls eingebauten UKW-Tuner verwenden. Von USB-Sticks spielt er Lieder in verschiedenen Formaten (inklusive FLAC), sogar Apples iPod liest er über diese Schnittstelle digital (!) aus. CD-Player und andere digitale Quellen finden an den elektrischen Digitaleingängen Anschluss, einen analogen RCA-Eingang gibt es auch noch dazu. Und was ist mit CD? Nichts, ist nicht drin. Der Uniti- Qute ist genau das Richtige für Musikfreunde, die ihre Musik sowieso als Datei (natürlich vorzugsweise verlustfrei) auf der Festplatte haben. Wer das noch nicht hat, aber will, kann sich eine maßgeschneiderte Lösung von Naim dazuholen: Den UniServe. Dieses NAS (Network Attached Storage, also eine im lokalen Netz freigegebene Festplatte) stellt nicht nur dem UnitiQute die auf seinem Speicher enthaltene Musik zur Verfügung, es kann die Alben sogar rippen und nimmt dem Anwender somit einen Mordsberg an Arbeit ab. Metadaten holt es beim Rippvorgang automatisch von einer der einschlägigen Datenbanken, wenn möglich (schätzungsweise in 90 % der Fälle), sogar mit Cover. Der UnitiServe baut beim Serverprotokoll auf UPnP, was im Klartext bedeutet, dass er auch anderen Geräten wie AV-Receivern und wenn‘s sein muss sogar einem Internetradio seine Musik zuspielen kann, da sich UPnP langsam, aber sicher als Streaming- Standard zu etablieren scheint. Gerippt wird als WAV-Datei, was ein 1:1-Abbild der CD darstellt und somit verlustfreien Musikgenuss garantiert. Die Trefferquote beim Erkennen der Alben ist hervorragend, nur die ganz harten Brocken (seltene Singles oder „Hinterhof- Metal“) werden nicht gefunden, können aber nachträglich mit der beiliegenden Software „Naim Desktop Client“ editiert werden. In aller Regel muss man sich darüber aber keine Gedanken machen. Die Kunst des Rippens besteht beim UnitiServe darin, eine CD ins Laufwerk zu legen. So muss das sein. Wer auf seiner eigenen Festplatte bereits ein nennenswertes Archiv hat, kann die Dateien natürlich per USB-Eingang oder Netzwerkfreigabe dem UnitiServe zugänglich machen. Die zugeführten Musikdateien dürfen eine Auflösung von bis zu 192 kHz, 24 Bit haben. Da er sogar über digitale Ausgänge verfügt kann er auch als eigenständiges Quellgerät fungieren, gesteuert wird dann per Laptop, Touchscreen (gibt es bereits ab 250 Euro) oder iPod, und dazu komme ich gleich auch noch. Ganz kurz möchte ich vorher noch erwähnen, dass es neben der mir vorliegenden „normalen“ Variante mit einem Terabyte Kapazität, auch eine ganz besonders geräuschlose SSD-Version gibt, die natürlich etwas teurer ist. Das Einzige, was den quasi unendlichen Komfort trübt, ist Tatsache, dass man das Display des UnitiQute von der Couch aus nicht mehr erkennen kann, was das Durchstöbern eines großen Musikarchivs natürlich erschwert. Dem kann aber abgeholfen werden, wenn man einen iPod Touch oder ein iPhone sein Eigen nennt. Naim bietet im Appstore ein Programm an, das die volle Kontrolle (auch über UKW-Tuner und alle analogen Eingänge) ermöglicht. Das ist eine wirklich runde Sache und kommt einem faulen Kerl wie mir sehr entgegen. Die optische Umsetzung und das auf intuitive Benutzung optimierte „App“ (ein Unwort, ich weiß) hat man im Prinzip nach dem Start schon kapiert. Gegenüber anderen „Renderern“ im AppStore vermag es nicht nur die Steuerung des Streamings zu übernehmen, sondern schlicht und ergreifend über alles, inklusive UKW-Tuner.

Praxis


All das hört sich gut an, ist aber nur gut, wenn‘s in der Praxis auch funktioniert. Keinem Produkt nützt eine lange Feature-Liste, wenn der Benutzer kopfkratzend davor steht und sich überlegt, wie er seinen Frust schnellstmöglich abbaut. Ich verrate Ihnen mal, wie mein erster Test kurz nach dem Auspacken vonstatten ging. Ich habe beide Geräte im Hörraum weit getrennt voneinander aufgestellt, Lautsprecher an den UnitiQute gestöpselt und die beiden grün leuchtenden HiFi-Schönheiten angeschaltet. Per Fernbedienung wählte ich UpnP als Quelle, gab den Netzwerkchlüssel ein und fand sofort den UniServe, der nur kabelgebunden ins Netz geht (dafür aber keinen Netzwerkschlüssel fordert) und bereits ein Probealbum enthielt. Musik spielte nach zirka einer Minute. So und nicht anders stelle ich mir das vor. Und die Musik spielt ordentlich, das kann ich Ihnen sagen. Klar kann ein großer Transistor stabiler abbilden, überzeugender Dynamiksprünge vollziehen und schwere Membranen zu höheren Pegeln treiben, aber nichtsdestotrotz muss man den UnitiQute gehört haben. Die Testlautsprecher hatten immerhin einen 8-Zoll-Bass verbaut, was den internen Verstärker des kleinen Engländers aber nicht ernsthaft juckte. Er schiebt ordentlich, spielt tonal sehr angenehm, zeigt, dass die integrierte Verstärkerlösung für viele bereits absolut perfekt ist. Und wer mehr will, nimmt ihn halt als Quellenverwalter und hängt einen anderen Verstärker dran. Was ganz wichtig ist und wir als Leute, die permanent mit HiFi zu tun haben, gar nicht so mitbekommen: Der UnitiQute hat hohe Anziehungskraft, das konnte ich bei „unbedarften“ Kollegen jedesmal beobachten. Und ich denke, selbst hartnäckige High-Ender finden den Naim UnitiQute rattenscharf.

Fazit

Das ist sie, die Alleskönner-Komplettlösung. Klanglich ist der UnitiQute einwandfrei, seine Bedienung genau, wie sie sein soll: intuitiv. So macht man das. Der UnitiServe gefällt mir nicht nur als NAS ausgesprochen gut. Die Tatsache, dass er quasi ein komplettes Musiksystem darstellen kann, ist für mich unheimlich verlockend.

Preis: um 2000 Euro

Vollverstärker

Naim UnitiQute


12/2010 - Christian Rechenbach

DLNA- / Netzwerk- Clients / Server / Player

Naim UnitiServe


12/2010 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten: Naim UnitiQute
Preis: 2000 
Vertrieb: MusicLine, Rosengarten 
Telefon: 04105 77050 
Internet: www.music-line.biz 
Eingänge: 2 x digital RCA 
Ausgänge: 1 x analog RCA 
Audioformate: MP3, WMA, AAC (bis 320 kBit/s, CBR/VBR), Apple Lossless (über iPod), WAV, FLAC, OGG Vorbis 
Leistung (8 Ohm)(in Watt): 31 
Leistung (4 Ohm)(in Watt): 47 
Checksum „Das ist sie, die Alleskönner-Komplettlösung. Klanglich ist der UnitiQute einwandfrei, seine Bedienung genau, wie sie sein soll: intuitiv. So macht man das.“ 
Ausstattung & technische Daten: Naim UnitiServe
Preis: 2000 
Vertrieb: MusicLine, Rosengarten 
Telefon: 04105 77050 
Internet: www.music-line.biz 
Ausgänge: 1 x digital Toslink 
Eingänge 4 x USB 
Unterstützte Formate: WAV, AIFF, FLAC, Apple Lossless, Ogg Vorbis, AAC, WMA, MP3 (auf externen Speichern) 
checksum „Der UnitiServe gefällt mir nicht nur als NAS ausgesprochen gut. Die Tatsache, dass er quasi ein komplettes Musiksystem darstellen kann, ist für mich unheimlich verlockend.“ 
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Autor Christian Rechenbach
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Datum 15.12.2010, 12:47 Uhr
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