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Kategorie: Vollverstärker

Einzeltest: Totem Acoustic Kin Amp


Zauberschachtel

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Früher war alles ganz einfach: Man hatte einen Verstärker in der Anlage und wenn dieser Verstärker eine Antenne hinten dran hatte, nannte man das Ganze „Receiver“ und konnte damit auch Radio hören. Beim Totem Kin Amp geht der kanadische Hersteller aber ganz mit der Zeit

Ein paar Worte zur Firma Totem: Der italienischstämmige Kanadier Vince Bruzzese gründete Totem Acoustics vor etwa 30 Jahren – die Motivation war schlicht und ergreifend seine Unzufriedenheit mit allen kommerziell erhältlichen Lautsprechern. Totem blickt heute auf ein breites Sortiment an Subwoofern, Wandeinbau-, Surround-, Monitor- und Standlautsprechern und fertigt in einer eigenen Metall- und Holzwerkstatt. Bruzzese geht seit eh und je seinen eigenen Weg, was die Technik und das Design seiner Lautsprecher angeht – so fertigt er zumindest für die Top-Modelle sogar die Chassis selber und treibt so manchem Experten die Schweißperlen auf die Stirn, was die Parameter der Lautsprecher angeht. Nun, der Erfolg gibt ihm Recht und nicht nur der: Alle Totem-Lautsprecher, die ich bisher gehört habe schaffen es, eine faszinierende Mischung aus eigenständigen Charakter und einfach gutem Klang zu produzieren. Seit ein paar Jahren gibt es nun bei Totem die „Kin-Serie“, die seitdem den Einstieg in die Welt der Totem-Lautsprecher darstellt. Nach der passiven Kin Mini folgte die aktive Kin Play, die die Basis für den hier vorgestellten Kin Amp legt. Man wird mir bei Totem nicht böse sein, wenn ich hier einfach mal behaupte, dass der Kin Amp ziemlich genau dem Aktivmodul in der Kin Play entspricht – zumindest der Funktionsumfang ist gleich.

Natürlich ist es eine kluge Idee gewesen, die Elektronik von der Box zu trennen und dem Endanwender zur freien Verfügung zu stellen, denn das Aktivmodul in der Kin Play hatte es schon faustdick hinter den Ohren. Ich darf gar nicht daran denken, wie oft dieser kleine Tausendsassa einfach nur als reiner Aktivlautsprecher oder vielleicht maximal noch als Bluetooth-Box benutzt wird und damit weit unter seinen Möglichkeiten bleibt. Nun, die zu erkunden sind wir hier. Zunächst einmal zum Äußeren oder – noch wichtiger – dem Preis: Nicht einmal 1000 Euro, genauer gesagt: 750 Euro kostet das kompakte Gerät. Klar. Dafür bekommt man keine aus dem Vollen gefräste Schönheit aus Aluminium, sondern ein durch und durch pragmatisches Gerät aus gefalztem Stahlblech, wahlweise in Schwarz oder Satinweiß. Gegenüber dem einfachen Plate-Amp in der Kin Play hat man einen deutlich sichtbaren Komfortgewinn zu verzeichnen: Es gibt ein großes Display, das über den gewählten Eingang und den Betriebszustand informiert. Im Inneren des kompakten Verstärkers geht es deutlich beengter zu als in den meisten High-End-Geräten und das trotz der platzsparenden Schaltverstärker- und -netzteiltechnik. Ganz richtig: Wie nahezu alle auf Energieeffizienz ausgerichteten Verstärker heutzutage arbeitet der Totem Kin Amp mit Class-D-Technologie und damit sehr effektiv.

Preis: um 750 Euro

Totem Acoustic Kin Amp


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Autor Thomas Schmidt
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Datum 20.10.2020, 19:46 Uhr
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