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News Kategorie: Heimkino
Heimkino

LESERKINO (3): Bild und Ton auf Champions-League-Niveau - echtes Live-Erlebnis

27.12.2019 12:58 Uhr von Jochen Schmitt

Als wir vor einigen Monaten Marcel Pawelczyks Heimkino-Vorführraum in Losheim besuchten, stand für uns fest, dass wir unseren Lesern dieses Erlebnis auf keinen Fall vorenthalten würden. Mit seinem bekannten Hang zum Perfektionismus hat der Besitzer der Firma „Automagie“ ein einzigartiges Kino auf die Beine gestellt – Sie dürfen gespannt sein!

„Wo wir schon einmal da sind, begutachten wir doch auch noch das Kino von Marcel in Losheim“, war unser Gedanke, als wir das Heimkino unseres Lesers Jim in Luxemburg besuchten. Was die Redaktion hier zu sehen und zu hören bekam, sollte, nach Marcels Worten, von seiner Vorführ-Installation in Losheim am See nochmals deutlich getoppt werden. Die Neugierde war gepackt, der Weg dahin nicht mehr so weit, so dass wir uns trotz fortgeschrittener Stunde ins Auto setzten, um ins benachbarte Saarland zu fahren.

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Automagie

Nach gut anderthalb Stunden, auf einer wunderschönen Strecke über Land durch Luxemburg und das Saarland, erreichten wir gut gelaunt unser Ziel. Hier, in einem Gewerbegebiet in Losheim, befindet sich der Firmensitz von Marcel – die „Automagie – Car & Home Entertainment GmbH“. Marcel verfügt über eine beeindruckende, mehr als 20-jährige Erfahrung im Bau von professionellen Car-HiFi-Einbauten. Zahlreiche Meistertitel seit 1994 aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt belegen die Erfolge des mehr als rührigen Auto-HiFi-Spezialisten.

Der Heimkinobau ist für Marcel ebenfalls schon lange kein Neuland mehr. Auf diesem Feld betätigt sich „Automagie Saar“ erfolgreich seit nunmehr 15 Jahren. Für sein eigenes Heimkino ließ sich der Firmeninhaber viel Zeit, hier sollte einfach alles Hand und Fuß haben. Klangliche Perfektion und die Bildwiedergabe auf Referenzniveau standen ganz oben im Pflichtenheft, als es um die Konzeption dieses Kinos ging. Schließlich wollte Marcel sich nicht nur selbst ein tolles Heimkino gönnen, sondern potenziellen Kunden aufzeigen, was technisch machbar ist.

Konzeption

Die Konzentration auf das Wesentliche bewog Marcel dazu, seinen 7.2-Heimkino-Vorführraum optisch unscheinbar zu gestalten. Opulente Ausstattungsdetails suchen Besucher hier vergebens, denn alles was die Bild- und Audiowiedergabe stören könnte, wurde aus dem Heimkino verbannt. Leinwand, Lautsprecher und Projektoren sind vergleichsweise schnell zu entdecken, dazu gibt es noch eine bequeme Couch auf einem Podest – fertig ist das Kino! Nun ja, ein „wenig“ mehr durfte es für das Automagie-Vorzeigekino dann doch sein. Einfach kann ja jeder, und wer mit Herz und Seele bei der Sache ist, lässt sich für sein liebstes Kind schon etwas ganz Besonderes einfallen.

Ausstattung

Der Vorführraum wurde akustisch komplett optimiert und dazu mit Absorbern und Diffusoren in den Wänden, in der Decke und im Podest ausgestattet. Alle Wände und die Decke sind mit akustisch durchlässigem Akustikstoff bezogen, der dafür sorgt, dass keine Reflexionen an den Oberflächen entstehen, die das visuelle Erlebnis stören könnten.

Teppich, Wand- und Deckenbespannung wurden unter den Gesichtspunkten der bestmöglichen visuellen und akustischen Lösung ausgewählt. Entscheidend für die Materialwahl waren dabei Kriterien wie Schallabsorption/-reflexion/-diffusion sowie Lichtabsorption und -reflexion. Sämtliche Bauteile für die akustische Optimierung wurden von der eigenen Firma gebaut und installiert.

Die Lautsprechereigenentwicklungen sind in der Frontwand oberflächenbündig integriert und auf den Hörplatz angewinkelt. Front- und Centerspeaker wurden in langen Hör- und Mess-Sessions mit Passivweichen auf die Raumakustik angepasst. Zwischen 400 und 20.000 Hertz spielen die Lautsprecher absolut linear, so dass auf einen Equalizer-Einsatz durch die Verstärkerelektronik verzichtet werden konnte. Unterhalb von 400 Hz spielen die Lautsprecher ebenfalls nahezu perfekt, so dass hier nur geringe Eingriffe am EQ notwendig geworden sind.

Das dicht gewebte Tuch der Xodiac-Leinwand war akustisch für eine Center-Lösung hinter der Leinwand nicht ideal. Marcel entschloss sich zum Einsatz eines Dual-Centers, der ober- und unterhalb der Leinwand spiegelsymmetrisch eingebaut wurde. Die beiden Subwoofer verfügen über je eine Passivmembran, die über entsprechende Gewichte auf die raumakustischen Anforderungen angepasst werden kann.

Feinste Lautsprecherchassis aus dem Hause Scan-Speak und ATC setzt Marcel in seinem Vorführkino ein. Um die tiefsten Frequenzen kümmern sich zwei langhubige 250-mm-Subwoofertreiber, die ihre Energie von der 10-Kanal-Denon-Endstufe beziehen. Die 7-Zoll-Tiefmitteltöner der Satelliten entstammen der Revelator-Serie von Scan-Speak. Um einen extrem dynamischen und lebendigen Mitteltonbereich zu erzielen, verbaut Marcel 75-mm-Kalotten von ATC. Im Hochtonbereich vertraut er dann wieder auf höchstwertige Chassis von Scan-Speak, für diesen Zweck wählte Marcel 25er-Kalotten aus der Illuminator-Reihe aus.

Jetzt wird kalibriert

Die Kalibrierung der Lautsprecher erfolgte mit Audyssey Pro auf eine individuell angepasste Zielkurve von Automagie. Für die Einmessung des Projektors verpflichtete Marcel Oliver Wadle, der, mit CalMan5 und Minolta CS-200 bewaffnet, das Bild nach ISF II auf den Punkt kalibrierte.

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Marcel entschloss sich dazu, für die Reproduktion von Bild und Ton großes Geschütz aufzufahren. Versteckt in der Zimmerecke hinter der L-förmigen Sitzlandschaft sitzen in einem maßgefertigten Geräte-Rack feinste Elektronik-Bausteine von Denon. Die AV-Vorstufe AVP-A1HDA in der 3D-Edition, die 10-Kanal-Endstufe POA-A1HD mit unabhängiger Monoblock-Bauweise und der Blu-ray-Spieler DVD-A1UD sind die ultimativen Flaggschiffe im Denon-Programm.

Alleine die Endstufe bringt unglaubliche 60 Kilogramm Kampfgewicht auf die Waage, dagegen ist die Vorstufe mit 30 Kilo fast schon ein Leichtgewicht. Um der Wärmeentwicklung Herr zu werden, konstruierte Marcel ein Geräte-Rack mit Kamin-Effekt, das kalte Luft von unten anzieht und warme nach oben ausbläst. Alle AV-Geräte sowie Beleuchtung und Rollläden sind szenengesteuert über Control4 zu bedienen.

Film-Vorführung

Als wir zum wohlverdienten Hör- und Sehtest auf der großen Couch Platz nahmen, waren wir gespannt wie die Flitzebogen, was uns gleich erwarten würde. Marcel dimmte das Licht, startete „Ender’s Game“ und ließ die bewegten Bilder für sich sprechen. Was der Sony-Projektor auf die Xodiac-Leinwand zauberte, war atemberaubend gut. Bildschärfe, Schwarzwert und Plastizität sind wohl kaum noch zu steigern.

Das Leinwandtuch zeigt keinerlei störende Musterbildung und ist in Sachen Farbwiedergabe extrem neutral. Auch die Blu-ray „Der Hobbit – Smaugs Einöde“ bestätigte den zuvor gewonnenen Eindruck. Abermals überzeugten die knackscharfen Bilder mit kräftigen und doch neutralen Farben, die das Geschehen auf der Leinwand sehr lebendig wirken ließen. War die Video-Wiedergabe bereits ausgezeichnet, zog uns das Vorführ-Kino mit seiner Audio-Performance dann vollends in seinen Bann. Die Dual-Center-Lösung nagelt Stimmen und Instrumente exakt dort fest, wo sie hingehören.

Perfekt nachzuvollziehen ist dies mit der Konzert-Blu-ray „Crossroads 2010“, wo diverse altgediente Meister ihres Fachs Eric Clapton auf der Bühne begleiten. Tief, druckvoll, knackig und präzise spielen die beiden Passiv-Subwoofer des Heimkinos. Sie verschmelzen akustisch mit dem restlichen Lautsprecher-Ensemble und sind als Einzelquellen nicht herauszuhören – hervorragend. Die Instrumente der Musiker sind klar voneinander abgegrenzt und geben sich mit ihrem jeweiligen Klangcharakter deutlich zu erkennen. Klar, dass dieses Heimkino bei der Vertonung bewegter Bilder ebenfalls keine Schwächen zeigen würde.

Die Filmausschnitte der vorgeführten Blu-rays machten deutlich, wie sehr ein guter Filmton das Erlebnis auf der Leinwand intensivieren kann. Dialoge werden perfekt in Szene gesetzt, mit klar umrissenen und natürlich klingenden Stimmen, die punktgenau geortet werden können. Das Klangbild ist sehr ausgewogen, mit einer sehr angenehmen Portion Frische und Attacke, sobald es die Tonspuren des Films erfordern. Special Effects schüttelt das Kino-System lässig aus dem Ärmel, tiefste Bässe kommen mit Wucht und Präzision aus den Subwoofern.

Dieser 7.2-Heimkino-Vorführraum zeigt deutlich, dass sich die akribische Abstimmung des selbst entwickelten Lautsprecher-Systems und die Akustikmaßnahmen im Hörraum ausgezahlt haben. Klanglich kann es wohl nur noch mit sehr viel mehr Aufwand besser werden. Wir jedenfalls genossen anerkennend die letzten Takte Musik und traten nach einem langen Tag die Heimreise an.

Fazit

Der Vorführ-Heimkinoraum von Automagie Saar mag optisch sehr zurückhaltend sein, doch wer den Raum im Einsatz erlebt, wird dies ganz schnell wieder vergessen. Die Bild- und Tonwiedergabe ist auf allerhöchstem Niveau, so dass Mehrkanal-Konzertmitschnitte zum Live-Erlebnis werden und Filme in wirklich allen Facetten genossen werden können.

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Jochen Schmitt
Autor Jochen Schmitt
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Datum 27.12.2019, 12:58 Uhr