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Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: Kii Audio Three BXT


Aktivlautsprecher Kii Three BXT

Aktivlautsprecher Kii Audio Three BXT im Test, Bild 1
20058

Mancher sagt, modernes HiFi wäre zu komplex. Dabei wird oft verkannt, dass die fortschreitende technische Entwicklung ganz neue Möglichkeiten für Klang und Komfort bietet. Kii Audio zeigt dies mit seinem Kii Three BXT System.  

Stellen Sie sich mal einen Lautsprecher vor. Ganz egal ob Regaloder Standbox, egal wie viele Treiber oder welches Konzept. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei schätzungsweise 95 Prozent, dass Sie vor Ihrem inneren Auge einen Schallwandler sehen, der entweder weiß oder schwarz ist. Natürlich werben viele Hersteller mit der Möglichkeit, die Boxen in jeder beliebigen Farbe zu lackieren, doch selbst die Vorführmodelle sind am Ende beinahe immer schwarz oder weiß. Umso erfreulicher ist es zu sehen, dass Kii Audio den Mut besitzt auch die anderen Möglichkeiten aufzuzeigen. Auf Messen sieht man die Lautsprecher der Marke oft in knalligen Farben und auch unser Testmuster tauchte in aufsehenerregendem „KTM Orange“ in unserem Hörraum auf.

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Auch wenn sich am Ende wieder die meisten für die bekannten Farben entscheiden, ist dieser Farbklecks dennoch zu begrüßen. Direkt nach der Farbe fällt der Blick des Betrachters bei unserem Testmuster aber wohl zwangsläufig auf die Treiber der Lautsprecher. Dabei ist weniger die Bauart oder das Material der Grund, sondern wohl eher die schiere Anzahl. Während wir die Kii h ree ja bereits vor einigen Jahren testeten, haben wir den Regallautsprecher nun in der Variante mit BXT Zusatzmodul erhalten, der das System zu einem ausgewachsenen Standlautsprecher macht. Und für Fans der Farbskala sei gleich einmal gesagt, das beide Elemente auf Wunsch sogar in unterschiedlichen Farben geordert werden können, um das Wohnzimmer noch ein wenig bunter zu gestalten. Doch die Farbe spielt bei der Kii h ree BXT nur eine Nebenrolle. Auch wenn die Optik geschickt moderne Elemente mit einer recht zeitlosen Form kombiniert, ist das Konzept hinter dem Lautsprecher noch deutlich spannender. Basis des Sets ist, wie bereits erwähnt, der Regallautsprecher Kii h ree. Dazu kommt das Erweiterungsmodul BXT, inklusive der Kii Control, womit dann das Kii h ree BXT System komplett ist. Dabei lässt sich eine Kii h ree auch nachträglich erweitern, was unheimlich einfach von statten geht. Der Regallautsprecher wird in eine Schiene an der Oberkante des BXT Moduls eingeführt, während dieses auf ähnliche Weise mit der auf Spikes gelagerten Bodenplatte verbunden wird. Dass es sich um einzelne Elemente handelt ist danach nur noch an den Anschlusspanels zu erkennen, für die Kii Audio perfekt passende Verbindungskabel beilegt. Letztlich wirkt so alles, wie aus einem Guss. Nun müsste man bei der Nutzung passiver Lautsprecher diese Harmonie mit einer Vielzahl an Verbindungen und zusätzlicher Elektronik stören. Die Einrichtung eines Kii h ree BXT Systems ist hingegen deutlich simpler und lässt so eine besonders schlanke Anlage entstehen. Digitale Quellgeräte werden per USB, Toslink oder koaxialem S/PDIF mit der Kii Control verbunden. Diese liefert die Daten an die Masterbox, die dann die Signale an den zweiten Lautsprecher durchreicht. Drei Kabel reichen also aus, um das ganze System zu verbinden. Welchen der beiden Lautsprecher man dabei mit der Kii Control verbindet, kann man selbst festlegen, um auch die Aufstellung so flexibel wie möglich zu gestalten. Gerade dabei zeigt sich die Kii h ree BXT von ihrer Schokoladenseite. Dank der umfangreichen DSP-Fähigkeiten schafft es Kii Audio nämlich, den Klang vom Aufstellungsort quasi unabhängig zu machen. Etwas das mit passiven Schallwandlern praktisch unmöglich ist. Insgesamt arbeiten im Kii h ree BXT System 14 Treiber pro Seite. Ein Ein-Zoll-Hochtöner wird mit einem Fünf-Zoll-Mitteltöner kombiniert, die dann von einem Dutzend Tieftöner mit 6,5 Zoll Durchmesser unterstützt werden. Wohlgemerkt pro Seite, wobei allerdings nicht alle Treiber auf der recht schmalen Front der Lautsprecher verbaut werden. Bereits die Kii h ree selbst strahlt in alle vier Richtungen ab, wofür je ein Tieftöner an der linken und rechten Seite verbaut sind, während der Schall nach hinten sogar im Doppelpack ausgegeben wird. Auch das BXT Erweiterungsmodul beschränkt sich nicht auf Direktschall, sondern nutzt gleich jeweils zwei der Sechseinhalbzöller an den Seiten. Nun bringt dieses Prinzip üblicherweise dass Problem mit sich, dass Reflexionen des Schalls zu unschönen Klangergebnissen führen können. Genau dies wird mit dem Einsatz der digitalen Signalverarbeitung behoben. Die Positionen der Chassis werden direkt in die Berechnung mit einbezogen, während Wände mit Hilfe eines speziellen Boundary Equalizers berücksichtigt werden. Die Energie des reflektierten Schalls wird dabei ausgeglichen, um Überhöhungen entgegenzuwirken. Dabei lässt sich die Entfernung zu Wänden so einstellen, dass am Hörplatz stets eine lineare Amplitude gemessen werden kann. Stehen die Lautsprecher frei im Raum, stellt man den Boundary EQ einfach auf null. Neben diesem praktischen Instrument verfügt das Kii h ree BXT System auch über eine Tone Control genannte Klangregelung, die unabhängig vom Shelving Filter der Raumkorrektur arbeitet. Damit lassen sich die Lautsprecher zusätzlich an den eigenen Hörgeschmack anpassen. Dank multipler Speicherplätze kann man sich sogar eigene Presets für unterschiedliche Genres anlegen. Wer es bei Rock gerne etwas kräftiger im Bass mag, kann also eine Einstellung speichern, die unabhängig von den feinen Hochtönen von Bläser- oder Streichersektionen ist. Anders als man dies von vielen Klangregelungen kennt, lässt sich bei Kii Audio sogar festlegen, bei welcher Frequenz die Einstellungen für Bass und Höhen eingreifen sollen. Man ist also keineswegs an die Empfehlungen der Techniker gebunden, sondern kann ganz nach Belieben genau seinen präferierten Sound einstellen. Noch tiefer lässt sich mit Hilfe des Pro Menüs in das DSP-Setup eingreifen, oder eines der acht „Advanced Filter“ aktivieren, wobei dieser Menüpunkt allerdings tatsächlich eher den Fachleuten vorbehalten ist. Neben dem Einsatz als HiFi-Lautsprecher, werden Kii Audio Systeme nämlich auch in identischer Form in einer Vielzahl von Tonstudios rund um den Globus verwendet. Einstellungen des Boundary EQs und der Tone Control, ebenso wie Lautstärke und Quellenwahl, werden mit der Kii Control erledigt. Per Drehregler und Farbdisplay kann man sich durch die ordentlich strukturierten Menüs navigieren. Mit der neuen Firmware 2.4 bietet das Bedienelement nochmal eine verbesserte Menüstruktur, ein separates BXT Menü und bessere Bluetooth- Konnektivität. Insgesamt hat sich Kii Audio bei seinem Kii h ree BXT System einfach viel Mühe gegeben, die Aufstellung, Einrichtung und tägliche Bedienung so nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Dabei zeigen sich die Vorteile des technisch aufwändigen, aber einfach zu bedienen Lautsprechers von der ersten Minute an. Die Anordnung der Treiber, deren Kontrolle und ihr Abstrahlverhalten führen dazu, dass der so genannte Sweet Spot, der üblicherweise genau auf einen einzelnen Hörplatz ausgerichtet ist, zu einem Sweet Field wird. Egal wo man sich auf unserer Couch hinsetzte, das klangliche Ergebnis war stets optimal und die dargestellte Bühne wirkte außerordentlich groß. Selbst wenn man sich ein wenig im Raum bewegte, lieferte das Kii h ree BXT System noch immer satten Sound. Satt werden auch leistungshungrige Hörer, denn die insgesamt 14 mal 250 Watt pro Lautsprecher verlangen nach toleranten Nachbarn. Gerade die enorme Pegelfestigkeit der Kii h ree ist beeindruckend, denn selbst wenn man die Endstufen ausreizt, spielt das System vollkommen sauber. Gleichzeitig verlangt das Set aber auch nach ein wenig Power, um seine Vorzüge wirklich zur Geltung zu bringen. Etwas entgegen der Erwartung, die man bei den zwölf Tieftönern hat, wirkt das System mit BXT keineswegs Basslastig. Natürlich gibt es hier genügend Punch und die Anschläge von Meg Whites Bassdrum im Intro von „Blue Orchid“ fahren dem Hörer gut in den Magen, doch man fühlt sich keineswegs erdrückt vom kernigen Tiefton. Kraft und Kontrolle übertragen viel Energie auf den Hörer. Dazu wird selbst in den unteren Frequenzbereichen erfreulich viel Feinzeichung geboten, was das Kii h ree BXT System sehr realistisch wirken lässt. Ein angenehm natürlicher Sound mit einem hohen Maß an Präzision, der gut aufzeigt, warum die Lautsprecher auch bei Tonmeistern so beliebt sind. Zusammen mit dem toll aufgelösten Hochton und einem generell sehr angenehmen Fluss, bieten die Lautsprecher das Potenzial für tiefgründige Analysen. Gleichzeitig bleibt dank des üppigen Dynamikumfangs genügend Emotion erhalten. Kii Audio verbindet moderne Ansprüche und hochwertige Technik, doch vom Aufwand der hier betrieben wird, bekommt mal als Nutzer nichts mit. Stattdessen kann man sich ganz der Musik hingegeben, und benötigt dabei praktisch nur Lautsprecher und Quellgerät. Und keine Sorge: es gibt sie auch in schwarz und weiß.

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Preis: um 30800 Euro

Aktivlautsprecher

Kii Audio Three BXT


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Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Kii Audio, Bergisch Glabach 
Telefon 02202 2356422 
Internet www.kiiaudio.com 
B x H x T 200 x 1200 x 400 mm 
Eingänge 1 x Kii Link RJ45 1 x AES/EBU 1 x USB-B (Kii Control) 1 x S/PDIF koaxial (Kii Control) 1 x Toslink optisch (Kii Control) Bluetooth 
Unterstützte Formate Nein 
Unterstützte Abtastrate: PCM bis 384 kHz, 24 Bit DSD bis DSD128, 5,6 MHz, 1 Bit 
Leistung: 14 x 250 Watt 
Bestückung x 1-Zoll-Hochtöner 1 x 5-Zoll-Mitteltöner 12 x 6,5-Zoll-Tieftöner 
checksum Kii Audio zeigt wie man moderne Lautsprecher macht. Das elegante Kii Three BXT System mag technisch enorm aufwändig sein, doch als Nutzer bekommt man vom digitalen Zauber letztlich nur das ausgezeichnete klangliche Endergebnis mit. 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 02.11.2020, 09:56 Uhr
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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