Kategorie: Aktivlautsprecher

Einzeltest: Raumfeld Cube


Hochwertige Komplettlösung

Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 1
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Und wieder wirft Raumfeld unter der Teufel-Flagge eine tolle Symbiose aus einwandfrei funktionierender Raumfeld-Streamingarchitektur und erstklassiger Lautsprechererfahrung der Berliner auf den Markt. Nicht die erste erfolgreiche Verschmelzung des Know-Hows, nun jedoch auch für designorientierte Klangfreunde eine echte Augenweide.

Peripherie:


 Quellen: RipNAS Solid V3, Audiodata MS1


Die beiden recht kompakten „Cubes“ sind nun sehr aktuelle Sprösslinge und dienen mir dazu, Ihnen eine hochwertige Komplettlösung für designorientierte Klangfreunde nahezubringen und in dem Zusammenhang Neues aus der Raumfeld- Welt zu berichten, denn die zur Steuerung genutzte App befindet sich in einem ständigen Weiterentwicklungsprozess und hat seit unserer letzten Begegnung einige Updates erfahren. Das muss ja auch sein, schließlich ist die App, die es für iOS und Android gibt, ein entscheidender Bestandteil des Gesamtsystems.

Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 2Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 3Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 4Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 5Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 6Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 7Aktivlautsprecher Raumfeld Cube im Test, Bild 8
Wer kein Tablet oder Smartphone hat oder beim abendlichen Musikhören auf das Herumspielen mit einem Kommunikationsgerät verzichten möchte, kann sich unter www.teufel.de auch einen extra für alle Raumfeld-Systeme entwickelten Controller mit Tochscreen kaufen, der hat dann auch ein nett gemachtes Drehknöpfchen für die Lautstärkeregelung. Doch erst mal zur Hardware: Die kubisch geformten Lautsprecher sehen schon mal sehr hübsch aus und nutzen zur Schallwandlung ein Koaxialchassis mit geprägter Kunststoffmembran im Tiefmittelton und einer 25er-Kalotte, die in einem kleinen Hörnchen steckt. Gefällt mir gut, ich mag Koax-Lautsprecher sehr, in der Regel gibt’s da immer eine sehr saubere Raumabbildung. Das Gehäuse ist auch schön stabil, die Arbeitsbedingungen sind somit einwandfrei. Im linken Lautsprecher ist ein Vierkanalverstärker verbaut, der beide Koaxe im Bi-Amping-Betrieb versorgt. Die Cubes meinen es also durchaus ernst. Die rechte Box wird per Klinkenkabel, welches die Verbindung absolut narren- und verpolungssicher macht, angeschlossen. Eine analoge Verbindung gibt’s tatsächlich auch, mit der hätte ich eigentlich gar nicht gerechnet. Per Cinchkabel kann man analoge Zuspieler anschließen und über die Cubes wiedergeben. Das werden in der Regel natürlich Fernseher, Settop-Boxen oder Spielekonsolen, die man hier anschließt, doch ist es natürlich extrem nett, die Möglichkeit zu haben. Die wichtigste Eingangsbuchse ist dann doch aber Ethernet. Damit holt man sich sowohl seine eigene Musiksammlung als auch jede Menge Unterhaltung aus dem weltweiten Netz direkt in die Lautsprecher. Und es ist auch hier wieder so: Die Einrichtung des Systems ist vorbildlich einfach. Man muss eigentlich nur einen Knopf drücken, die App sucht dann selbstständig nach im Netzwerk befindlichen Clients und fügt sie als Abspielquelle hinzu. Das dauert ein paar Sekunden, danach hat man schon mal die Kommunikation hergestellt. Als Nächstes muss man (natürlich immer noch innerhalb der App) Musikquellen hinzufügen. Hier kommt eine der großen Stärken der Raumfeld-Architektur zum Tragen, denn es ist völlig egal, ob man DLNA(UPnP)-Quellen hinzufügen möchte oder einfache Netzwerkfreigaben. Die Cube, und damit auch alle anderen Raumfeld-Streamer, fischen so ziemlich jede Musikdatei aus dem Netzwerk, die man freigibt – Kompatibilitätsprobleme gibt’s hier nicht. Es ist übrigens auch absolut kein Problem, mehrere Netzwerkressourcen ins Raumfeld-System einzupflegen. Wenn die Platte voll ist, wird halt einfach noch eine dazugestellt. Raumfeld nun fügt die verschiedenen Musiksammlungen (die wie gesagt sogar in unterschiedlichen Formaten und auf ganz verschiedenen Netzwerkprotokollen bereitgestellt sein können) in einem Mega-Archiv zusammen. Man merkt schlussendlich gar nicht, von wo gerade gestreamt wird. Ist ja auch egal, wenn’s so einfach und flott funktioniert wie hier. Der Scan der Freigaben dauert abhängig von der Größe des Archivs ein wenig, aber das muss ja nur ein Mal gemacht werden. Das Warten lohnt sich – schließlich bietet Raumfeld auch Nettigkeiten im Detail an. Beispielsweise werden Bilder vom Interpreten aus dem Netz gesaugt, damit die „Artists“-Übersicht nicht nur aus Text besteht, sondern ziemlich aufgehübscht dargestellt wird. Das sind Details, die zum tollen Gesamteindruck beitragen. Und aus technischer Sicht ist auch alles bestens: Musikdaten können ruhig bis 192 kHz Auflösung in 24 Bit vorliegen, da machen die Cubes keinen Halt vor. Das können andere auch, die Stärke des Raumfeld- Systems liegt in der durchdachten Bedienung, den wirklich fortschrittlichen Multiroom-Funktionen (mit zeitlich absolut synchron versorgten Clients) und dank intelligenter Verwaltung der Netzwerkressourcen in der problemlosen Erweiterbarkeit. Und natürlich wächst die App stetig. So sind bisher die Streaming-Dienste Napster, Simfy, Rhapsody (in seiner MTV-Variante) und Last.fm in die Raumfeld-App integriert, was ja schon mal ein recht üppiges Angebot ist. Ich weiß allerdings aus gut informierten Quellen, dass die Integration von WiMP HiFi unmittelbar vor der Tür steht und es mit Erscheinen dieses Hefts quasi schon möglich sein wird, den verlustfrei streamenden Musikdienst im Raumfeld-System zu nutzen. Betrachten wir das einfach mal als abgehakt. Es ist außerdem fast unnötig, die Internetradiofunktion zu erwähnen, die hier wie alle anderen Dienste auch sehr übersichtlich und flott bedienbar umgesetzt wurde und dank TuneIn absolut umfassend ist. Und was auch schon seit Längerem geht: Wenn Sie mal eben schnell die Musik, die auf Ihrem Smartphone gespeichert ist, über die Cubes wiedergeben wollen, können Sie das mit einem Knopfdruck tun. Ist ja auch ein häufig nachgefragtes Feature. Es hat schon was, wenn man sich vorstellt, dass die komplette Musikanlage nur aus zwei Lautsprechern besteht. Das passt gut in ein modernes Wohnkonzept, denn heute hängt der Fernseher ja an der Wand und nimmt somit, anders als noch vor ein paar Jahren, keinen Platz mehr weg. Viele wollen dann natürlich auch den HiFi-Turm aus dem Wohnzimmer verbannen und eine platzsparende Lösung installieren, die natürlich trotzdem ordentlich Musik machen muss. Aber das ist ja hier kein Thema, die beiden Koaxe bilden punktgenau ab, die Pegelfestigkeit dieser Boxen ist obendrein recht beachtlich. Mit diesen beiden Boxen hatte ich großen Spaß, was sowohl an der App als auch an der Funktionalität und am Klang liegt. Für moderne Leute, die sowieso nur Musikdateien und Streams hören wollen, stellen sie natürlich ein ganz besonders interessantes Konzept dar. Doch auch so langsam in die Jahre kommende HiFi-Typen wie ich finden das Konzept an sich und die Umsetzung einwandfrei. Für das Geld ist das zudem ein sehr empfehlenswertes Angebot. Habt Ihr mal wieder gut gemacht in Berlin!

Fazit

Trotz ständig wachsendem Umfang, bietet der Teufel Raumfeld Cube eine auffallend platzsparende Lösung ohne dabei auch nur ansatzweise am tollen Design sparen zu müssen. Und dabei sind die Cubes nicht nur "einfach schön" sondern auch einfach zu bedienen. Verbunden mit erstklassigem Sound entsteht so eine echte Alternative für HiFi-Türme.

Preis: um 500 Euro

Aktivlautsprecher

Raumfeld Cube


07/2014 - Christian Rechenbach

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Cube, Berlin 
Telefon 030 3009300 
Internet www.raumfeld.com 
B x H x T (in mm) 195/195/195 
Eingänge 1 x analog RCA / 1 x Ethernet (LAN) / 1 x WLAN 
Funktionsprinzip Aktiv, Bassreflex 
Bestückung 13er-Tiefmitteltöner und 25-mm-Kalotte, koaxial angeordnet 
Besonderheiten eigene App 
checksum „Das Raumfeld-System wächst und wächst und wird immer umfangreicher, trotzdem bleibt die Bedienung kinderleicht. Und lecker Töne entlockt man den Cubes obendrein auch noch.“ 
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Christian Rechenbach
Autor Christian Rechenbach
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Datum 23.07.2014, 14:39 Uhr
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