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Kategorie: D/A-Wandler

Einzeltest: Meridian Exlorer 2


Soundriegel

D/A-Wandler Meridian Exlorer 2 im Test, Bild 1
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HiFi für unterwegs darf mittlerweile den gleichen Ansprüchen gerecht werden wie zu Hause. Gerade wenn große Namen in das Spiel mit kleinen Geräten einsteigen, wird es interessant.

Meridian kennt man gerade als Fan digitaler Musikwiedergabe natürlich. Schließlich gelten die Briten und ihr Firmengründer Bob Stuart mit als die Pioniere des hochwertigen Streamings. Dabei bleiben meist die gigantischen Systeme der Firma im Kopf. Mannshohe Aktivlautsprecher und aufwendig konstruierte D/A-Wandler von der Größe einer Kühlbox sind hier keine Seltenheit, sondern beinahe die Norm. Dabei vergisst man leicht, dass Meridian auch kompakte Systeme im Portfolio hat, die trotzdem mit aufwendiger Technik vollgepackt sind. Wie miniaturisiert die Briten wirklich arbeiten können, zeigt sich am besten beim neuen Explorer 2. Drei Zentimeter breit, weniger als zwei Zentimeter hoch und nur etwa zehn Zentimeter lang ist der winzige Digital- Analog-Konverter. Eine schlanke Hülle aus Aluminium legt sich hier um die delikate Elektronik, die sich unsichtbar im Innern verbirgt und ihr Tun nur durch LEDs oder natürlich die ausgegebene Musik bemerkbar macht. Trotz der wirklich soliden und hochwertigen Verarbeitung und Materialqualität bringt der Explorer 2 gerade einmal 22 Gramm auf die Waage. Natürlich muss theoretisch auch noch das passende Kabel gerechnet werden, doch ist wohl trotzdem gerechtfertigt zu sagen, dass der kleine DAC für unterwegs genau richtig dimensioniert ist. Darum liegt im Lieferumfang auch gleich ein kleines Stoffetui bei, das Explorer und Kabel reisefertig macht. Erklären lässt sich das enorm geringe Gewicht des D/A-Wandlers unter anderem dadurch, dass Meridian auf die Integration eines eigenen Akkus verzichtet hat. So bezieht der Explorer 2 die benötigte Energie vom Quellgerät selbst. Wie der Wandler selbst ist auch sein Energiehunger eher klein, so dass er sich selbst bei höchster Lautstärke am Laptop nur etwa 0,2 Ampere bei 5 Volt genehmigte.

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Bis die Verwendung des DACs also merklichen Einfluss auf die Akkulaufzeit eines Computers hat, müssen schon einige Stunden ins Land ziehen. Beim Einsatz an einer stationären Anlage wird der Punkt Energiebedarf dann absolut vernachlässigbar. Strom und Daten empfängt der Explorer 2 natürlich über eine USB-Verbindung, die ja schließlich genau für einen solchen Anwendungsbereich konzipiert wurde. Dabei setzte man bei Meridian auf einen Mini-USB-Eingang, der Platz am Gerät spart. Sicherlich wäre ein Micro-USB-Anschluss in Zeiten der Standardisierung von Smartphonekabeln noch praktischer gewesen, doch spätestens mit dem Aufkommen von USB-C in den nächsten Jahren wäre auch dieser Anschluss nur kurz „zukunftssicher“, und da ein passendes Kabel in optimaler Länge bereits mitgeliefert wird, bleibt der eigene Bestand unangetatstet. Auf der gegenüberliegenden Kante des Gerätes bei nden sich die analogen Ausgänge des Explorer 2. Der Plural ist dabei richtig gewählt, denn Meridian rüstete seinen Miniatur-Wandler sowohl für eine mobile Anwendung als Kopfhörerverstärker als auch für die stationäre Arbeit an einer Anlage aus. Eine der beiden 3,5-Millimeter-Anschlüsse gibt so ein lineares Signal mit 2 Volt aus, das von einem Vollverstärker verarbeitet werden kann, während für Kopfhörer eine weitere 3,5-Millimeter- Buchse vorgesehen ist, die ein variables Signal ausgibt. Die Kontrolle der ausgegebenen Lautstärke erfolgt dann am Quellgerät selbst. Optisch ist der Explorer hier natürlich auf den Look von Apples MacBook zugeschnitten, doch auch an Windows-PCs lässt sich der Wandler natürlich verwenden. Wie immer gilt dabei zu beachten, dass bei Microsofts Betriebssystem der passende Treiber installiert ist, während der DAC an iOS- oder Linux-Geräten die typische Plug-and-Play-Funktionalität bietet, bei der er einfach als Soundausgabegerät ausgewählt wird. Gleiches gilt bei stationären Analgen, solange das Quellgerät eben kein Windows-System besitzt, was jedoch eher selten der Fall ist. Nachdem die eingehenden Daten von einem XMOS-USB-Receiver verarbeitet wurden, kümmert sich der eigentliche DAC des Explorer 2 um die Wandlung in analoge Signale. Ganz Meridian ist der schlanke Wandler natürlich voll HiRes-fähig und erlaubt die Verarbeitung von Signalen in PCM-Codierung mit Abtastraten von bis zu 192 kHz, bei Worttiefen von bis zu 24 Bit. In der zweiten Generation des Gerätes ist nun die Möglichkeit dazugekommen, MQA-Dateien wiederzugeben. Mittlerweile zwar in eine eigene Firma ausgelagert, zeigt sich für dieses neue Format ebenfalls Chefentwickler Bob Stuart verantwortlich, weshalb natürlich alle Systeme von Meridian voll MQA-zertifiziert sind. Das bedeutet, dass man hier in den vollen Genuss des speziellen Formates kommt, das garantieren soll, dass die Aufnahmen genau so wiedergegeben werden, wie man es im Tonstudio beabsichtigt hat. Gleichzeitig kann das Containerformat des Codes angewandt werden, um Speicherplatz und Datenrate zu sparen, ohne dass dabei die eigentliche Datei angetastet wird, wie es zum Beispiel bei der MP3-Komprimierung der Fall ist. Durch ein effizienteres Packen der Datenpakete können so auch in anderern Formaten gemasterte Stücke profitieren. Beide Varianten verarbeitet der Explorer 2 problemlos. Auskunft über Format und Qualität der gespielten Musik geben außerdem die einzigen Anzeigen, die der Wandler bietet. In Form von drei kleinen LEDs kann der Nutzer hier erfahren, welche Signale gerade verarbeitet werden. Eine LED zeigt die Nutzung von 192 kHZ und 176 kHz Signalen an, während eine weitere aufleuchtet falls 88- oder 96-kHz-Material gespielt wird. Die letzte LED ist die spannendste. Erstrahlt sie, wie die beiden anderen in Weiß, spielt der Explorer 2 Musik in CD-Qualität oder mit 48 kHz. Bei grünem Leuchten hingegen nutzt die gespielte Datei das MQA-Containerformat, während ein blaues Leuchten anzeigt, dass die Musik nach den Spezifikationen des Master-Quality- Autheniticated-Prozesses gemastert wurde. Dabei kann die Abtastrate über die besagten 192 kHz hinausgehen, so dass bei einem MQA-Studio Master auch Dateien mit 352 kHz vom Explorer 2 verarbeitet werden. Dazu kommt noch mehr, denn wie für Meridian typisch wurden die Technologien, die man bereits für die größeren Systeme entwickelt hat, anschließend auch für die weniger kostspieligen Geräte übernommen. Eingehende Signale werden darum zunächst dem hauseigenen Upsampling-Algorithmus unterzogen. Dabei wird die Datei doppelt so oft abgetastet, wie es die eigene Spezfiikation vorsieht, um anschließend ein genaueres Analogsignal errechnen zu können. Zur Glättung der Signale kommt außerdem Meridians Apodising-Filter zum Einsatz, der das sogenannte Pre-Ringing minimiert und somit zu weniger Verzerrungen und Härten beitragen soll. Beides funktioniert hier sehr gut und der Explorer 2 schaffte es im Test bereits bei CD-Qualität, eine Menge Details an die Oberfläche zu holen, die der eine oder andere Wandler gerne mal auf der Strecke ließ. Auch das Upsampling machte sich hier besonders bemerkbar, sowohl bei der Detailausbeute, wie auch beim Dynamikumfang. Selbst eher auf Loudness ausgerichtete Abmischungen bekamen hier etwas mehr Leben eingehaucht. Bei höher aufgelöstem Quellmaterial macht sich dies natürlich etwas weniger deutlich bemerkbar, doch auch hier spielte der Explorer 2 stets präzise und offen. Drums treffen genau auf den Punkt, ohne dass der Bass sich in den Vordergrund drängt. Tonal beleibt der kleine Wandler weitestgehend neutral und fühlt sich zu keiner Zeit kalt an, sondern versteht es sehr gut, die Musikalität und den Fluss der Aufnahmen zu bewahren. Detailliert aber ohne klinische Analytik geht man hier zu Werke. MQA-Aufnahmen wirkten außerdem besonders offen und bildeten eine nochmals größere Bühne ab, als dies bei normalen Aufnahmen der Fall war. Den Diskussionen um das Format zum Trotz muss einfach gesagt sein, dass das, was bei MQA passiert, einfach ein positives Ergebnis erzielt. Auch wenn man immer noch ein wenig rätselt, wie genau dies nun von stattengeht. Ob nun mit oder ohne MQA-Codierung, der Explorer 2 verstand es, mit jeder Art von Musik umzugehen. Meridian sollte man also als Experten in der digitalen Referenzklasse betrachten, die auch im mobilen Bereich ihr Handwerk einfach verstehen.

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Fazit

Die MQA-Zertifizierung des Explorer 2 eins von vielen interessanten Features von Meridians kleinem D/A-Wandler. Dateien in allen Auflösungen und Formaten verwandelte der schlanke DAC in lebendige, detaillierte Musik. So machen seine Qualitäten ihn unterwegs und zu Hause zu einem guten Begleiter für den Laptop.

Preis: um 250 Euro

Meridian Exlorer 2


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Ausstattung & technische Daten 
Preis: um 250 Euro 
Vertrieb: Audio Reference, Hamburg 
Telefon: 040 53320359 
Internet www.audio-reference.de 
Abmessungen (B x H x T in mm) 32/18/103 
Eingänge 1 x Mini USB 
Unterstützte Abtastraten: PCM: bis 192 kHz, 24 Bit; MQA: bis 354 kHz, 24 Bit 
Ausgänge: 1 x 3,5-mm-Line-out, 1 x 3,5-mm-Kopfhörerausgang 
Gewicht (in Gramm) 22 g 
checksum Die MQA-Zertifizierung des Explorer 2 eins von vielen interessanten Features von Meridians kleinem D/A-Wandler. Dateien in allen Auflösungen und Formaten verwandelte der schlanke DAC in lebendige, detaillierte Musik. So machen seine Qualitäten ihn unterwegs und zu Hause zu einem guten Begleiter für den Laptop. 
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Philipp Schneckenburger
Autor Philipp Schneckenburger
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Datum 02.06.2018, 15:00 Uhr
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Topthema: Nextbase
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In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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