Kategorie: In-Car Lautsprecher

Einzeltest: Eton POW 20+


Neues 20 Zentimeter- Komposystem

In-Car Lautsprecher Eton POW 20+ im Test, Bild 1
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Nach dem POW 16+ schiebt Eton sofort das 20er-System aus der neuen Erfolgsserie POW nach. Mit dem größeren Tieftöner ergeben sich interessante Anwendungen, die wir hier gerne beleuchten.

20er-Systeme gibt es eine Menge am Markt. Doch war Eton mit dem POW 200 stets ziemlich alleine als Hersteller, der in Deutschland fertigt. Mit den POW+ Systemen kommt jetzt frischer Wind in die Erfolgsserie, die trotz Made in Germany bezahlbar geblieben ist. Dabei haben wir es nicht mit Einsteigersystemen zu tun, denn die POWs spielen klanglich klar in einer oberen Liga. Auch technisch haben sie einiges zu bieten, wenn auch der Aufwand nicht auf High-End- Niveau wie bei den Onyx oder Core Lautsprechern liegt. Vielmehr sollen die POWs mit wenig Verstärkerleitung gute klangliche Ergebnisse bieten, so dass sie auch ohne Nachrüstverstärker am Werksradio betrieben werden können.

Der Schlüssel zum Erfolg ist hier ein guter Wirkungsgrad, was bedeutet, dass der Lautsprecher aus der zugeführten elektrischen Leistung möglichst viel Schall erzeugen soll.

In-Car Lautsprecher Eton POW 20+ im Test, Bild 2In-Car Lautsprecher Eton POW 20+ im Test, Bild 3In-Car Lautsprecher Eton POW 20+ im Test, Bild 4
Das ist für einen Hochtöner kein Problem, die Herausforderung liegt beim Tiefmitteltöner. Hier ist zu einem gewissen Grad Leichtbau angesagt, außerdem kann ein gerüttelt Maß magnetischer Energie nicht schaden. Hier kommt Etons POW-Membran ins Spiel, die auch im POW+ 20er Verwendung findet. Die Membran entsteht auf Papierbasis mit einer gezielten Zumischung von Gasfaser. Das macht sie recht stabil, ohne viel Materialaufwand. Auch beim Antrieb setzt Eton beim POW+ auf Effizienz. Statt eine großen Schwingspule mit 38 oder 50 Millimeter Durchmesser wird eine 25 Millimeter Spule wie beim 16er verbaut.  
Das schränkt zwar die elektrische Belastbarkeit ein, ist auf der anderen Seite aber gut für den Wirkungsgrad. Und das kompakte Magnetfeld lässt sich auch mit moderatem Einsatz an Magnetmaterial adäquat füllen. Damit ist der POW 20+ Tiefmitteltöner bestens für seinen Einsatz abgestimmt. Ihm zur Seite steht der brandneue Hochtöner, der es in sich hat. Äußerlich unverändert, hat Eton es geschafft, eine Gewebekalotte mit großer 28 Millimeter Membran in das Gehäuse zu quetschen. Damit nicht genug, der neue Tweeter bekam auch ein kleines Koppelvolumen spendiert, das kaum bei der Einbautiefe aufträgt, ihn dennoch untenrum souveräner laufen lässt. Die Frequenzweiche gerät beim POW+ mit Absicht spartanisch. Der Tiefmitteltöner läuft dank des gutmütigen Verhaltens der POW-Membran sogar ohne Beschaltung. Das ist wieder gut für den Kennschalldruck des Systems, denn keine Spule ist da, um auch nur ein Dezibel zu schlucken. Für den Hochtöner reicht eine schlanke Kabelweiche mit einem Kondensator plus Pegelwiderstand.  


Messungen und Sound


Vor dem Messmikrofon erzeugt das POW 20+ locker 89 dB bei nur einem Watt Leistungszufuhr, damit ist das Ziel erreicht, auch mit wenig Leistung Sound zu machen. Dazu kann das 20+ auch etwas Pegel, wenn es gefragt ist. Der Hochtöner ist eine Wucht mit recht tiefer Resonanzfrequenz von 1,4 kHz und viel Schalldruck, der allerdings oberhalb von 20 kHz sanft abfällt. Der 20er läuft über den gesamten Mittelton sehr linear, seine Resonanzspitze bei 3,1 verschwindet zudem unter Winkel. 

Der Tieftöner liefert im Hörtest einen voluminösen, aber nicht aufgeblähten Bass ab, der Bassdrums schön druckvoll zur Geltung bring. Den audiophilen Charakter der POWs hat sich das POW 20+ bewahrt, auch hier werden Stimmen und Naturinstrumente sehr realistisch und authentisch dargestellt. Gerade Frauenstimmen sind ein Genuss, hier fehlt auch der Schmelz nicht. Dafür zeichnet auch der neue Hochtöner verantwortlich, der einen exzellenten Job macht. Er steuert immer die richtige Dosis Hochton bei, gibt sich vom Charakter her aber angenehm zurückhaltend. Das Ganze klingt in sich geschlossen und angenehm erwachsen, so dass auch eine lange Hördauer nicht ermüdet oder der Zuhörer von irgendetwas genervt wird. Alles in allem eine runde Sache, die von allem etwas bietet - und das auf hohem Niveau.

Fazit

Das POW 20+ überzeugt durch durchdachten Aufbau und Made in Germany Qualität. Dazu gibt es vorzüglichen Klang fürs Geld. Dank der guten Schalldruckausbeute ist das POW 20+ zudem eines der wenigen 20er-Systeme, das auch direkt am Autoradio läuft.

Preis: um 290 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Lautsprecher

Eton POW 20+

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

03/2022 - Elmar Michels

Bewertung 
Klang 55% :
Bassfundament 11%

Neutralität 11%

Transparenz 11%

Räumlichkeit 11%

Dynamik 11%

Labor 30% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Verzerrung 10%

Praxis 15% :
Verarbeitung 5%

Frequenzweiche 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb ACR, CH-Zurzach 
Hotline info@eton-gmbh.com 
Internet www.eton-gmbh.com 
Technische Daten
Korbdurchmesser 208 
Einbaudurchmesser 178 
Einbautiefe 68 
Magnetdurchmesser 84 
Membran HT 28 
Gehäuse HT 45 
Flankensteilheit TT/HT Nein /12 
Hochtonschutz Nein 
Pegelanpassung HT Nein 
Gitter Nein 
Sonstiges Nein 
Nennimpedanz
Gleichstromwiderstand Rdc 2.49 
Schwingspuleninduktivität Le 0.29 
Schwingspulendurchmesser 25 
Membranfläche Sd 209 
Resonanzfrequenz fs 64 
mechanische Güte Qms 4.88 
elektrische Güte Qes 0.91 
Gesamtgüte Qts 0.77 
Äquivalentvolumen Vas 19 
Bewegte Masse Mms 19.9 
Rms 1.64 
Cms 0.31 
B*l 4.67 
Schalldruck 2 V, 1 m 89 
Leistungsempfehlung 20 – 80 W 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car & Hifi „Klanglich überzeugend und toll gefertigt.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 19.03.2022, 09:58 Uhr
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Interessante Links:
  • www.hausgeraete-test.de
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