Möchten Sie zur Seite für Mobilgeräte wechseln ? JaNein
Kategorie: In-Car-Lautsprecher 16cm

Einzeltest: Morel Virtus Nano 603


Der Spezialist

16254

Wer auf highendigen Klang wert legt, in seinem Auto jedoch nur sehr flache Einbauplätze zur Verfügung hat, guckt in die Röhre. Wir haben bei Morel ein Dreiwegeset gefunden, das sich als Problemlöser anbietet.

In manchen Fahrzeugen sind die Werkslautsprecher so stark abgespeckt, dass in ihre Einbauplätze keine normaler Nachrüstlautsprecher mehr hineinpasst. Gerade bei hochklassigen Nachrüstlautsprechern finden sich oft große, kräftige Magnete und ebenso großzügig dimensionierte Hubreserven, so dass diese hochwertigen Lautsprecher recht viel Einbautiefe brauchen. Auf der anderen Seite hält der Markt durchaus Flachlautsprecher bereit, doch diese sind oft im günstigeren Bereich angesiedelt, so dass anspruchsvolle Musikfreunde lieber etwas Besseres hätten. Und einen sichtbaren Einbau oder gar ein Doorboard für die High-End-Speaker möchten heute auch nur noch die wenigsten. Da bleiben nur wenige hochklassige und flache Kandidaten übrig, denn ohne Neodymantrieb und eine ausgefuchste Konstruktion geht da gar nichts. Einen dieser Kandidaten hat der israelische Spezialist Morel jetzt mit dem Virtus-Nano im Programm. Die Virtus sind zwar unter den Morel-Topmodellen angesiedelt, doch durchaus hochklassige Lautsprecher, das merkt man sofort, wenn man sie sieht und in die Hand nimmt. Der Star des Ensembles ist unser 16er-Tieftöner der nur sagenhafte 15 Millimeter Einbautiefe hat. Auffällig ist die sich nach vorne ausbeulende Membran, die ungefähr die gleiche Distanz über den Korbflansch heraussteht. Dieser Kompromiss ist nötig, um der Schwingeinheit einen halbwegs anständigen Hub zu ermöglichen. Der im Korb liegende Antrieb mit innen liegendem Neodymring und äußerem Eisenbecher arbeitet mit einer großen 54-mm- Schwingspule, die für sich genommen schon ein Hightech-Spektakel ist. Denn sie ist eine Morel-Spezialität aus Aluminiumdraht, der einen sechseckigen Querschnitt aufweist und sich so nach dem Bienenwabenprinzip lückenlos raumfüllend wickeln lässt. Der Spulenträger greift direkt an die ausgewölbte Membran an, die aus Papier gepresst ist. Und das kalottenförmige Teil ist die ganze Membran und keine Dustcap, die auf einer Stützkonstruktion sitzt. Mitten im Neodymantrieb sitzt eine große Polkernbohrung zur Belüftung, die mit einem Schaumstoff verschlossen ist. Das ist ebenfalls typisch für Morel und wir finden diese Eigenart auch beim Mitteltöner wieder. Auch dieser baut sehr flach, und zwar wegen dieses Tricks: Statt einem großen Koppelvolumen ist der Mitteltöner hinten offen, nur ebenfalls mit einem Verschluss auf dem Loch. Beim Mitteltöner ist es Filz, der den Luftstrom etwas stärker dämpft als Schaumstoff. Durch die offene Konstruktion wird ein ähnlicher Effekt erzielt wie durch ein Koppelvolumen, nämlich eine Absenkung der Resonanzfrequenz, was dazu führt, dass der Töner bei niedrigen Frequenzen einsetzbar ist. Das haben in erster Linie Hochtöner nötig, doch unser Mitteltöner ist ja ebenfalls eine Gewebekalotte, in diesem Fall nur eine besonders große mit 54-mm-Schwingspule. Im Gegensatz zum Mitteltöner hat Morel beim Hochtöner auf die offene Bauweise verzichtet, diese ist wohl nur den Topmodellen der Supremo- und Elate-Serien vorbehalten. Die passende Frequenzweiche ist für drei Wege angenehm klein gehalten – und entsprechend vollgestopft mit Bauteilen: 5 Spulen und 6 Kondensatoren sind auf der Platine. 

Preis: um 680 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Morel Virtus Nano 603

Referenzklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Neu im Shop

Raumakustik verbessern durch Schallabsorber

>> Mehr erfahren
Elmar Michels
Autor Elmar Michels
Kontakt E-Mail
Datum 13.09.2018, 15:00 Uhr
224_20180_2
Topthema: Modernes HiFi - kompakt und klangstark
Modernes_HiFi_kompakt_und_klangstark_1608210145.jpg
Dynaudio Evoke 10

Für zeitgemäße Wohnraumsysteme sind große Geräte heute keine Option mehr. Dynaudio setzt darum auf innovative Lösungen, um auch im Kompaktbereich für jede Menge Hörvergnügen zu sorgen.

>> Mehr erfahren
Dipl.-Ing.
Michael Voigt
Chefredakteur
hifitest.de
Markt für Consumer Electronics und Hausgeräte wächst trotz Pandemie

In diesen turbulenten Zeiten gibt es auch noch gute Nachrichten, wie eine aktuelle Studie der gfu Consumer & Home Electronics GmbH) belegt. Demnach entwickelt sich der Home Electronics Markt (Consumer Electronics und Elektrohausgeräte) entgegen früherer Prognosen durchaus positiv. Entsprechend erwartet die gfu Consumer & Home Electronics GmbH für das Gesamtjahr 2020 einen Umsatzzuwachs um rund drei Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Die erste Prognose vom Jahresanfang 2020 belief sich auf rund 43 Milliarden Euro. Gemäß der aktuellen gfu Prognose wird die Consumer Electronics-Sparte um rund vier Prozent auf knapp 29 Milliarden Euro (zuvor knapp 28 Mrd. Euro), der Elektrohausgeräte-Bereich (Elektro-Groß- und -Kleingeräte) um knapp zwei Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen.
>> Alles lesen

Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
No-Name vs. Marke

Preisgünstige Produkte müssen nicht zwingend schlecht sein. In der Lebensmittelbranche beispielsweise kommt es vor, dass ein und dasselbe Produkt unter einem teuren Markenlabel sowie deutlich günstiger als No-Name im gleichen Supermarkt-Regal stehen. Doch wie verhält es sich bei Elektronik-Geräten?
>> Alles lesen

Dirk Weyel
DAB+, Digitales Fernsehen
DAB+ Ausbau geht weiter

Das Digitalradio DAB+ ist weiter auf der Erfolgsspur und nimmt kurz vor dem Jahreswechsel nochmal richtig an Fahrt auf.
>> Alles lesen

Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Wohnmobil-Entertainment

Wohnmobile sind schwer angesagt und auch das Thema Entertainment wird bei Campern immer wichtiger. Daher ist die Nachrüstung von Campern auch hier bei uns ein Thema.
>> Alles lesen

Philipp Schneckenburger
Ressort Hifi und digitales Hifi
Es geht wieder los...

Es gibt viele Dinge, an denen man leicht das bevorstehende Ende des Jahres ablesen kann. Kürzere Tage, kälteres Wetter, Lebkuchen im Supermarkt, oder die ersten Prospekte für die Feiertagsdekoration. Der Musikfan kann das nahende Weihnachtsfest aber noch an einer ganz anderen Sache ablesen: Den neu veröffentlichten Alben.
>> Alles lesen

Thomas Schmidt
Chefredakteur Hifi-Lautsprecher Testjahrbuch
Lautsprecher-Selbstbau 2020

In meinen Jugendzeiten war das Hauptargument für den Lautsprecher-Selbstbau der Kostenfaktor: Ausgewachsene Hifi-Boxen konnten wir uns nicht leisten, also schraubten wir billige Chassis von der Resterampe in irgendwelche Spanplattenkisten und nannten ein paar zufällig zusammengewürfelte Bauteile Frequenzweiche. Die Endergebnisse von damals möchte ich heute nicht vor dem Messmikrofon haben - Spaß gemacht hat es trotzdem.
>> Alles lesen

kostenloses Probeexemplar Cover Probeexemplar
jetzt laden (PDF, 16.14 MB)
Interessante Testportale:
  • www.smarthometest.info
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
Allgemeine Händlersuche
Landkarte PLZ0 PLZ1 PLZ2 PLZ3 PLZ4 PLZ5 PLZ6 PLZ7 PLZ8 PLZ9

Klicken Sie auf Ihre PLZ oder wählen Sie ein Land

Händler des Tages

HiFi Forum GmbH