Kategorie: In-Car Subwoofer Aktiv

Einzeltest: Eton RES 10 A


Luxusklasse

Car-Hifi Subwoofer Aktiv Eton RES 10 A im Test, Bild 1
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Mit dem RES 10 präsentiert Eton ein Gehäuse für die Reserveradmulde, das fast zu schön ist, um dort versteckt zu werden. Wir wollen herausfinden, was der RES akustisch kann.

Der Neu-Ulmer Lautsprecherhersteller Eton entwickelt sich in letzter Zeit zum Spezialisten für Aktivsubwoofer. Volle 9 Aktivsubs sind mittlerweile im Angebot, es gibt normale Holzkisten, Untersitzwoofer und mit der RES-Serie Angebote für die Reserveradmulde. Die beiden bisherigen RES-Modelle sind winzig und passen in die Felge des Ersatzrads, doch jetzt kommt mit dem neuen RES 10 ein ausgewachsenes Gehäuse, das anstelle eines Reserverads in der Mulde Platz nimmt. Dazu hat Eton ein zünftiges Achteck entworfen, das mit 57,5 Zentimetern von Ecke zu Ecke bzw. mit 55 Zentimetern zwischen den Kanten in die meisten Reserveradwannen passt. Die Höhe misst 15 Zentimeter und ist damit genügend fl ach ausgefallen.

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Ein nettes Detail ist das beiliegende Befestigungskit, bestehend aus einem Reserveraddorn mit M8-Gewinde, der z.B. bei VW in die entsprechende Bodenplatte passt, und Scheiben und Muttern, die wiederum in den RES 10 passen. Das Gehäuse hat dazu eine Einfräsung im Deckel, die mit einem passenden Gummistopfen verschlossen werden kann. Ebenfalls pfiffig ist, dass es den RES 10 als RES 10 A mit Verstärkermodul und als RES 10 P als passiven Sub gibt. Eine Wechselplatte in einer Seitenwand macht´s möglich. Und noch mal gut gemacht: Das Aktivmodul bekommt eine eigene, geschlossene Kammer, so dass die Montagefront des Moduls keine Dichtungsaufgaben übernehmen muss. Überhaupt hat Eton beim Gehäuse keinesfalls gegeizt. Es besteht aus dickem 19-mm-MDF und die Strukturlack-Oberfläche macht einiges her. Deckel und Boden sind für die Stabilität gegeneinander verstrebt, außerdem gibt das Reserveraddorn-Gehäuse zusätzliche Stabilität. Und schließlich ist der Subwoofertreiber nicht einfach auf den Deckel gebolzt, sondern sitzt auf einer „Zwischenschallwand“, so dass sein Schutzgitter bündig mit dem Deckel abschließt. Der Treiber im 10-Zoll-Format ist auch für sich eine Augenweide. Bei Eton ist eigentlich klar, dass hier kein Billigheimer verbaut wird, doch wie aufwendig der M 10 flat getaufte Treiber gemacht ist, erstaunt dann doch. Seine geringe Einbautiefe verdankt er dem sehr falsch bauenden Blechkorb, was normalerweise den möglichen Hub empfindlich beschneidet. Etons Trick zum Umgehen dieses Problems ist eine abenteuerlich geformte Membran. Diese besteht aus Papier und ist so stark gebogen, dass von der klassischen Konusform nur noch das erste Stück zwischen Schwingspulenträger und Dustcap übrig bleibt. Der von oben sichtbare Teil besteht aus einer sickenförmigen Wölbung, an die sich die echte Sicke anschließt. Dadurch spart der M 10 flat ca. zwei Zentimeter Bauhöhe ein, so dass unten Platz genug für einen vollwertigen, langhubigen Antrieb ist. 

Messungen und Sound


Der Woofer hat eine 50 mm große 2 x 2-Ohm- Doppelschwingspule, die hier in Reihe geschaltet ist, so dass sich für den Einbauverstärker 4 Ohm ergeben. Dieser entpuppt sich als Class-D-Schaltung und ist klein, aber oho. Satte 10 Leistungstransistoren und -dioden finden sich für Netzteil und Verstärkung, was bereits verdächtig ist. Zu Recht, denn schließlich ermitteln wir an 4 Ohm volle 250 Watt, womit der RES 10 A zu den kräftigsten Aktivsubwoofern am Markt gehört. Ansonsten hat die Endstufe wenig Schnickschnack, Tiefpassregler und Phasenschalter müssen genügen. Dafür sind auf der anderen Seite sowohl Hoch- als auch Niederpegeleingänge vorhanden. Das Gehäuse fasst innen ca. 20 Liter und ist geschlossen, womit der Treiber einen recht großzügigen Arbeitsplatz vorfindet. Entsprechend flach verläuft der akustische Frequenzgang, er zeigt nur wenig Abfalltendenz zu tiefen Frequenzen hin. Die Vorteile eines geschlossenen Gehäuses zeigen sich dann auch im Hörtest. Der RES 10 spielt superpräzise mit knallharten, blitzsauberen Impulsen. Dazu gibt es bei Bedarf auch sehr tiefe Frequenzen, die der Eton ohne Beschnitt wiedergibt. Sein Sound gehört dabei eher zur trocken-präzisen Sorte als zur fetten Art, so dass man für lang gezogene Dunkelbassorgien besser auf ein großes Reflexgehäuse zurückgreift. Was der RES 10 dafür an Qualität abliefert, ist fast unschlagbar gut, so man den Druck ganz untenrum nicht vermisst. Für Rock, Metal & Co. reicht´s nämlich locker aus und für eine Lösung ohne Platzverlust ist der „Bass aus dem Nichts“ sogar sensationell.

Fazit

Der neue RES 10 zeigt Qualität, wohin man auch blickt. Gehäuse, Basstreiber und Endstufe sind erstklassig, somit ist der RES 10 das Edelste, was man seiner Reserveradmulde antun kann.

Preis: um 370 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

In-Car Subwoofer Aktiv

Eton RES 10 A

Spitzenklasse

4.0 von 5 Sternen

04/2018 - Elmar Michels

Bewertung 
Klang 30% :
Tiefgang 7.50%

Druck 7.50%

Sauberkeit 7.50%

Dynamik 7.50%

Labor 40% :
Frequenzgang 10%

Maximalpegel 10%

Endstufenleistung 20%

Praxis 30% :
Ausstattung 10%

Verarbeitung Elektronik 10%

Verarbeitung Mechanik 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Eton, Neu-Ulm 
Hotline 0731 70785-20 
Internet www.etongmbh.de 
Technische Daten
Gehäusebreite (in cm) 53 
Gehäusehöhe (in cm) 15 
Gehäusetiefe (in cm) 53 
Bauart/Volumen g 20 l 
Reflexkanal (d x l) Nein 
Gewicht (in kg) 15.8 
Chassisdurchmesser (in cm) 25 
Nennimpedanz (in Ohm)
Schwingspulendurchmesser (in mm) 50 
Leistung an Nennimp. (in W) 248 
Empfindlichkeit Cinch max. (in mV) 130 
Empfindlichkeit Cinch min. (in V)
THD +N (<22 kHz) 5W (in %) 0.04 
THD +N (<22 kHz) Halblast (in %) 0.12 
Rauschabstand (A bew.) (in dB) 71 
Ausstattung
Tiefpass 40 – 90 Hz 
Bassanhebung Nein 
Subsonicfilter Nein 
Phaseshift Umpolschalter 
Low-Level-Eingänge Ja 
High-Level-Eingänge Ja 
Einschaltautomatik Ja 
Fernbedienung •, Gain 
Sonstiges passiv oder aktiv erhältlich 
Klasse Spitzenklasse 
Preis/Leistung sehr gut 
Car&Hifi „Die S-Klasse unter den Reserveradwoofern.“ 
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Elmar Michels
Autor Elmar Michels
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Datum 09.04.2018, 12:48 Uhr
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