Kategorie: Kopfhörer InEar

Einzeltest: Fender Thirteen-6


Big Fender

Kopfhörer InEar Fender Thirteen-6 im Test, Bild 1
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In-Ear-Monitore werden gerne im Bühneneinsatz genutzt. Da ist es naheliegend, dass Hersteller von Musikinstrumenten und -elektronik Musikern Instrumente, Technik und Monitore aus einer Hand anbieten. Wie Fender, deren aktuelles Spitzenmodell Thirteen-6 wir uns genauer anhören.

Sie sind Gehörschutz und Monitor-Kopfhörer in einem, fallen nicht so auf wie große Over-Ears und beeinträchtigen kaum die Bewegungsfreiheit. Und sie liefern eine hervorragende Klangqualität. Kein Wunder, dass In-Ear-Monitore (IEMs) für viele Profi - und Hobbymusiker Arbeitsgeräte sind. Hochwertige IEMs angesagter Hersteller sind mittlerweile schon Statussymbole. Fender, vor allem für E-Gitarren und Bässe sowie für entsprechende Verstärker bekannt, hat vor geraumer Zeit eine Serie IEMs vorgestellt, die den Ansprüchen von Musikern gerecht werden. Der Thirteen-6 ist das aktuelle Spitzenmodell.


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Headphone of distinction

Da es oft schwer vermittelbar ist, dass man für vergleichsweise winzige In-Ear-Kopfhörer genauso viel Geld ausgeben soll wie für große Over-Ears, muss es die Verpackung rausreißen. Ähnlich wie bei Luxusuhren scheint hier zu gelten: je teurer der In-Ear, desto aufwendiger die Verpackung. Der Fender Thirteen-6 kommt quasi in seiner eigenen Kommode. Oben ist neben einer expeditionstauglichen Tropenbox für den Transport der Kopfhörer untergebracht, in einer darunterliegenden Schublade befindet sich das notwendige Zubehör wie Kabel, Ohrpassstücke, Adapter und der übliche Papierkram, der einem noch mal bestätigt, dass man sein Geld auch wirklich gut angelegt hat. Okay, Message angekommen: Das ist definitiv kein gewöhnlicher In-Ear. Das gilt natürlich auch für die inneren Werte. Zur Schallwandlung setzt Fender ein Hybridsystem aus einem herkömmlichen dynamischen Treiber mit 13,6 mm Durchmesser für den Bass und 6 BATreibern, jeweils zwei für Mitten, Hochton und Superhochton, ein. Das Ganze bringt es auf einen Wirkungsgrad von 112 dB und eine Impedanz von 34 Ohm. Damit lässt sich der 

Thirteen-6 Problemlos am Smartphone betreiben, wobei kaum zu erwarten ist, dass ein Smartphone das klangliche Potenzial eines solchen Kopfhörers auch nur ansatzweise zur Geltung bringt. Hier wäre auf jeden Fall ein exzellenter Player das Mittel der Wahl.

Kopfhörer InEar Fender Thirteen-6 im Test, Bild 2Kopfhörer InEar Fender Thirteen-6 im Test, Bild 3
Oder eben der Anschluss an die Bühnen- oder Studio-Elektronik. Zum Lieferumfang gehört neben dem Transportcase ein abnehmbares Kabel mit 3,5-mm-Stecker. Kopfhörerseitig setzt Fender auf eigene Stecker anstelle auf die mittlerweile beinahe üblichen MMCXVerbinder


Real Big Fender

Wie die meisten IEM besitzt der Fender Thirteen-6 eine sogenannte Concha- Form, das heißt, dass er sich in den Gehörgangseingangstrichter schmiegt. Das gewährleistet allgemein einen sicheren Sitz und trägt einen Teil zur guten Schallisolation bei. Wobei der Fender ein echter Klopper ist. Für zierliche Ohren ist er kein geeigneter IEM. Ich würde für mich beanspruchen, „mittelgroße“ Ohren zu haben und ich empfinde den Sitz des Kopfhörers im Ohr schon als ziemlich straff. Wohlgemerkt, wir sprechen über den Sitz in der Concha! Für den Anschluss an den Gehörgang liegt dem Thirteen-6 eine Auswahl an Silikon- und Memory-Foam-Ohrpassstücken in verschiedenen Größen bei. Hier sollte also jeder etwas Passendes finden. Der Vorteil der straffen Passform ist auf jeden Fall ein sehr sicherer Halt und eine hohe Schallisolation. Die, wie bei IEMs üblich, nach oben über die Ohren geführten Kabel sorgen zusätzlich für Halt, einer schweißtreibenden Bühnenshow steht damit kaum etwas entgegen. Kabelgeräusche oder sonstige Störgeräusche sind für den Fender kein Thema.

So let me get right to the point

Wäre der Fender Thirteen-6 Shirley Bassey, würde er ganz klar „Wouldn‘t you like to have fun, fun, fun“ appellieren. Zumindest im Bass spielt er klar auf der spassbetonten Seite. Was den notwendigen Ernst, den ein Monitor-Kopfhörer mitbringen sollte, keinesfalls ausschließt. Der Bass, den der Fender in die Ohren drückt, ist mächtig, dabei jedoch gut kontrolliert und vor allem so sauber, dass er andere Frequenzbereiche voll zur Geltung kommen lässt. Hier bietet der Thirteen-6 eine hervorragende Auflösung. Auch seine dynamischen Qualitäten beeindrucken über den kompletten Frequenzbereich. E-Bass und E-Gitarren lässt der Fender förmlich explodieren, harte Riffs kann er ungebremst ans Trommelfell vermitteln. Auf der anderen Seite kann er wunderbar grooven, zusammen mit einen cool geslappten Bassspiel ein Genuss. Bei allen Talenten in Sachen Auflösung bleibt der Fender Thirteen-6 immer auf der musikalischen Seite und nutzt seine Talente, um auch die feinsten Verflechtungen der Musik darzustellen statt sie zu sezieren. Ein echter Musiker-Kopfhörer eben.

Fazit

„Spend a little time with me“ – dieser Aufforderung möchte man beim Fender Thirteen- 6 gerne nachkommen. Bei allem Spaß im Bass nimmt er Musik sehr ernst und liefert ein differenziertes und immer hochmusikalisches Klangbild.

Preis: um 1770 Euro

Ganze Bewertung anzeigen

Kopfhörer InEar

Fender Thirteen-6

Referenzklasse

3.5 von 5 Sternen

05/2019 - Dr. Martin Mertens

Bewertung 
Klang 50%

Passform 20%

Ausstattung 20%

Design 10%

Ausstattung & technische Daten 
Vertrieb Fender Musical Instruments Europe, West Sussex, UK 
Internet www.fender.com 
Typ In-Ear 
Bauart geschlossen, Hybrid dynamischer und BA-Treiber 
Frequenzumfang 8 – 24.000 Hz 
Anschluss 3,5-mm-Stereoklinke 
Impedanz (in Ohm) 34 Ohm 
Wirkungsgrad (in dB) 112 dB 
Kabel 1,2 m 
Gewicht 28 g 
geeignet für Smartphones, mobile Player, mobiles HiFi, mobiles High End, Monitoring 
Ausstattung Transportcase, Adapter auf 6,3-mm-Klinke, Kunststoff-Ohrpassstücke in 4 Größen, Memory-Foam-Ohrpassstücke in 3 Größen, Reinigungszubehör 
Klasse Referenzklasse 
Preis/Leistung angemessen 
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Dr. Martin Mertens
Autor Dr. Martin Mertens
Kontakt E-Mail
Datum 19.05.2019, 14:57 Uhr
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