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Kategorie: Kopfhörerverstärker

Einzeltest: Beyerdynamic A 200 p


Das Runde im Eckigen

Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A 200 p im Test, Bild 1
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Manchmal ist Marketing-Blabla eben genau das: einfach nur Blabla. Und manchmal haben die Leute, die solche Marketingtexte verfassen, auch echt ins Schwarze getroffen.

„Nie zuvor gehörte Details, besser konturierte und tiefere Bässe sowie die natürliche Abbildung von Gesang und Instrumenten verwandeln Standard-Porti-Klang in wahren HiFi-Genuss.“ So steht es auf der Produktwebseite des Beyerdynamic A 200 p, eines kleinen, wertig gemachten, schicken Geräts, das zwei Aufgaben auf einmal erledigen soll: Einmal wird ihm die Wandlung des Digitalsignals in analoge Datenströme anvertraut, und dann soll es auch noch selbige so verstärken, dass selbst mit hochwertigen Kopfhörern ein klanglicher und musikalischer Genuss möglich ist. Das Ganze findet wohlgemerkt in einer Kiste statt, deren Abmessungen die einer Streichholzschachtel um nur ca. 50 % überschreiten. Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Mobile Endgeräte können guten Kopfhörern in den wenigsten Fällen ihre maximalen klanglichen Fähigkeiten abringen. Laptops sind auf maximale Energieeffizienz bei maximaler Leistung ausgelegt, iPod und Co. sind zu klein, um neben Speicher und Display noch großartig Platz für klanglich optimierte Bauteile zu bieten. Im Endeffekt sieht es so aus: Gerade höchstwertige portable Kopfhörer spielen mobil generell nur mit einem Bruchteil ihrer Fähigkeiten, denn die Umwandlung der im Player digital gespeicherten Musikdaten zum analogen Signal für den Kopfhörer genügt so gut wie nie echten HiFi- Standards. Was liegt also näher, als auch für unterwegs eine smarte, kleine und effektive Lösung anzubieten? Beyerdynamic schickt zu diesem Thema den A 200 p ins Rennen, einen portablen D/A-Wandler und Kopfhörerverstärker, der mit den Traummaßen 55 x 55 x 13 mm in jede Jackentasche (und auch noch in die meisten Kopfhörer-Cases) passen dürfte.

Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A 200 p im Test, Bild 2Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A 200 p im Test, Bild 3Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A 200 p im Test, Bild 4Kopfhörerverstärker Beyerdynamic A 200 p im Test, Bild 5
Natürlich löst der A 200 p auch das angesprochene klangliche Problem, indem er die interne Signalverarbeitung des angeschlossenen Players komplett umgeht und nur die reinen digitalen Daten mit einer Auflösung von bis zu 24 Bit und einer Samplingfrequenz von bis zu 96 kHz empfängt. Musikdateien mit höheren Datenraten sind auf mobilen Endgeräten schon aus Speicherplatzgründen ja eher selten anzutreffen. Dann sorgen hochwertige Wandlerbausteine für ein sauberes analoges Signal, und der eingebaute Verstärker ermöglicht a) höhere unverzerrte Pegel und b) eine wesentlich feiner gerasterte Lautstärkeregelung über die große Drehfläche aus Aluminium, die man selbstverständlich auch in der Funktion sperren kann. Beyerdynamic verspricht bis zu 11 Stunden Laufzeit mit einer Akkuladung; das dürfte auch für die meisten Langstreckenflüge ausreichen. Ist der Akku dann doch mal leer, lässt er sich recht schnell am USB-Ausgang des Laptops wieder aufladen. Übrigens verfügt der A 200 p nicht nur über eine eigene Lautstärkeregelung, sondern auch über Play/Pause und Track-Skip-Tasten, so dass man den Zuspieler nicht öfter als nötig aus der Tasche ziehen muss. Der A 200 p funktioniert klaglos mit diversen portablen Zuspielern wie den obligatorischen iPhones, iPods und iPads (allerdings nur über Lightning-Stecker, Besitzer älterer Modelle mit dem breiten Stecker schauen leider in die Röhre), aber auch mit Android-Smartphones oder -Tablets (ab Android 4.1) und natürlich auch mit Mac- oder Windows-Rechnern und -Laptops. Mit 299 Euro ist der Winzling nicht ganz billig, dementsprechend hoch dürfen die Erwartungen an ihn sein. Preislich adäquat ist die Verbindung mit dem Sennheiser Momentum (ebenfalls um 300 Euro), der einen straffen, neutralen und aufgeräumt-transparenten Klangcharakter pflegt. Mit der Unterstützung durch den A 200 p, angeschlossen an ein Macbook, meint man fast, einen anderen Kopfhörer zu hören – so viel zum Thema hohe Erwartungen, denn die werden hier definitiv erfüllt! Mit deutlich mehr Kraft und Zug steigt der Momentum nun hinab in den Basskeller, lässt Trommeln mit mehr Volumen tönen und legt zuvor noch vorhandene dynamische Limitierungen fast völlig ab. Die Akteure des musikalischen Geschehens treten virtuell einige Schritte auseinander bzw. sind besser voneinander abgegrenzt, so dass dem Hörer die Differenzierung von Instrumenten und Klängen um einiges leichter fällt. Im Hochton weicht die leichte Härte, die bei der direkten Verbindung mit dem Kopfhörerausgang des Macbook noch zu erahnen war, und macht einer seidig-transparenten Auflösung Platz. Alle Frequenzbereiche scheinen nun besser miteinander zu harmonieren, sind natürlicher integriert und erlauben es der Musik, freier und selbstverständlicher aus den Membranen der Kopfhörer zu fließen. Der positive Effekt verstärkt sich noch mit portablen Zuspielern, konkret mit iPhone und iPod Nano. Schneller Gegencheck mit den ebenfalls in dieser Ausgabe getesteten Beyerdynamic In-Ear-Kopfhörern DX 160 iE (99 Euro): Hier zeigt sich ein zwar leicht abgeschwächter, aber in die gleiche Richtung gehender Effekt, denn auch die deutlich günstigeren In-Ears profitieren in hohem Maße von der Klangaufbereitung durch den A 200 p. Vor allem der ansatzweise füllige Oberbass dieser Modelle tönt besser definiert und wird von einem transparenteren und feinsinnigeren Hochtonbereich sowie einem tiefer hinabreichenden, lockereren Tiefbass noch besser komplementiert.

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Fazit

Der Beyerdynamic A 200 p überzeugt an portablen High-End-Kopfhörern und guten In-Ears gleichermaßen. Die sehr gute Verarbeitung und die solide Haptik entsprechen den hervorragenden klanglichen Eigenschaften, die auch gehobenen klanglichen Ansprüchen gerecht werden. Egal mit welchen Kopfhörern man unterwegs ist, der A 200 p ist ein smartes und sein Geld absolut wertes Gerät zur Steigerung des (nicht nur) mobilen Hörvergnügens.

Preis: um 300 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Beyerdynamic A 200 p

Oberklasse

4.0 von 5 Sternen

-

Bewertung 
Klang 70%

Ausstattung: 15%

Bedienung 15%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 300 
Vertrieb: Beyerdynamic, Heilbronn 
Telefon: Nein 
Internet: www.beyerdynamic.de 
B x H x T (in mm): 55/55/13 
Gewicht: 51 
Ausführungen: Schwarz 
geeignet für: mobiles HiFi 
Ausstattung Lightning-Kabel zum Anschluss an iPhone/iPod/iPad, Micro-USB-Kabel zum Anschluss an Android-Smartphones, USB-Kabel zum Anschluss an Computer und Ladegeräte, Lederetui 
Anschlüsse: 3,5-mm-Stereo-Klinke, mini-USB 
Klasse: Oberklasse 
Preis/Leistung: sehr gut 
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Michael Bruss
Autor Michael Bruss
Kontakt E-Mail
Datum 22.06.2014, 10:51 Uhr
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Dipl.-Phys. Guido Randerath - Ressort Heimkino und Car Hifi
Dipl.-Phys.
Guido Randerath
Ressort Heimkino und Car Hifi
Heimkino 1/2022

Jüngst veröffentlichte die gfu den HEMIX Home Electronics Martkt Index für die ersten drei Quartale 2021. Demnach hat der Markt für Home Electronics sich weiter positiv entwickelt und zum Vorjahr 6,9 Prozent zugelegt. Hauptumsatzbringer waren dabei neben der weißen Ware die privat genutzten IT-Produkte mit +8,1 % und die Telekommunikation mit +7,1 %. Bei den TV-Geräten sank die Stückzahl zwar um 14,9 %, doch durch den stark gestiegenen Durchnittspreis (+16,8 %) blieb der Umsatz im TV-Segment nahezu konstant auf hohem Niveau (-0,6 %).
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Elmar Michels - Ressort Car Hifi
Elmar Michels
Ressort Car Hifi
Car Hifi 1/2022

Sie werden es beim Download nicht gemerkt haben, doch diese CAR&HIFI ist die dickste seit langem. Neben jeder Menge Tests enthält diese Ausgabe wieder die im letzten Jahr eingeführte Preisverleihung an die besten Geräte des Jahres. Unter der Rubrik Product of the Year finden sie auf 25 Extraseiten die bestklingenden, leistungsfähigsten und highendigsten Geräte aus unserem Testfuhrpark oder auch Produkte, die uns durch ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis, Einsteigerfreundlichkeit oder Cleverness aufgefallen sind.
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Holger Barske - Ressort<br>High-End
Holger Barske
Ressort
High-End
LP 01/2022

Wir begrüßen Sie herzlich zur neuen Ausgabe unseres Analogmagazins "LP". Der Titel verrät bereits, dass wir uns für dieses Heft mit dem neuen luftgelagerten Bergmann-Plattenspieler auseinandergesetzt haben. Hinzu gesellen sich Testberichte zu zwei sehr exklusiven Verstärkerkombinationen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Grandinote aus Italien verblüfft mit einem exotischen Halbleiterkonzept, Air Tight legt die Messlatte in Sachen Röhrentechnik höher. Hinzu gesellen sich zwei interessante Phonovorstufen, ein weiterer extremer Röhrenvollverstärker und eine ganze Reihe anderer Komponenten, die Sie bestimmt interessieren werden.
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Thomas Schmidt - Ressort Hifi
Thomas Schmidt
Ressort Hifi
Klang & Ton 1/2022

In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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