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Kategorie: Lautsprecher Surround

Einzeltest: KEF C-Series


Großes Kino – kleiner Preis

Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 1
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Dass echter Kinosound in den eigenen vier Wänden ein teurer Spaß ist, ist ein Vorurteil, welches einen auch heute noch gelegentlich begegnet. Mit seiner C-Serie tritt die englische Lautsprecherschmiede KEF den Gegenbeweis an und weiß zudem durch extrem viel Spielfreude in der Darstellung mehrkanaliger Film- und Musiksoundtracks zu überzeugen.

Aufnahmen so realistisch und wirklichkeitsgetreu wiederzugeben wie das Original war die Inspiration, die Raymond Cooke dazu brachte, KEF im Jahre 1961 zu gründen. Gemäß dieser Vorgabe entwickeln und produzieren die Briten seit fast fünf Jahrzehnten Lautsprecher allererster Güte und gehören dank revolutionärer Schallwandler wie der Reference 104 aus dem Jahre 1973 oder der 2007 vorgestellten Muon zu den anerkanntesten Lautsprecherherstellern der Welt. Weitere Ziele bei KEF sind der stete Innovationstransfer und die fortwährende Weiterentwicklung aller Lautsprecherprogramme sowie das damit verbundene beste Klangerlebnis bis hin zur kleinsten Linie. Diese nennt sich C-Serie, die trotz extrem günstiger Preisgestaltung über eine Menge „KEF-Know-how“ verfügt und für einige Überraschungen in unserem Hörraum sorgte. Kaum zu glauben, was ein 5.1-Set für gerade einmal rund 1.330 Euro zu leisten imstande ist.

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Technik

Aber der Reihe nach. Zunächst widmen wir uns der Ausstattung des hier vor uns stehenden Sextetts, wobei uns als allererstes KEFs Hochtöner ins Auge fällt, der sich leicht vertieft im oberen Teil des mehrfach verstrebten Gehäuses einer jeden Zwei-Wege-Box dieser Serie befindet. Wie in den beiden nächstgrößeren Linien setzen die Briten auch hier auf eine 19 Millimeter messende Aluminium-Kalottenhochtoneinheit, die hier zwar nicht in Koax-Anordnung in einem Uni-Q-Chassis sitzt, dennoch aber mit einem sogenannten „Tangerine-Waveguide“ bestückt ist. Dieser ist so konstruiert, dass er die vom Tweeter übertragenen Schallanteile nicht nur gleichmäßiger im Raum verteilt, sondern die guten Stücke auch vor mechanischen Beschädigungen geschützt werden. Wow, damit war in dieser Preisklasse wirklich nicht zu rechnen. Als kongenialer Partner dieser außergewöhnlichen Hochtoneinheit erweist sich die direkt darunter befindliche Polypropylen-Mittel-/Tieftoneinheit, die im Center C6LCR und in der Regalbox C3 je 130 Millimeter misst, wobei der sowohl horizontal als auch vertikal einsetzbare Mittenlautsprecher über gleich zwei dieser Schwingeinheiten verfügt.

Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 2Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 3Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 4Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 5Lautsprecher Surround KEF C-Series im Test, Bild 6
Gleiches gilt für die schlanke Standsäule C7, deren Tief-Mittelton-Duo sogar einen Durchmesser von je 16,5 Zentimetern hat.

Subwoofer

Zu einem echten Heimkinosystem gehört natürlich auch ein Subwoofer. So auch zur C-Serie, die um den kompakten, gerade einmal 10,42 Liter fassenden Basswürfel namens C4 ergänzt wurde. Auf den ersten Blick eher unscheinbar, hat es dieser aber faustdick hinter den Ohren, ist er doch mit einer 200 Watt starken Endstufe ausgestattet, die das in der Front befindliche 200 Millimeter messende Tieftonchassis zu Höchstleistungen antreibt. Das rückseitig angebrachte Aktivmodul ist zwar spartanisch ausgestattet, verfügt aber über alles, was ein moderner Subwoofer heute benötigt. Neben einem Niederpegeleingang findet sich hier je ein Regler zur Lautstärkeeinstellung und Justage der gewünschten Trennfrequenz zwischen 40 und 140 Hertz.

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Stereo

Kommen wir zum schönsten Teil unserer Testprozedur – dem Hörtest. Nachdem das System aufgestellt und die 48-stündige Einspielphase abgeschlossen ist, kann es endlich losgehen. Zunächst wollen wir wissen, wie es um die musikalischen Fähigkeiten der C7 in der Stereowiedergabe bestellt ist, und füttern unseren CD-Player mit „The Labyrinth“ von Kate Price. Die zunächst fast parallel zueinander ausgerichteten Boxen bestechen zwar durch eine detailklare Stimmwiedergabe, lassen es aber zunächst an Räumlichkeit vermissen. Dies ändert sich aber prompt, als wir die beiden Klangsäulen leicht auf den Hörplatz einwinkeln. Plötzlich öffnet sich die Bühne vor uns, Instrumente werden punktgenau und plastisch abgebildet und der Raum scheinbar vergrößert. Noch deutlicher wird der Unterschied in der Stimme der Amerikanerin, die nicht mehr an den Standboxen klebt, sondern jetzt mittig zwischen den beiden Lautsprechern dargestellt wird.

Mehrkanal

Mit „U-571“ wollen wir nun wissen, wie es um die Heimkinofähigkeiten der neuen C-Serie bestellt ist. Und auch hier beweist sich die leicht auf den Hörer ausgerichtete Aufstellung als Ideallösung, denn auch hier begeistern uns die räumliche Abbildung und die exzellente Detailwiedergabe, die die bedrückte Stimmung an Bord des unter Beschuss stehenden U-Bootes perfekt in unseren Hörraum transferieren. Die in Folge explodierenden Wasserbomben stellt der kompakte Sub C4 dann zwar nicht so tiefgründig wie sein größerer Bruder PSW3500 dar, dafür aber mit Knack und einer unglaublichen Präzision. Gefestigt wird unser erster Eindruck dann bei der unterirdischen Sesselfahrt in „Casper“, die von Details nur so gespickt ist. Egal ob quietschende Hebel, lang anhaltende Echos oder das klirrende Geräusch der aneinanderschlagenden Rasiermesser – KEFs Sextett reproduziert alle ihm übergebenen Schallanteile, ohne auch nur das kleinste Detail zu unterschlagen oder aufdringlich zu agieren. Das Ganze wird sogar noch einmal gesteigert, als wir mit Steely Dans „Cousin Dupree“ zur mehrkanaligen Musikwiedergabe bitten. Denn jetzt läuft das Set zur absoluten Höchstform auf und besticht durch seine tolle Surroundkulisse und die extrem lebendige Stimmreproduktion Donald Fagens. Den wohl wichtigsten Part übernimmt unterdessen der kompakte C4-Basswürfel, der nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben scheint; er begleitet das perfekt zusammenspielende Quintett durch einen satten, präzisen und jederzeit kontrollierten Oberbass, der uns unweigerlich im Takt mitwippen lässt. Kein Wunder, dass wir mehr wollen und uns anschließend noch ein paar Titel der „Two against Nature“-DVD gönnen …

Fazit

Wenn die britischen Lautsprecherspezialisten von KEF etwas anfassen, hat das Hand und Fuß. So auch in ihrer C-Serie, die mit Fug und Recht als „Einstiegsdroge“ für Heimkinofans bezeichnet werden kann. Und das hat gute Gründe, denn das uns überlassene Sextett besticht durch seine gute Verarbeitung und die sinnvolle und üppige Ausstattung. Das Ganze wird aber noch durch die hervorragenden Klangeigenschaften und die extrem attraktive Preisgestaltung getoppt. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich demnächst ein 5.1-Heimkinosystem zuzulegen, sollte KEFs C-Serie auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen.

Preis: um 1330 Euro

KEF C-Series

Oberklasse


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Roman Maier
Autor Roman Maier
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Datum 17.09.2009, 12:39 Uhr
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In dieser Ausgabe geht es tief hinunter: Zum ersten Mal in einem langen Zeitraum gibt es mal wieder einen Subwoofer von der Klang+Ton. Und deswegen haben wir es auch gleich richtig gemacht: Ein mächtiger 21-Zoll-Treiber und dazu ein DSP-Verstärkermodul mit gut 1000 Watt in schlanken 150 Litern: So gehen im Heimkino 19 Hertz und im Musikbetrieb unkomprimierte 120 Dezibel - dass sollte fürs erste reichen.
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