Kategorie: Lautsprecherbausätze

Einzeltest: Omnes Audio Black Array


Spezial-Lautsprecher fürs Heimkino mit Omnes-Treibern

Lautsprecherbausätze Omnes Audio Black Array im Test, Bild 1
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Bei Omnes Audio hat man mal alle Kompromisse über Bord geworfen und eine Box für einen ganz bestimmten Zweck gebaut: Kino

Schon auf den ersten Blick erkennt man die Besonderheit der Black Array: je vier Tieftöner und Hochtöner wurden in Reihen nebeneinander montiert, eine Formation die in einem etwas geringeren Ausmaß die Eigenschaften eines ausgewachsenen Line Array besitzt. Der Sinn eines raumhohen Arrays ist eine flache, so genannte Zylinderwelle abzustrahlen, mit einer gleichmäßigen Schallverteilung horizontal und extrem enger Bündelung vertikal, die die Raumakustik in dieser Dimension fast völlig aus der Gleichung nimmt. 

Resultat ist in allen Fällen ein ungemein direktes, intimes Klangbild, wie wir ja mit unserer „TwentyFive“ – der eine oder andere wird sich noch erinnern – eindrucksvoll erlebt haben. Wo Licht ist, da ist auch Schatten: Natürlich ist der Bauaufwand enorm, ganz zu schweigen vom finanziellen Einsatz, einfach mal mehrere Dutzend Treiber kaufen zu müssen, wo man normalerweise mit zweien oder dreien auskommt.

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Ein guter Kompromiss ist da eine Minimal-Lösung, die mit weniger Treibern schon einen guten Teil des möglichen Ertrags einfährt, ganz nach dem Pareto-Prinzip.  

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Technik


In der flachen Box namens „Black Array“ stecken vier Stück des recht neuen Tiefmitteltöners von Omnes Audio. Ob der OA MW 5.4 auch einzeln angeboten wird, steht immer noch nicht fest, also müssen wir die Einzelmessungen eventuell noch nachreichen. Auf jeden Fall macht das Chassis vor allem viel Pegel im Mitteltonbereich, was der anvisierten Abstimmung entgegen kommt. Schon etwas länger im Programm ist die Omnes T25H, eine kleine Kalotte mit kurzer Schallführung, die ein mustergültiges Abstrahlverhalten zeigt und alles richtig macht, was man für einen Preis von 18 Euro richtig machen kann, vorausgesetzt die Trennfrequenz liegt nicht allzu tief.  

Gehäuse


Das Gehäuse ist flach und kann sehr nahe an die Wand rücken, was angesichts der geschlossenen Bauweise auch die richtige Idee ist. Dennoch: Einen Subwoofer wird man auch mit Wandunterstützung benötigen.  Die Chassis liegen nebeneinander, aber so angeordnet, dass es exakt eine akustische Mitte beider Arrays gibt, die idealerweise auf Ohrhöhe liegt.  Die hier gezeigten Gehäuse haben einen Flansch für ein Stativ – in der Tat könnte man angesichts des Wirkungsgrads der Boxen auch über kleinere Beschallungsaufgaben nachdenken.  

Frequenzweiche


Die Weiche ist wirklich einfach aufgebaut: Es gibt jeweils ein Filter zweiter Ordnung und dazu einen sanften Spannungsteiler vor dem Hochtönern. Beide Treiberanordnungen sind in Reihen- Parallelschaltung ausgeführt, um einen normalen Impedanzverlauf zu erreichen.  

Messungen


Gerade die vier Tiefmitteltöner machen im Mitteltonbereich einen enormen Pegel: Satte 97dB/2,83V liegen an, darüber gibt es ab dem Einsatz der Hochtöner einen sanften Abfall bis etwa 90 Dezibel an der Grenze des Hörspektrums.  Das Bündelungsverhalten ist horizontal recht gut – unter stärkerem Einwinkeln gibt es erwartungsgemäß wegen der nebeneinander liegenden Treiber ein paar Auslöschungen, aber diese liegen im „richtigen“ Bereich um die 3 Kilohertz. Klirr spielt im Einsatzbereich gar keine Rolle, auch das Wasserfalldiagramm zeigt nur eine kleine Resonanz aus dem flachen Gehäuse.  Mit der passenden Subwooferanbindung ergibt sich dann ein ausgewogender Frequenzgang bis ganz nach unten:  

Klang


Aber auch schon alleine macht das Black Array eine gute Figur. Wenn man einmal am fehlenden Bass „vorbeihört“ zeigt sich das Bild einer exzellent abgestimmten und sehr musikalischen Box, die aufgrund ihres Wirkungsgrads gut am Gas hängt und auf die feinsten dynamischen Schwankungen sehr feinsinnig reagiert. Die räumliche Abbildung ist hochpräzise und klar ausgeschnitten, aber etwas weniger krass als bei einem Hornlautsprecher – insgesamt eine sehr angenehme Art und Weise, analytisch Musik zu hören oder umgekehrt.  Mit unserem großen Cinecor-Subwoofer geht es dann richtig zur Sache: Sprachverständlichkeit und Mittenabbildung sind so präzise, dass es keines Centers mehr bedarf.   

Aufbauanleitung


Am besten werden die Einfräsungen der Chassis vor der Montage erledigt. Der Aufbau erfolgt auf einer Seitenwand, auf der Deckel, Rückwand und Boden aufgeleimt werden. Danach erfolgt die zweite Seitenwand und schließlich die Schallwand. Das Sonofil wird hinter den Chassis eingelegt, die Weiche an der Rückwand befestigt.   

Holzliste


Material: 19 mm MDF

1x 660 x 280 mm Front
1x 622 x 242 mm Rückwand
2x 660 x 141 mm Seiten
2x 242 x 141 mm Deckel, Boden    


Zubehör pro Box


 2 Matten Sonofil
 Terminal
 Kabel
 Schrauben
 Dichtband


Lieferant: Blue Planet Acoustic   

Weichenbestückung:


L1: 1 mH, Luftspule 1,4 mm
L2: 0,68 mH Luftspule 0,7 mm
C1: 22 μF MKT
C2: 10 μF MKP
R1: 1,8 Ohm MOX 25 Watt
R2: 33 Ohm MOX 25 Watt

Fazit

Hochmusikalische Spezialbox, die eben nicht nur im Heimkino eine exzellente Figur macht.

Stückpreis: um 350 Euro

Lautsprecherbausätze

Omnes Audio Black Array


06/2022 - Thomas Schmidt

Ausstattung & technische Daten 
Technische Daten
Chassishersteller : Omnes Audio, Oberursel 
Vertrieb: Omnes Audio, Oberursel 
Konstruktion: Omnes Audio 
Funktionsprinzip: TQWT 
Bestückung: 4 x Omnes MW 5.4 / 4 x Omnes T25H 
Nennimpedanz (in Ohm): 8 Ohm 
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1m: 95 dB 
Kosten pro Stück: ca. 350 Euro (Bausatz ohne Holz) 
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Thomas Schmidt
Autor Thomas Schmidt
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Datum 05.06.2022, 10:02 Uhr
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